#probezeit 24 - die Weihnachtsfolge

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00:00:02: Herzlich willkommen hohoho bei Hashtag Probezeit.

00:00:05: Menschen macht Immobilien die letzte Folge des Jahres.

00:00:08: Wir sind heute mal digital unterwegs, weil wir in der ganzen Republik verstreut sind und weil wir zwei Gäste haben.

00:00:14: Und bevor Janine und Thomas gleich zu Wort kommen, möchte ich unsere beiden Gäste gerne mal bitten sich selbst vorzustellen.

00:00:21: Lieber Christoph, fang du doch einfach

00:00:22: an.

00:00:23: Sehr gerne.

00:00:24: Christoph Holzmann bin Hamburger, wohne inzwischen in Berlin, werde da auch mein Leben verbringen, schätze ich mal.

00:00:30: Gefällt mir da sehr gut, bin da mit zwei Kindern, mit meiner Frau.

00:00:34: Und bin ursprünglich hergekommen für die BEOS, hab da neun Jahre lang gewürgt auf dem ganzen Wachstum.

00:00:41: Bin dann nochmal kurz abtrünnig geworden Richtung Hamburg, war dann bei der Union Investment vier Jahre.

00:00:46: Ich habe in der Zeit die zwei Kinder gekriegt.

00:00:49: Das war mit dem Pendeln ein bisschen schwierig und mit dem Nicht-Präsenz sein auch, um hier von da aus.

00:00:54: Habe ich dann Pause jetzt gemacht, von vierundzwanzig auf fünfundzwanzig und habe da einen MIT studiert und nochmal Technologie ganz anders erlebt.

00:01:02: Das war auf jeden Fall sehr spannend.

00:01:03: Habe auch Zeit für die Kinder gehabt, das war sehr wichtig.

00:01:06: Und bin jetzt sozusagen nach der Geschäftsführungsposition im Konzern Geschäftsführung in einem Start-up.

00:01:13: Und das macht sehr viel Spaß, kann ich ja vielleicht später nochmal erzählen.

00:01:16: Da habe ich gleich zehn Fragen, aber erst mal ist Patrick.

00:01:20: Ja, Patrick Ludwig Hansch, ich bin eigentlich Mädchen für alles, aber offiziell auf der Visitenkarte steht Leiter Wirtschaftsforschung und Pressesprecher und Leiter Public Affairs und irgendwas mit Unternehmenskommunikationen beim Verband der Vereine Kreditreform.

00:01:39: wohne in Düsseldorf daher kenne ich auch die liebe janin nämlich vom jungen wirtschaftsrat und vom normalen wirtschaftsrat.

00:01:46: und ja man macht sich hier so ein bisschen breit und wenn man in der finanzbranche ist oder weitest ein sinne dann lernt man ja viele leute kennen und ich bin hier sehr glücklich.

00:01:55: irgendwann will ich wieder zurück nach Münster.

00:01:58: da habe ich auch längere zeit gelebt und das ist halt so ein schöner ort zum kleben bleiben.

00:02:03: aber gerade ist es hier wunderbar.

00:02:05: und ja ich bin gerade hier in unserem sogenannten krefo campus.

00:02:08: Kein Schwein mehr hier, die meisten sind schon wirklich langsam Richtung Weihnachtsferien.

00:02:12: Und das ist ganz angenehm, weil schöner Überschlag.

00:02:17: Das Jahr war ziemlich anstrengend und da waren viele Dinge und jetzt kann ich ein bisschen was abarbeiten und wenn einem keiner auf den Senkel geht.

00:02:24: Genau.

00:02:26: Ich kann das gut verstehen, ich lebe in Osnabrück, deswegen kann ich die Nähe zum Münster nur nachvollziehen

00:02:31: ehrlich gesagt.

00:02:31: Aber du kannst das mit den Menschen nicht nachvollziehen, weil so viele Menschen gibt es in ganz Osnabrück nicht, wie bei Patrick im Büro wahrscheinlich.

00:02:40: Ich bin ja in Solana, ich komme von der Insel, also ich werde, sobald drei Leuten, sobald vier Leute im Raum sind, werde ich nervös ehrlich gesagt.

00:02:46: Ich hoffe,

00:02:47: dass sie drüben noch ein bisschen arbeiten, damit sie unsere Rechnung ankaufen von den Kunden, die nicht so pünktlich bezahlen.

00:02:53: Jetzt fängt der gleich schon wieder so an.

00:02:56: Ich habe

00:02:56: aber noch eine ganz andere Frage, die mir auch gefallen ist, als Christoph sich vorgestellt hat.

00:03:00: Christoph,

00:03:01: wie hast du Kinder bekommen?

00:03:04: Oh, ich weiß nicht, ist das der richtige Podcast für die Fragestellung?

00:03:10: Also wir haben gesagt, wir gehen auf jeden Fall über den Rand der Immobilienwirtschaft hinaus.

00:03:15: Ist mir sehr weit.

00:03:17: Tatsächlich, also kann ich gerne beantworten.

00:03:20: Meine Frau und ich haben da längerfristig daran gearbeitet, sind froh, dass wir das noch hinbekommen haben.

00:03:26: Und das ist tatsächlich so.

00:03:26: Ich habe mir zwanzig Jahre lang immer schon gedacht, das wäre toll, irgendwie Vater zu sein.

00:03:30: Und bin jetzt halt Vater von zwei Kindern und finde es tatsächlich sehr herausfordernd.

00:03:35: Man hat sich das ja so irgendwie zurechtgelegt und denkt, ja, das ist dann nur die guten Seiten und das Lachen und das Spielen und so.

00:03:40: Und im Endeffekt ist es halt tatsächlich zwei Leben, die man gestaltet und die auch sich gegenseitig gestalten und auch nicht immer happy miteinander sind und die eben auch halt viel von einem brauchen.

00:03:51: Und da hatte ich das Gefühl, eben bin ich durch das Pendeln zu wenig da gewesen, habe meine Frau da auch ein bisschen zu sehr allein gelassen und das haben wir jetzt ein bisschen versucht nachzuholen.

00:03:58: Unser Alltag ist Ihre Kindheit.

00:04:01: Das ist, glaube ich, der Spagat, den wir alle irgendwie

00:04:04: erleben.

00:04:05: Ich habe die Frage übrigens jetzt um Schrift.

00:04:06: Ich hoffe, das ist nicht aufgefallen.

00:04:09: Doch, es ist uns aufgefallen, aber es ist die Weihnachtsfolge.

00:04:11: Da sind wir wie Glühwein.

00:04:12: Sie wurde schon so persönlich.

00:04:13: Das hatte ich

00:04:16: gar nicht so geplant.

00:04:17: Es

00:04:19: sollte nur ein Lacher werden, aber es ist okay.

00:04:20: War es auf jeden

00:04:22: Fall.

00:04:22: Trotzdem, ich meine, es ist ja mutig, Christoph immer mit dir ein bisschen anzufangen.

00:04:26: Erst mal hallo Janin, hallo Thomas.

00:04:27: Ich hoffe, wo sind eigentlich eure Weihnachtspolis?

00:04:29: Normalerweise habt ihr immer Weihnachtspolis an in dieser Folge zumindest.

00:04:32: Thomas hat es so geschicken, weiß ich.

00:04:34: Ja, du bist, das stimmt.

00:04:35: Ja, das ist dezentweihnachtlich.

00:04:37: Aber Christoph, war das eine mutige Entscheidung, Pause zu machen?

00:04:40: Ich meine, die Branche war, es war ein wildes Jahr.

00:04:43: Also, wenn ich das Jahr zusammenfassen müsste, müsste ich sagen... Über Spritz gesagt, für mich war es ein schlechtes Jahr, weil mein Facetime erkennt mich nicht mehr.

00:04:51: Ich habe zehn Kilo zugenommen gefühlt.

00:04:53: Und mein Facetime mag ich nicht mehr.

00:04:55: Ich muss also jetzt immer noch aus so einem Winkel mein Facetime öffnen, weil dann geht es wieder.

00:05:01: Aber die Branche ist ja eine ähnliche Zustand, muss man sagen.

00:05:03: Und dann zu sagen, ich gehe jetzt mal ein Jahr raus.

00:05:06: Es ist super viel im Umbruch.

00:05:07: Ist das eine mutige Entscheidung gewesen dann auch?

00:05:12: Ja, ich glaube, manche haben das als mutige Entscheidung gesehen.

00:05:14: Ich fand es für mich die einzig richtige Entscheidung, weil man muss ja im Endeffekt gucken, was sind die Prioritäten und was ist für einen selbst sinnvoll.

00:05:21: Ich habe das Gefühl, wir sind halt in einem, ich habe das Thema KI zum Beispiel seit im Jahr zwanzig fünfzehn schon auf der Agenda.

00:05:28: Das sind zwanzig sechszehn damals mein Team bei der BEOS gesagt, dass wir als Finanzer hier auf der Speisekarte ganz oben stehen, dass wir eben mit Regeln und mit Zahlen arbeiten und dass unsere Welt sich fundamental verändern wird.

00:05:39: Ich habe das seitdem eben weiterverfolgt, habe aber irgendwann gemerkt, dass es eben so viel passiert und dass ich das nicht genug mitkriege und dass ich da eben deshalb einmal rausgehen wollte, um einfach auch da mitgestalten zu können.

00:05:49: Das habe ich das eine, das zweite.

00:05:50: Ich habe eben auch gemerkt, dass ich eben das Thema Familie nicht eben nur so nebenbei machen möchte.

00:05:55: Das kann man sicherlich machen.

00:05:56: Ich habe auch viele Diskussionen gehabt mit Väter, die meinten, na solche Fragestellungen haben wir uns früher nie gestellt.

00:06:01: Das gab es für uns gar nicht.

00:06:03: Wir sind halt einfach zur Arbeit gegangen und waren nicht da.

00:06:06: Und hab dann gesagt, das mach ich jetzt einfach, hab das mit meiner Frau natürlich länger auch besprochen, hab mich dann irgendwann halt auch beworben für die Studium halt.

00:06:15: Und dann hat sich es immer mehr konkretisiert.

00:06:17: Klar, das war schon gruselig, muss man sagen.

00:06:19: Also ich hab am Anfang natürlich mich auch ein bisschen über den Job definiert.

00:06:22: Das war immer, dann wusste man immer, was man sagen soll, irgendwie nach Motto A, was machen sie wirklich.

00:06:28: Und jetzt wusste ich halt jetzt, erzähl ich den Leuten, ich bin wieder Student und Familienvater.

00:06:32: Und dass das halt irgendwo nicht die Erwartung trifft, manchmal ist schon so.

00:06:36: Und manche haben auch gesagt, es hätten sie selbst nie gemacht, um ihr das Risiko einzugehen.

00:06:39: Auch gerade in so einer Marktphase, die sich abgezeichnet hat, aber ich hab's nie bereut tatsächlich.

00:06:43: Und das interessanterweise auf dieses sich fragen, wer bin ich, das hört irgendwann auf einfach.

00:06:48: Dass man sagt, nee, das ist gut, es macht Spaß und der Rest wird sich finden einfach.

00:06:53: Fairerweise, meine Frau stützt das auch immer ein bisschen, die hat immer schon gesagt, es kommt alles so gut, es kommt alles so, wie es gut für uns ist.

00:06:59: Und dass so ihr Mantra, seit ich sie kennengelernt habe, und das hilft natürlich auch, wenn man dann jemanden hat, der dann nicht immer sich die Haare rauf und durchdreht neben einem, sondern jemand, der sagt, das ist schon gut so.

00:07:08: Das passt schon

00:07:08: alles.

00:07:09: Das finde ich auch im Alter werden total entspannt, dass man ja eine entspannter Grundhaltung gewinnt.

00:07:14: Man hat nicht mehr dieses, ich muss mich beweisen, sondern ich mache es so, wie ich das denke und man wird merken, ob das erfolgreich ist oder nicht.

00:07:22: Das finde ich eigentlich einfach eine super erleichternde Geschichte abgesehen von dem Stress, den man natürlich trotzdem hat.

00:07:27: Jetzt ist das MIT, aber nicht in Prenzlauer Berg.

00:07:30: Wie hast du das gemacht?

00:07:31: Und wir haben halt größtenteils Fernvorlesungen gehabt, dass wir dann, also manche waren live Vorlesungen, manche waren aufgezeichnet.

00:07:37: Und wir hatten dann Blockwochen oder Blockdoppelwochen, wo wir dann halt vor Ort waren.

00:07:41: Und dann bin ich halt teilweise weg gewesen, aber ich bin größtenteils IT gewesen.

00:07:44: Das war auch okay dann.

00:07:46: Ich glaube, anders jetzt nicht funktioniert.

00:07:47: Also mit den Kindern da jetzt umziehen.

00:07:49: ... ist auch ein Riesenaufwand und ...

00:07:51: ... ja,

00:07:53: also ... ... über die Details in den USA, ... ... wie sich das in dem einen Jahr auch verändert hat, ... ... will ich jetzt gar nicht groß hier auf ...

00:07:59: ...

00:08:00: öffentliche Dinge dokumentieren, ... ... aber das hat sie natürlich auch verändert, ne?

00:08:05: Darüber musst du aber leider sprechen.

00:08:07: Ich meine, das beschäftigt

00:08:07: uns alle.

00:08:09: Also ... Die Nachrichten sind voll damit.

00:08:12: Vielleicht gleich, weil ich habe noch eine Frage an Patrick, weil ich das natürlich in meiner Rolle als Mama auch total spannend finde und alles, was ich schon so ansprüchen gehört habe in meinem Berufsleben.

00:08:26: der Weg, den Christoph gegangen ist.

00:08:28: Ich finde den total großartig und ich motiviere auch alle Leute, die ich kenne und auch die ich Einfluss habe dazu Elternzeit zu machen und bin fest davon überzeugt, dass wir da im System nur was ändern, wenn Mama und Papa gleichzeitig irgendwie berechtigt sind und was auch immer.

00:08:45: Wie wissen du das?

00:08:46: Also wie betrachtest du das in deinem Umfeld?

00:08:50: Ich muss jetzt aufpassen, dass ich die Frage wirklich unproblematisch stelle, weil ich will nicht in so eine klassische Richtung gehen.

00:08:56: Wie ist da so deine Idealvorstellung, egal ob das jetzt dich persönlich betrifft oder was du so in deinem Umteil siehst, was gut funktioniert?

00:09:03: Ja, also erstmal habe ich keine Kinder, deswegen ist das halt so, ist das noch noch relativ weit weg, aber es ist wahrscheinlich, dass das auch die nächsten Jahre ansteht und ich muss tatsächlich sagen, Stand heute, ich kann es mir nicht vorstellen, also weil... für mich ist, also das war aber schon immer so.

00:09:23: Also ich kann das gut nachvollziehen, dass man sagt, so Familie möchte ich nicht so am Passort machen.

00:09:27: und ich sehe zum Beispiel, ich mache es an zwei Beispielen klar.

00:09:33: Ich habe eine gute Freundin, die ist Ärztin

00:09:36: und die

00:09:37: hat sich irgendwann vom Arzt da sein verabschiedet und hat mehrere Unternehmen gegründet.

00:09:42: Auf dem Papier klingt das immer super gut, hat jetzt aber auch ein Kind bekommen und bekommt jetzt gerade in ein paar Monaten das zweite.

00:09:50: Und da war ja auch mal die Sache so, bevor das so passiert ist mit dem Kind, bzw.

00:09:56: nicht passiert, sondern gewollt, ist es immer, ja, wie... Wie machst du das denn überhaupt weiter?

00:10:02: Wie kannst du denn jetzt

00:10:02: sozusagen

00:10:03: nicht nur, dass du jetzt ein Kind hast, was alles durcheinander bringt, also im positiven Sinne, aber auch im schwierigen Sinne, wie kriegst du das auch hin mit dem Beruf, die Unternehmen, die da

00:10:13: laufen?

00:10:14: Und

00:10:14: wie ist das mit auch noch ein Haus gekauft und noch ein Haus zum Vermieten gekauft?

00:10:19: Und das sind ja alles Projekte, da hätten andere, sag ich immer so, hätten da alleine schon genug mitzutun.

00:10:28: Ja und die kriegt sehr sehr gut hin.

00:10:30: zumindest von außen sieht das so aus und hat so eine Mischung gefunden zwischen ich integriere das muss das natürlich integrieren und verbringen auch natürlich viel zeit.

00:10:40: aber es ist so eine integrative ansatz.

00:10:42: anders kann ich das so nicht sagen.

00:10:45: und ich glaube ganz persönlich bei mir Ja, es ist immer schwierig, finde ich so, wenn ich mich so umgucke.

00:10:52: Also viele treten dann einfach kürzer im Job.

00:10:55: Wenn die im Job bleiben, treten die kürzer und sagen so, ja gut, ich kann jetzt halt nicht mehr durch die Gegend und so oft.

00:11:01: Und das ist dann natürlich immer schwierig.

00:11:03: Bei mir wäre es dann, vielleicht redest du mir auch nur ein, aber wäre es besonders schwierig, weil ich bin ja... Ja, also du weißt ja, du kennst ja meinen Job und ich bin, ich sage mal... Vierzigmal im Jahr bin ich irgendwo auf Dienstreise und muss Vorträge halten und so und das funktioniert halt nicht.

00:11:19: Also da kann ich nicht sagen so, ich mach das jetzt von zu Hause aus und mach da entweder muss ich ganz raus und müsste sagen, alles klar.

00:11:26: Aber er ist natürlich auch chronisch unterbesetzt.

00:11:28: Das heißt, ich müsste erst mal jemanden finden, der so meinen Job machen kann.

00:11:31: Und der ist ja relativ speziell.

00:11:33: Also kann man sich jemanden so hinstellen.

00:11:37: Da gibt es dann, da gibt es dann Ärger

00:11:40: von oben.

00:11:41: Also kurz um,

00:11:42: ich könnte es mir für mich selber auch nicht so richtig vorstellen, wirklich ein Jahr raus und Elternzeit und so.

00:11:47: Ich, Karo kennst du ja auch und wir haben das schon so für uns geregelt.

00:11:52: Wenn es denn so kommt, dann machen wir das eher traditionell und damit ist sie völlig fein und ich auch.

00:11:58: und ja, das ist so,

00:12:01: was ich

00:12:01: dazu sagen kann.

00:12:02: Thomas will den Job offensichtlich.

00:12:09: Aber ich finde es

00:12:11: total cool, weil diese unterschiedlichen Lebensmodelle, also wir haben ja jetzt quasi verschiedene Elternpaare hier und anderen, ich habe da glaube ich auch schon mal drüber gesprochen und es gibt so viele unterschiedliche Lebensmodelle und das ist total cool das so zu sehen.

00:12:28: Das ist das Einzige, was ich überhaupt nicht gerne mag, sind die Lebensmodelle,

00:12:32: die man so reingerutscht

00:12:33: ist und wo dann einer irgendwie den hauptsächlichen Care-Arbeitsteil macht und sagt, eigentlich hätte ich es gerne anders gewollt.

00:12:39: Da frage ich mich immer, da läuft in der Partnerschaft was nicht richtig, aber ansonsten finde ich es echt cool, so unterschiedliche Modelle zu haben.

00:12:46: Aber ich glaube, das ist gar nicht der Punkt gewesen, über den wir heute sprechen

00:12:49: wollten.

00:12:50: Wir wollen nur noch ein bisschen über Mark sprechen, aber ich kann dann zu nur ergänzen, ich glaube, es ist eine Einstellungssache, ne?

00:12:54: Thomas kennt das, der kannte mich bevor ich ein Kind hatte und da war es echt so... Ja, ein Kind verändert mein Leben gar nicht, ne?

00:13:00: Und so.

00:13:00: und dann kommt so ein kleiner Fraggle und äh... Die freut sich dann auf einen und man ist dann in einem anderen ganz anderen Lebensrhythmus drin und will das dann auch leben.

00:13:10: Das Beispiel ist immer mein Schwiegervater, der ist politisch engagiert gewesen bei der IHK und überall und der sagt immer, er bereut total, dass er während die Kinder klein waren, nicht da war, weil er immer irgendwo unterwegs war.

00:13:22: Und das möchte ich irgendwie nicht, das will ich einfach nicht.

00:13:24: Und dann habe ich eine neuliche Schwindelstatistik gesehen.

00:13:26: Er ist seventy-fünf Prozent der gemeinsamen Lebenszeit, also mit dem Kind zusammen verbringt man, bis das Kind zwölf ist.

00:13:32: Danach sind es nur noch Und bis das Kind zur Schule geht, ist es sogar noch die meiste Zeit.

00:13:37: Und die muss man nutzen irgendwie.

00:13:39: Also in der Zeit muss ich die Basis legen, dass das ein guter Mensch wird.

00:13:42: Und das kann ich nicht, indem ich mich auf irgendwelchen Tagungen und irgendwo rumtreibe und den letzten Tausender irgendwo rausquetsche, auf Deutsch gesagt.

00:13:50: Also da muss man aber den eigenen Wertekompass irgendwie selbst im Blick haben, glaube ich.

00:13:55: Aber so viel dazu.

00:13:56: Wir wollen ja auch ein bisschen über Branche sprechen.

00:13:59: Ich meine, ihr habt ja schon gemerkt, mein Jahr war nicht so doll, aber es liegt an meiner Figur und weniger an der Branche.

00:14:05: Ich fand es tatsächlich mal auf die Branche bezogen, um da mal ein bisschen provokanter zu sein.

00:14:10: Die Branche ist wieder intransparenter geworden.

00:14:12: Ein Stückchen langweiliger und ein Stückchen inaktiver.

00:14:15: Würdet ihr mir dazustimmen oder sagt ihr, nee, das stimmt ja gar nicht.

00:14:19: Da musst du aber erstmal sagen, inwiefern, damit ich überhaupt

00:14:22: was hier zu sagen.

00:14:23: Ja, ich bin natürlich aber auch... Journalist, Netzwerker, man redet ganz viel und da hat man schon das Gefühl... So die richtige Wahrheit wird einem oft nicht erzählen.

00:14:34: Wenn sie mitten

00:14:35: auf dem Podium

00:14:37: sitzen.

00:14:40: Auch in anderen Gesprächen.

00:14:41: Wenn man dann das Thema Abwertung zum Beispiel.

00:14:44: Das habe ich schon vor Ewigkeiten gesagt.

00:14:45: Mensch bei Banken das schlummern riesigen große Risiken.

00:14:49: Bei den offenen Fonds erleben wir es gerade.

00:14:52: Und dann hier sind man das ist alles eingepreist und das passiert alles nicht.

00:14:55: Und NPLs nahen sehen wir alle nicht.

00:14:59: Da denke ich immer, okay, stimmt das vielleicht?

00:15:01: Und die Leute sehen es nicht?

00:15:02: Oder bin ich der Dove in diesem Spiel?

00:15:05: Und da habe ich das Gefühl, ist die Branche wieder ein Stück weit weggegangen von Intransparenz.

00:15:08: Und man sieht es auch in den ganzen Initiativen, die es so gab.

00:15:12: Egal, ob es ICG und Co.

00:15:14: Das ist alles ja schwierig für die alle geworden.

00:15:17: Sowohl wirtschaftlich als auch inhaltlich, muss man ganz ehrlich sagen.

00:15:20: Und ich weiß nicht, ob ihr mir da zustimmt oder sagt, nee, das war eigentlich ein gutes Jahr, resume.

00:15:24: Und jetzt geht es wieder ganz nach vorne in Sachen Nachhaltigkeit und S und G.

00:15:29: Ich mache mal das Entree, weil ich kein Immobilien-Spezialist bin, aber ich kann vielleicht einmal so die Oberflughöhe machen und dann kommen wir ein bisschen runter und dann kommen wir auf das Spezifische.

00:15:41: Also ich glaube, das ist nicht nur, weil wir haben ja alle Branchen hier und gucken uns alle Branchen an und das

00:15:46: ist, glaube

00:15:47: ich, nicht nur ein Phänomen, wenn es denn so stimmen sollte, das den Immobilienbereich betrifft, sondern wir haben, wenn wir jetzt mal von unseren Studien und dem ganzen Kram, den wir

00:16:00: hier so machen, ausgehen.

00:16:01: Wir haben eine unfassbar verunsicherte Wirtschaft in Deutschland, also Vormittelstand,

00:16:08: aber auch

00:16:09: hoch zu den Konzernen.

00:16:10: Und natürlich ist Bauwirtschaft für uns, so was wie die Indikatorbranche, Bau- und Immobilienwirtschaft.

00:16:15: Ich fasse das jetzt mal zusammen.

00:16:16: Ich weiß, da gibt es gravierende Unterschiede, aber deswegen sage ich, ich komme von oben.

00:16:21: Und du hast ein riesiges Spektrum, Leute, die in Transparenz sind, meistens geht da irgendwas nicht so gut oder man will irgendwas kaschieren, möglicherweise oder stellt sich so da, wie man das möchte.

00:16:37: Und wir haben eine unfassbar große... Bannenbreite.

00:16:41: Es gibt super erfolgreiche Unternehmer in der Immobilienwirtschaft.

00:16:44: Ich kenne davon wirklich welche.

00:16:46: Die machen Verwaltungen, die bauen, die sanieren energetisch, die bringen Objekte an den Markt.

00:16:53: Und wir haben welche, die machen hoch- und tiefbauer, die schlagen die Hände über dem Kopf zusammen.

00:16:57: Da gibt es welche, die haben der Auftragsbücher voll.

00:16:59: Und es gibt welche Projektentwickler, die immer noch unter den Verwerfungen der vergangenen Jahre leiden.

00:17:06: Und das ist eine Gemengelage, die an Heterogenität überhaupt nicht zu übertreffen ist.

00:17:11: Also zu sagen, die Branche ist jetzt intransparenter oder transparenter geworden.

00:17:16: Das halte ich für falsch, weil das kommt tatsächlich auf.

00:17:19: Es ist fragmentierter.

00:17:20: Und aus dieser Fragmentation oder Fragmentierung heraus, das ist das richtige Wort, ergeben sich auch so Kommunikationsmuster.

00:17:27: Das gucken wir uns ja auch an.

00:17:28: Wir gucken immer, wie ist die Finanzkommunikation,

00:17:30: wie stellen sich

00:17:30: die Unternehmen da?

00:17:33: Also ganz krasses Beispiel, um da vielleicht ein Deckel draufzukriegen.

00:17:36: Ich habe zwei völlig krasse extremer erlebt.

00:17:39: Das eine war ein Fertighaus-Bauer oder Hersteller aus dem Raum Hannover, der in die Insolvenz gegangen ist und mit einer riesengelitternei an Vorgeschichte davor.

00:17:47: Er hat sich dumm und dämlich verdient in den Zinsen unten waren, weil die Leute gesagt haben so, ich baue mir jetzt mein Eigenheim, möchte es aber günstig haben.

00:17:57: Die wussten nicht wohin mit dem Geld, kann man glaube ich so sagen.

00:18:01: Die sind jetzt insolvent innerhalb von sehr kurzer Zeit, weil sich die Parameter geändert haben, das Zinsniveau, die Materialkosten, die Personalkosten.

00:18:09: Das alles dringt in diesem Markt besonders rein und hat aus einem eigentlich erfolgreichen, gesunden Unternehmen ein nicht erfolgreiches, ungesundes Unternehmen gemacht, um es jetzt mal ganz unspezifisch zu sagen.

00:18:21: Und auf der anderen Seite haben wir ein Unternehmen, die verwalten, die so eine Art Kreislaufwirtschaft geschaffen haben im Kleinen, vielleicht so ein bisschen wie WoNovia, die bauen, die verwalten, die machen die Grünflächen und bringen neue Objekte an den Markt und entwickeln aber auch für die öffentliche Hand und denen geht es super gut.

00:18:38: Das hat einerseits was mit den exogenen Faktoren zu tun, ich bin auch gleich durch, was kommt?

00:18:43: Zinsniveau und Materialkosten, das sind ja alles so, da kann man nicht viel dran machen, aber... Auf der anderen Seite haben wir auch das Thema Management.

00:18:52: Wie gehe ich denn mit diesen unsicheren Zeiten um?

00:18:54: Wie gehe ich mit Krisen um?

00:18:55: Wie gehe ich mit exogenen Faktoren um?

00:18:57: Und das sehen wir über alle Branchen hinweg.

00:18:59: Da trennt sich wirklich die Spreu vom Weizen.

00:19:02: Alle schimpfen auf die Politik, aber der Unternehmer selbst.

00:19:05: Die Leitung selbst muss natürlich auch mit schwierigen Zeiten umgehen können.

00:19:08: Es läuft ja nicht immer nur wie am Schnittchen oder am Strickchen wie auch immer.

00:19:14: Genau, das Wort habe ich gesucht.

00:19:17: Sondern es kommen ja auch stürmische... Das ist ja ein beliebtes Bild.

00:19:20: Und dann zeigt sich natürlich, habe ich vorgesorgt, habe ich einen guten Liquiditätsplan, steht all das, was ich mir vorgenommen habe, auch in solch unsicheren Zeiten noch auf soliden Füßen.

00:19:29: Und ja, ich glaube da, deswegen Rückkehr großer Markt.

00:19:34: Es ist super heterogen.

00:19:35: und von daher zu sagen, aus meiner Warte, das hat sich jetzt ins negative, positive, transparent, intransparent verändert.

00:19:41: Das kommt ganz darauf an.

00:19:42: Das ist die Juristenantwort.

00:19:44: Christoph, wie hast du denn so das ja aus dem Fernglas quasi betrachtet?

00:19:51: Ich bin ja nicht aus der Welt.

00:19:54: Für mich persönlich war es ein super Jahr, muss ich sagen.

00:19:56: Also es war super interessant.

00:19:58: Ich habe auch tatsächlich dann ein bisschen übertrieben, weil ich habe dann angefangen auch KI-Praxiskurs in den USA zu machen.

00:20:04: Und das war gigantisch interessant, einfach zu sehen, was da drüben gemacht wird und was da drüben auch eben Leute sich ausdenken.

00:20:11: hat dann angefangen auch in Deutschland mich mit Leuten zu vernetzen, zum Beispiel mit einem Senior Data Scientist von der Deutschen Telekom, der hat mir erzählt, was er gerade arbeitet und wie er hat Agenten ausprägt und mehrere Agenten und was sie damit machen.

00:20:24: Und das ist halt wirklich dann kein Geschwafel, sondern das ist dann echte Arbeit.

00:20:27: Das ist dann wirklich die Leute mit den größten Budgets, an welchen Themen die arbeiten und was sie machen.

00:20:32: Und das ist halt super interessant, weil ich denke, also für mich war das super inspirierend irgendwie.

00:20:36: Für die Familie war es super, auch um mich hat natürlich viel Zeit jetzt hier mit der Familie verbringen können.

00:20:42: Da draußen in der Wirtschaft ist das sicherlich schwierig.

00:20:45: Ich würde aber Patrick total zustimmen, das gehört leider dazu.

00:20:49: Und ich finde auch nicht, dass es so eine große Überraschung ist.

00:20:52: Also im Endeffekt war das klar, dass es dann Ungleichgewicht gibt.

00:20:57: Und das war auch schon wahrscheinlich von heute gesehen zehn Jahre zurück klar.

00:21:01: Und ich erinnere mich da an ein Innerefrühstück, wo dann auf der Explorial gesagt wurde, ja, im Aufschwung, da werden alle Boote halt nach oben gleichzeitig geschwemmt, sowieso.

00:21:12: Und aber nach unten hin gibt es da manche, die eher irgendwie auf dem Boden auflaufen, dann und die nicht mehr fahren können.

00:21:19: Also wenn das Wasser wieder weggeht und ich habe selbst auch mal bei der CFO Veranstaltung einen Impulsvortrag.

00:21:27: Gehalten und habe dann auch gesagt, pass auf, das hier ist ein Auslaufmodell.

00:21:31: Man kann nicht genau sagen, wann der Druck des Kapitals nachlässt, aber irgendwann wird er nachlassen und das ist ein Problem.

00:21:36: Und da hat Christian Schede noch mehr so federlich auf die Schulter geklopft.

00:21:39: Danach meinte, das kam ja von tief innen, wo ich meinte, ja, das ist meine feste Überzeugung.

00:21:43: Und das war damals auch schon absehbar.

00:21:45: Das ist irgendwann ändert.

00:21:46: Und jetzt tun viele so, ja, und hier die Inflation und der Russlandkrieg.

00:21:51: Vielleicht hätten wir, der Ukraine-Krieg hätte vielleicht nicht sein müssen, aber irgendwas anderes hätte es dann bewirkt und beendet.

00:21:58: Das war früher oder später zwangsläufig so.

00:22:01: Und darum muss ich jetzt sagen, dass das ist, glaube ich, dann, wenn man das akzeptiert und sagt, okay, ist halt so, das gehört dazu, wenn wir die Tatrik total beiflichten, dann ist es auch leichter damit umzugehen.

00:22:11: Und das ist sicherlich keine schöne Situation.

00:22:12: Und dass jetzt immer noch Unternehmen da, um die letzten Euros kämpfen und gucken, ob sie überleben können, das ist sicherlich blöd.

00:22:19: Und das tut mir auch tatsächlich für jeden Leid, der jetzt im Unternehmen arbeitet oder so ist.

00:22:22: Das ist keine schöne Lage.

00:22:25: Was mir aber ein bisschen Sorgen machen, das sieht man, finde ich, auch viel zu oft auf LinkedIn, sind dann eben die Miesmacher.

00:22:31: und die dann sagen, ah, das ist wirklich alles, ich weiß nicht, ob man hier auf dem Podcast fluchen darf, aber es ist wirklich alles Scheiße und gucken mal die Politik und was die jetzt schon wieder gemacht haben und die EU und wir sollten noch mal mehr so und wir müssen mal harte Hand und um ihr richtig durchgreifen und gucken.

00:22:50: Und ich kommentiere dann teilweise so ganz zahlhaft und sage so, ja.

00:22:53: Aber vielleicht ist es auch okay, wenn wir mal gucken, unter welchen Nebenbedingungen wir das besser machen.

00:22:57: Oder vielleicht lass uns mal irgendwie in der Arbeitsgruppe, schreibe ich auch dann, ohne das Namen zu nennen, auch bekannte Leute an, lass uns mal eine Arbeitsgruppe machen.

00:23:04: Vielleicht können wir ja mit einem Konzept kommen, was dann irgendwie Leuten Hoffnung gibt, dass wir es doch hinkriegen.

00:23:09: Weil das, was diese LinkedIn-Maschinerie gerade macht und auch auf anderen Netzwerken wahrscheinlich, ist den Leuten den Mut zu nehmen, dass es besser wird.

00:23:16: Und das ist desaströs.

00:23:17: Das ist so gefährlich.

00:23:18: Wenn wir aufhören zu denken, dass wir es besser hinkriegen können, dann sind wir kurz davor, hier das Licht auszuschalten und das ist wirklich, wirklich gefährlich.

00:23:26: Und dann nehme ich uns auch alle die Pflicht und wir jeden einzelnen von uns in jedem Gespräch, dass wir täglich führen, eines der Mantren bei uns jetzt in der Firma ist, unter welchen Nebenbedingungen kriegen wir es hin.

00:23:35: Das heißt nicht, dass wir es hinkriegen, aber wir versuchen halt hart zu fokussieren, unter welchen Nebenbedingungen ist es möglich, dass wir das hinkriegen.

00:23:42: Und dass wir so schön, wenn man das in irgendeiner Form auch mehr in der Gesellschaft machen würde, unter welchen Nebenbedingungen wird es besser?

00:23:47: Unter welchen Nebenbedingungen kriegen wir das hin?

00:23:50: Unter welchen Nebenbedingungen haben unsere Kinder später halt eine Umwelt, die sie halt nicht irgendwo vergiftet?

00:23:55: Und all das umher.

00:23:56: Das ist viel konstruktiver als zu sagen, das ist wirklich mies.

00:23:59: Und ihr habt jetzt noch hier gefühlt eine halbe Legislaturperiode, bevor ich in die Schweiz auswander, wo ich denke, das hilft keinen.

00:24:05: Das hilft überhaupt keinen.

00:24:07: Ja, ich meine, das ist so ein bisschen, das ist ja auch das Terrain, wie Patrick eben schon gesagt hat, auf dem wir uns in unserer Freizeit ganz gerne bewegen.

00:24:14: Wenn man da so die Politiker sieht und ich finde, es ist eine ganz, ganz große Diskrepanz, wenn man mit den Herrschaften, die da gerade in den politischen Ämtern ist, unter vier Augen spricht.

00:24:27: Ich weiß nicht, wie du das wahrnimmst, Patrick, und das, was dann in den Medien steht.

00:24:33: Also gerade bei den Parteien, denen wir jetzt so ein bisschen... sind, da kennen wir ja auch die Leute jetzt schon über Jahre, die jetzt gerade in diesen Ämtern sind und noch als sie in ihren ersten Ämtern sich quasi in der Regierung zurechtgefunden haben.

00:24:49: Dann kann man Dinge natürlich anders nachvollziehen, wenn man unter vier Augen spricht.

00:24:53: Aber wenn man dann sieht, was medial da teilweise auch draus gemacht wird, muss man sagen.

00:24:58: Also das eine ist, drücke etwas blöd aus und das andere ist, wie wird damit umgegangen?

00:25:03: Dann denke ich mir halt manchmal, boah, also man muss von außen auch manchmal einfach genau diese Verzweifeltheit, die du gerade beschreibst, die Leute bei LinkedIn dann nur noch in schwarz-weiß denken lassen.

00:25:12: Ich glaube, das ist grundsätzlich ein gesellschaftliches Thema, was wir gerade haben, dass wir nur noch schwarz-weiß können.

00:25:19: Dann muss man das ja teilweise auch so verstehen, aber wenn du die Leute dann kennst, weißt du, es ist eigentlich ganz anders.

00:25:27: Also,

00:25:29: da haben wir natürlich jetzt ein Fass aufgemacht.

00:25:31: Ich glaube, da könnte man hier die Eierruhe noch stellen und erst morgen früh die Zeit wieder ausmachen.

00:25:38: Wir sind in einer Phase, glaube ich, das ist so, ich versuche es mal aus meinem ganz subjektiven Blickwinkel auszubringen, weil du hast ja vorkommen recht, Janin.

00:25:47: Ich rede ja auch mit den Politikern und wir, das sind ja keine dummen oder Menschen, die sagen, wir wollen jetzt schaden und es ist immer so, ich habe in meinem Vortrag immer so im letzten Teil, das ist immer so der Bierzelt-Teil und wo man dann auch mal sagen kann, ne?

00:26:02: So, das läuft falsch und hier sehen wir jetzt immer die Frage, verstehen die es nicht?

00:26:07: oder setzen sie es nicht richtig um und so gehe ich dann auch da rein und alle.

00:26:13: dann sieht man so die Leute nicken auch ich war bei vielen auch beim wirtschaftsrat der CDU in anderen bundesländern und dann nicken die unternehmer ganz fleißig und sagen ja genau und dann sagen ja moment mal.

00:26:24: aber das ist ja nur ein drittel derer die wirklich was tun können.

00:26:30: klar die politik macht es so gut sie kann.

00:26:33: Davon gehe ich immer aus.

00:26:34: Ich bin ja Berufsoptimist, obwohl ich immer mit pessimistischen Themen zu tun habe.

00:26:37: Aber sie tun das, was sie denken, das am besten ist.

00:26:41: Selbst eine SPD.

00:26:43: Ich will jetzt ganz nahe treten, wo ich relativ weit von entfernt bin.

00:26:46: So kann ich das, glaube ich, darstellen.

00:26:47: Aber selbst die sagen ja nicht, wir wollen jetzt hier aktiv dem Land schaden.

00:26:51: Das glaube ich nicht.

00:26:53: Das sind halt andere Schulen.

00:26:54: Aber dann nicken die Unternehmen und sagen ja, die Politik, die Politik.

00:26:59: Und dann heißt es aber ja, Moment mal, guckt euch doch mal die Ikonen.

00:27:03: deutscher Wirtschaft an.

00:27:04: Guckt euch doch mal an, was unsere großen Unternehmen.

00:27:08: fangen wir an bei der Industrie Tüssenkrupp, Galleria Kerstatt-Kaufung.

00:27:14: Gucken wir auf Bosch, auf VW, auf die ganzen Automobilhersteller.

00:27:18: Das

00:27:18: sind alles

00:27:19: Erfolgsmodelle aus dem Kaiserreich oder die direkt nach dem Zweiten Weltkrieg irgendwann mal templiert wurden.

00:27:26: Stichwort Wirtschaftswunder Ludwig Erd, wunderbar.

00:27:28: Da ist man ins Kaufhaus gegangen.

00:27:31: Aber das sind alles alte Modelle, die sind veraltet.

00:27:35: Und dann sagen die, ja gut, so ein bisschen Selbstkritik.

00:27:38: Der Unternehmer hätte ja auch mal gucken können, wie sieht's denn, verdiene ich denn in zehn, in zwanzig Jahren noch mein Geld mit Miederbahnen auf einer großen Fläche im Kaufhaus?

00:27:47: Oder muss ich da vielleicht einen anderen Weg gehen, wenn ich schon sehe,

00:27:49: dieses komische

00:27:50: Internet kommt da.

00:27:51: Jetzt haben wir das gleich mit KI.

00:27:52: Dann haben wir die großen Industrie-Magnaten, wo wir top Ausgebildete, topverdienende Facharbeiter haben,

00:28:01: werden die

00:28:01: in zwanzig Jahren noch Elektromotoren bauen.

00:28:03: Das ist... Kann sein, aber... Die Sache ist die.

00:28:07: Ich muss doch als Unternehmer, egal ob CEO einer großen Company oder als Mittelständler mit drei, vier, fünf oder zehn Mitarbeitern, muss ich mein eigenes Geschäftsmodell auf dem Prüfstand stellen.

00:28:17: Dann nicken auch alle.

00:28:18: Und dann kommt aber der dritte Aspekt.

00:28:20: Und das ist ja Politik und Unternehmer gestalten Wirtschaft natürlich.

00:28:24: Aber es ist ja auch die komplette Gesellschaft, die, ich hasse das Wort, aber mir fällt kein Wessel sein, ein Mindset haben muss, mit dem ich wieder positiv, damit ich wieder Spaß am Erfolg habe.

00:28:35: Spaß am Niedergang.

00:28:37: So, und letztes Wort dazu, bevor ich mich hier in Rage rede, es ist aber wirklich so, wir haben eine ganz... Ich versuch's nur auf drei Aspekte zu machen.

00:28:47: Ich hab immer gelernt, drei Aspekte kann man sich gut merken.

00:28:49: Das eine ist, wir sind in einer unfassbaren Umbruchzeit, die letzten, ich sag mal, zwei Tausend Zehnen nach der Weltfinanzkrise bis Corona, diese zehn Jahre.

00:28:58: Da haben immer alle drüber geredet, ja, das ist ja die alte normale Zeit.

00:29:01: Ich glaube, das ist Quatsch, das ist die Ausnahme gewesen.

00:29:04: Das war eine Blasenzeit, wo gerade für Deutschland niedrige Zinsen, Globalisierung, Export lief wir im Schnüchen, weil wir Absatzmärkte hatten.

00:29:14: Da gab es noch keine Kriege, also da schon irgendwie, aber die haben uns nicht so nicht so getroffen.

00:29:19: Das trifft und diese Normalität, die eigentlich in der Welt da draußen ist, die trifft uns jetzt mit voller Wucht und alle sagen, hey, wie kann das denn sein?

00:29:27: Das hat doch zehn Jahre wunderbar funktioniert und jetzt auf einmal mit Zinsen und hier Krieg und und hier und da.

00:29:33: Und ich versuche immer, Leuten zu vermitteln, das ist aber die echte Welt.

00:29:37: So wird das die nächsten... Schätzungsweise fünfzig, sechszig, siebzig oder vielleicht auch für immer Jahre sein.

00:29:43: Es wird komplizierter und es wird viel fragmentierter und man muss sich viel mehr an Interessen lang hangeln, wo man vorher gesagt hat, ja das läuft schon irgendwie.

00:29:55: So jetzt weiß ich selber nicht wo ich angefangen habe, aber der Punkt ist glaube ich für so ein Politiker.

00:30:02: der sich jetzt da in die Bütt stellt und mir ganz ehrlich, wer von uns wollte diesen Job denn eigentlich machen?

00:30:07: Der muss sich da hinstellen und mit all dem Wissen, ich vermute und ich unterstelle, der weiß all das, was ich gerade in Kurzform so gesagt habe und wahrscheinlich noch viel mehr.

00:30:17: Und der muss sich da hinstellen und muss dann sozusagen Aussagen treffen und die Balance finden zwischen schonungslose Analyse.

00:30:24: Es geht schlecht mit dem Wirtschaftsstandort Deutschland.

00:30:26: Da gibt es ganz viele Gründe für die nicht nur in der Politik, nicht nur bei den Unternehmen und sonstwo zu finden sind.

00:30:31: Aber ich muss auch Hoffnung verbreiten, diesen Balanceakt hinzukriegen.

00:30:35: Das ist verdammt schwierig.

00:30:38: Und ja, ich will den sehen, der es wirklich bis jetzt sehr gut hinkriegt.

00:30:42: Ich würde da gerne vielleicht einmal kurz total beiflichten.

00:30:48: Ich glaube, es sind nicht nur die letzten zehn Jahre, die ungewöhnlich waren.

00:30:51: Ich glaube, das sind die letzten dreißig Jahre, die ungewöhnlich waren.

00:30:54: Wir haben halt eigentlich, wenn man mal überlegt, warum ist jeder von uns hier im Podcast heute?

00:30:58: Jeder von uns ist hier, weil irgendwie Zehntausend vor uns, es geschafft haben, nicht zu sterben und zu verhungern, bevor sozusagen die nächste Generation am Start ist.

00:31:10: Das heißt irgendwie, die haben schon relativ viel gut gemacht.

00:31:12: Aber wenn man mal überlegt, was heißt das denn?

00:31:13: Ich bin nur hier, weil wir praktisch so viele Generationen es geschafft haben, unter widrigsten Umständen, Seuchen, um die Hungersnöte Kriege zu überleben.

00:31:23: Und wir haben jetzt hier halt dreißig Jahre lang irgendwie eine Welt erlebt, die halt relativ, das ist natürlich immer unfair, weil es gab immer auf der Welt irgendwo Krisenherde, aber die bei uns zumindest relativ konfliktfrei war.

00:31:35: Und ich glaube auch, wir sind jetzt, das habe ich auch mit meiner Frau diskutieren, wir sind jetzt halt wieder in einer normalen Phase drin, da sind halt Feinschaften auf der Welt irgendwie, die betreffen uns inzwischen auch wieder.

00:31:46: Und das ist halt so, das haben aber Zehntausend Generationen vor uns auch hingekriegt.

00:31:49: Wir müssen uns halt jetzt nur irgendwie dann auf dieses Niveau wieder einstellen und sagen, das ist halt so, wir machen auf der Basis weiter und machen aus der Basis heraus, was gut ist.

00:31:56: Weil das ist ja immer das Ding, dass man erst akzeptiert, solange jeder sich dagegen wehrt, dass das die Realität ist, kommt eben diese Abneigung, kommt dieses Gegeneinander und das hilft halt nicht.

00:32:05: Also, ich würde das genau so sehen.

00:32:07: Ich glaube, die Menschen haben vor allen Dingen Angst vor Verzicht.

00:32:09: Also, sie haben halt seit... Der Nachkriegszeit ging es immer nur bergauf.

00:32:12: Es ging jeder Generation immer ein Stückchen besser als der davor.

00:32:15: Und jetzt muss ich erst mal als damit beschäftigen, dass das vielleicht nicht mehr so ist und verzicht, eine Generation beizubringen, die eigentlich im Überfluss gelebt hat.

00:32:22: Wir sind ja eigentlich alle satt mit dem, was wir haben.

00:32:25: Das ist, glaube ich, ein ganz dickes Brett, was dazu bohren ist.

00:32:27: Und dann zu vermitteln, und das müsste die Politik tun, zu sagen wirklich, jeder von uns, egal welche Schicht, jeder muss ein Stück weit verzichten, damit es irgendwann wieder zu einer normalen Situation kommt, in der wir... alle den Kühlschrank voll haben, aber vielleicht nicht mehr viermal im Jahr in Urlaub fahren, vielleicht nur noch einmal im Jahr in Urlaub fahren, wie das typisch so früher so üblich war.

00:32:47: Und diese Sattheit, das wieder abzuerziehen, das ist, glaube ich, ein ganz dickes Bett zu bohren.

00:32:53: Also es gab mal einen, der hat von späterömischer Dekadenz geredet.

00:32:56: in einem anderen Zusammenhang, kann man drüber streiten, aber eins ist unschuldig, dazu gibt es ja auch empirische Daten.

00:33:02: Wir haben eine Gesellschaft, die eraltert, wir haben eine Gesellschaft, die ist unheimlich... hat einen unheimlichen Wohlstand.

00:33:08: und aus dieser Komfortzone die Leute rauszukriegen und zu sagen, pass auf, entweder du musst jetzt wieder kämpfen, du musst wieder richtig im wahrsten Sinne des Wortes, du musst jeden Tag auch wirklich kämpfen, dann sagen, oh, martialische Sprache und wie kämpfen und wir müssen doch immer gucken und alle gleich und, nein, ich glaube, es sind viele Stellschrauben, wir können das hinkriegen, Christoph, wir können das hinkriegen, das ist... Das haben wir so oft geschafft, das ist ein ganz wichtiger Hinweis.

00:33:35: Wir sind nicht die ersten, die mit Widerigkeiten zu tun haben.

00:33:38: Da geht es dann nicht

00:33:39: um die,

00:33:39: gar nicht despezierlich gemeint, um das Rentenniveau oder um Sozial-Sicherung-Systeme.

00:33:43: Das gab es früher so in der Form, ja gar nicht, und die Leute haben ja trotzdem irgendwie geschafft.

00:33:47: Da wollen wir nicht wieder hin.

00:33:48: Aber um uns

00:33:49: auf diese

00:33:49: neue echte Zeit, die wir jetzt vor uns haben, einzustellen, da braucht es eben auch mal den Willen... gegen Schmerzen oder gegen Verzicht wieder etwas zu erschaffen.

00:34:01: Und gerade klammern wir uns mehr an das, was mal war, seien es die Gedanken oder die Erinnerung von früher, dass man sagt, das war doch alles so schön und da sind doch alle Leute aber in die Innenstadt gegangen und haben bei K-Stadt gekauft.

00:34:17: Also da gibt es ja ganz viele Beispiele.

00:34:19: Und ich glaube, dieser Prozess, und so langsam glaube ich aber auch, dass er eingesetzt hat, dass man realisiert, wir können nur unseren Wohlstand einigermaßen halten und auch unseren Kindern, ihr habt ja viel über gerade auch Kinder gesprochen, auch den Kindern eine gute Erde und einen guten Wohlstand und ein sicheres Land, können wir nur überlassen, wenn wir jetzt wieder anfangen, die Ärmel hochzukrümpeln, egal in welcher Form das geschieht, aber es muss geschehen, sonst werden wir das nicht halten

00:34:45: können.

00:34:45: Entschuldige, hast du den Eindruck, dass sich das ändert?

00:34:47: Ich hab das Gefühl, wir reden nur noch über vier Tage Woche und egal mit welchen Professor ich mich unterhalte, die sagen alle, wo.

00:34:52: die Qualität der Jungen und Mädels, die da kommen, ist jetzt nicht besonders.

00:34:55: Die haben alle jetzt nicht besonders dieses, ich krempel die Ärme hoch und jetzt geht's mal los und dann sind auf fünfzig Stunden noch ein normales Pense um die Woche.

00:35:04: Das sagen die mir alle.

00:35:05: Das ist jetzt völlig wertfrei.

00:35:09: Ganz, ganz kurz noch dazu.

00:35:12: Ich stelle das subjektiv auf fest und ich sehe auch, wenn man mal guckt, hier so nicht unbedingt bei uns, aber auch die Azubis von anderen oder auch die, die gerade am Studieren sind.

00:35:23: Meine Güte, also man sagt ja immer irgendwie, es wird immer schlimmer, aber ja tatsächlich ist diese Anspruchshaltung schon eine krasse.

00:35:31: Gleichzeitig wird halt gesagt, ja, das ist aber die Generation, die das erste Mal realisiert.

00:35:36: Wir haben wahrscheinlich deutlich weniger als unsere Eltern haben.

00:35:39: Früher war es ja immer andersrum.

00:35:40: dann kriegst du einen guten Job und mit dem guten Job verdienen zu viel Geld.

00:35:45: und dann kriegst du ein tolles Haus.

00:35:46: und mit dem tollen Haus, da holt sich dann noch ein Auto bei, wenn du das denn möchtest oder ein Karbonfahrrad von mir aus, aber dir geht es auf jeden Fall ein Stückchen besser.

00:35:53: Ob das jetzt mega viel ist, hat ein bisschen nachgelassen, aber das Niveau wird steigen.

00:35:57: und die glaube ich kapieren schon, dass es jetzt in die andere Richtung geht und dass das nicht so schnell ist, innerhalb von zwei Jahren wird das alles wieder hier alles Golden glänzen, sondern Wir müssen uns in der Welt zu Recht finden, die uns nicht unbedingt wohlgesonnen ist, mit unserem liberalen Demokratiegeräte, mit unserer Marktwirtschaft, mit unserem fernen Handel.

00:36:19: All das sind ja Aspekte, die haben bisher eine Auszeichnung, alle guckten und sagten, Mensch, guck dir Deutschland an, jetzt lachen viele auch über Deutschland, teilweise zu Recht, teilweise zu Unrecht, aber es ist nicht mehr unsere Welt und wir müssen unseren Platz da behaupten.

00:36:35: Ich bin auch jetzt durch mit den Kindern.

00:36:38: Ich glaube, das ist ein Prozess, der geht über Jahre.

00:36:40: Das zu verstehen und irgendwann kommen die, die das kapiert haben, da bin ich fest von überzeugt.

00:36:45: Sorry, jetzt wäre es, glaube ich, ein Dialog zwischen Patek und mir.

00:36:48: Das macht gar nichts.

00:36:49: Ihr müsst euren Platz erkennen.

00:36:51: jetzt in diesem Podcast.

00:36:54: Ich mache mal kurz ein Zeichen, das kann man natürlich im Podcast nicht so gut sehen, aber das ist zum Beispiel, ich merke, ich bin ein großer Fan meiner Frau, aber und da fände ich davon, ich mache mal kurz zwei.

00:37:03: Hände, die sozusagen mit Fäusten, mit den Unterflächen nach oben halt gehen.

00:37:06: Meine Frau sagt immer sowohl als auch zwei Hände voll.

00:37:09: Und wenn wir halt immer nur sagen, in der einen Hand haben wir den Verlust, den wir jetzt sozusagen erleiden, Dinge, die schlechter sind, das ist sicherlich richtig.

00:37:16: Aber das kriegen wir auch nicht vermittelt, wenn wir nicht gleichzeitig auch sagen, guck mal, was wir alles Gutes haben.

00:37:19: Wir sind, glaube ich, eine der gesündesten Generationen, die es in der Menschheitsgeschichte jemals gab.

00:37:22: Wir haben die besten medizinischen Mittel, die es in jeder Generation bis jetzt gab.

00:37:26: Mein Trauzeug hat ja letztens eine Blutvergiftung.

00:37:30: In den meisten anderen Ländern wird er daran gestorben, um wie hier nicht, um wie Punkt.

00:37:33: Wo ich denke, irgendwie super.

00:37:35: Und das ist ja irgendwie etwas, was man eben, und da gibt es viele andere Aspekte auch, wo man sagt, das ist ja gleichzeitig wahr.

00:37:43: Wo ich finde, wir müssen gucken, dass wir diese beiden vollen Hände, volle Herausforderungen, aber auch volle Dinge, die halt weiterhin gut sind, dass wir das halt haben und dass wir das beides eben beleuchten.

00:37:51: Ansonsten, wenn man nur sagt, um wie weißt du was, ich nehm dir was weg, um wie das ist ja... Das ist ja nichts, was fikkologisch bei den Leuten durchgeht in mich.

00:37:58: Mach mal ein Beispiel von Hirschhausen, der hat mal eine Show gehabt.

00:38:01: Da hat er mir in die erste Reihe gegangen, hat dem ersten zehn Euro gegeben.

00:38:04: Hat gesagt, ich fühl's sich, hat er gesagt, besser.

00:38:07: Hat er gesagt, super, geht zum nächsten, gibt ihm zwanzig Euro.

00:38:10: Und sagt, wie fühlst du dich?

00:38:11: Und dann sagt er mit den zwanzig Euro, ich fühle mich richtig cool.

00:38:15: Und dann sagt er, wahrscheinlich fühlst du dich jetzt irgendwie auch besser, weil du mehr gekriegt hast als der erste.

00:38:19: Das heißt, du fühlst dich wahrscheinlich sogar noch mal besser als der erste.

00:38:22: Dann geht er zum ersten zurück und dann fragt er, wie fühlst du dich denn jetzt?

00:38:25: Dann sagt er, ich fühle mich jetzt eigentlich schlechter.

00:38:27: Und dann sagt er, weißt du was, du fühlst dich jetzt schlechter als vor den zehn Euro.

00:38:31: Wenn denn den Leuten was wegnimmst, das ist nie gut.

00:38:33: Und wenn Leute das Gefühl haben, relativ gesehen sind sie schlechter als andere.

00:38:37: Aber das ist ja teilweise ein Konstrukt, das wir im Kopf haben.

00:38:39: Das stimmt ja auch nicht.

00:38:40: Wir sind immer noch eine wahnsinnig reiche Nation.

00:38:42: Und wir haben sicherlich Hausaufgaben, aber wir fangen ja nicht mittellos an, um zu sagen, wir gucken jetzt, wie wir irgendwo noch in einem... Also mein Onkel, das wir mal erzählt haben, kriegt, die haben teilweise Lebensmittel im Wald gesucht und haben dann vor, wenn sie irgendwo ein Vogel-Eier gefunden haben.

00:38:56: Das ist ja nicht die Realität bei uns.

00:38:58: Bei uns geht es ja besser, nur dass wir das eben nicht uns vorstellen können, wie schlimm es eigentlich sein könnte und was wir relativ gesehen haben.

00:39:04: Das würde ich ganz pädagogisch mal in die Runde stellen.

00:39:07: Ein letztes Wort dazu.

00:39:10: Das ist ja faszinierend.

00:39:11: Mir geht das ja genauso.

00:39:13: Ich rede viel mit meiner Frau darüber, wie es wäre, wenn man nicht... Wir sind ja zwei Menschen, sie arbeiten im Landtag, NRW, ich hier bei Kredito Form... Man ist sozusagen im Auge des Orkeans, wenn man so will.

00:39:25: Und man kriegt unheimlich viel Informationen mit, aber uns geht das Material gut

00:39:29: und

00:39:30: halbwegs gut.

00:39:34: Wie du schon sagst, Christoph... Es geht uns eigentlich,

00:39:36: wir sind gesünder,

00:39:37: wir sind reicher, wir sind alles mögliche.

00:39:40: Wenn man mal in die Geschichte zurückguckt, müssten wir uns eigentlich fantastisch fühlen.

00:39:43: Aber die Unzufriedenheit, auch das Thema Social Media, wenn man sich ständig vergleichen kann.

00:39:49: Das ist ein Riesenthema, gerade bei dieser Generation, die jetzt heranwächst, die niemals das Privileg hatte, ohne ein Handy mit Instagram rumlaufen zu können, sondern hey, wir treffen uns um fünfzehn Uhr gehen in den Wald und dann hat man sich irgendwas ausgedacht.

00:40:01: Mit der Fantasie, du kommst abends nach Hause, bist total kaputt.

00:40:04: Du bist geschafft, hast ein paar Schrammen, aber die geht es gut.

00:40:07: Also das war zumindest mein Gefühl.

00:40:09: Und wenn du heute mit all dem Wohlstand, all der Gesundheit, die du vermeintlich hast, die ganz weit auf den Handy startest, das geht es kein ins Haus für Mediaschälte.

00:40:17: Aber die Unzufriedenheit in dieser Generation ist, glaube ich, höher als bei vielen anderen, die deutlich weniger hatten.

00:40:24: deutlich unter widerigen Umständen leben

00:40:27: mussten

00:40:28: und da ist ja erstmal ein Paradoxon.

00:40:31: Die müssten ja glücklich sein, wie kleine Putten im Himmel.

00:40:35: Die müssten ja den ganzen Tag aus dem Lachen nicht mehr rauskommen, aber das Gegenteil ist der Fall.

00:40:39: Und vielleicht ist auch das ein Ansatz, dass man sagt, wir sind einfach über das Wohlstands- oder Gesundheits- oder Zufriedenheitsvermeidlichen Zufriedenheitsziel hinausgeschossen und weniger ist vielleicht wirklich mehr.

00:40:51: Und wisst ihr was der größte, das ist der letzte Satz von mir dazu.

00:40:53: Der größte Fehler war in meiner Ansicht nach, war die Abschaffung der Wehrpflicht.

00:40:58: Nicht in Form der Bundeswehr, sondern der Form eines.

00:41:01: jeder Mensch sollte ein Jahr lang Dienst an der Gesellschaft machen.

00:41:06: Und das hat mir als jung Menschen total viel gebracht.

00:41:08: Es hat total die Augen geöffnet.

00:41:09: Ich war bei der Marine, bin nach Afrika gefahren, war im Ghana, Senegal und so.

00:41:13: Das hat einem so die Augen geöffnet.

00:41:15: Erst mal musste man sich mit den eigenen gesellschaftlichen Schichten, die es so in Deutschland gibt, auseinandersetzen.

00:41:20: der Schwabe tickt halt anders als der Sachse und auch der aus einem Hartz-IV-Haushalt tickt halt anders als der, der irgendwie mit einem Bentley vorgefahren kommt.

00:41:29: Trotzdem treffen sich dort alle und müssen miteinander eine Basis finden und miteinander auf Augenhöhe zu kommunizieren.

00:41:34: Und das hat die Generation, die das nicht mehr machen musste, total verlernt.

00:41:38: Du musst nicht zum Bund gehen oder so, das ist alles gut.

00:41:40: Aber du ein Jahr lang dienst an der Gesellschaft THW, wo auch immer.

00:41:44: Das würde die Leute unheimlich erden.

00:41:47: Ich habe das nochmal gemacht, da habe ich mich zum... Ich habe auch eine berufliche Pause gemacht, ähnlich wie du Christoph, und habe mich dann Tim Sterberbebegleiter ausbilden lassen im Hospiz.

00:41:55: Und das erdet einer nochmal so...

00:41:57: weil es

00:41:58: andere Werte vermittelt als Instagram.

00:42:01: Und der hat aber mehr als ich.

00:42:02: Und das ist genau das Beispiel, wenn du sagst, die leben ja, wir werden ja erzogen zu einer Neidgesellschaft.

00:42:07: Der hat mehr als ich.

00:42:09: Wie kriege ich es hin, dass ich mehr habe als der, damit ich besser bin als der.

00:42:12: Und das finde ich ein grausames Gefühl, in dem wir sind.

00:42:15: Deswegen bin ich total dafür, dass wir wieder so eine Art gesellschaftliches Pflichtjahr einführen.

00:42:20: Ich glaube, es würde uns allen sehr, sehr gut tun.

00:42:23: Ja, und es wird halt eben auch nix, wenn es keine Pflicht ist.

00:42:25: Also ich hab mich damals, als ich zum Bund musste, fand ich auch nicht so geil, ne?

00:42:29: Scheiß Frisur.

00:42:30: Und dann musste auch mit Leuten zurechtkommen, die da auch nicht so super finden, sondern dann haben die geschneicht auf der Stube.

00:42:34: und da musste ich im Biwak, nicht im Winter, sondern dreißig Grad, die flogen den Mücken um die Ohren, fand ich blöd.

00:42:40: Aber jetzt im Nachhinein muss ich sagen, ja, das hat mir wirklich was gebracht.

00:42:47: nicht vielleicht so die Zeit dann hinterher im Stab, aber diese Grundausbildungszeit war unheimlich gut.

00:42:53: Und finde ich auch gut, wie jeder wieder will, aber dass man einfach ein bisschen was abgibt und das ist ja für die Mensch, das ist ja für die Gesellschaft einerseits, aber ich finde genau das, was du gesagt hast oder ihr beiden.

00:43:06: Man wird geerdet und man lernt.

00:43:09: Persönlichkeitsreifung, ist glaube ich dieses Ding.

00:43:11: Man reift einfach an den Widerständen, die man hat, vielleicht die eigene Komfortsonne zu verlassen, mit Menschen da zu sein, die man vielleicht gar nicht so mit dem man kein Bier trinken würde, aber man muss es.

00:43:20: Und das bringt einen persönlich weiter.

00:43:23: Jetzt muss Thomas mal was sagen.

00:43:24: Ich wollte sagen, ich habe jetzt, glaube ich,

00:43:26: schon seit einem Minuten so gehört, dass ich

00:43:29: meine Reflexion des Jahres gegeben habe, in dem ich dieses Jahr mehr zugehört habe als geredet habe.

00:43:35: Ich glaube, ich bin aber schon von der harten Kante, muss ich ganz offen sagen, als ich euch beiden zugehört habe, ich stimme euch zu hundert Prozent zu.

00:43:40: Ich gräse aber noch ein bisschen weiter, weil ich bin eher aus der Kategorie mal vor die Stirn hauen und danach wieder dementsprechend wachritteln.

00:43:47: Ich glaube schon, dass wir ein bisschen Bashing machen können, weil wenn wir uns das Ganze als Clash of Generations vorstellen können, es ist ja wirklich so, ich meine, André, du hast jetzt gerade angesprochen, für mich ist das wie eine Reintegration oder... Ja, wirklich Reintegration in die Sozialkultur.

00:44:01: Und das gibt es heute nicht mehr.

00:44:02: Ja, das heißt, wir fördern nur noch dieses Thema Social Media in Bezug auf Vergleichsgesellschaft, die wir haben.

00:44:08: Und das fördert psychologisch ganz klar negative Aspekte.

00:44:11: Und wir haben keine unvertetives Denken mehr.

00:44:13: Das heißt, ich würde ganz klar zusammenfassen, was Christoph gesagt hat, ich würde sogar einen drauflegen und sagen, trotz aller Widrigkeiten dieses Mindset brauchen wir.

00:44:20: Ja, dass wir sagen, jetzt erst recht, wir zeigen trotzdem, dass wir es machen können, weil diese Opferhaltung, die wir haben, daran ersticke ich fast.

00:44:43: Äh... Wiedrigkeiten trotzdem Erfolge vorweisen können oder Premium-Dienstleistung beim Kunden erarbeiten.

00:45:03: Das ist es meins auch und deswegen kann ich dir auch Patrick ganz offen sagen.

00:45:08: Natürlich schießt man dann gegen die Politik, weil ich finde Hoffnung machen und ein gutes Bild abnehmen oder mal offen und ehrlich kommunizieren und trotzdem die Leute einfangen.

00:45:18: Das ist die Kunst heutzutage zu sagen, Leute, wir müssen mal Muster aufbrechen oder auch Gesellschaftsthemen wie dieser Sozialstaat.

00:45:25: Ihr könnt mir bitte nicht erzählen, dass die Sozialstaat noch haltbar ist, wenn wir nur eine ältere Generation

00:45:28: haben

00:45:29: und dann die junge Generation sagt, wofür soll ich das denn

00:45:32: tun?

00:45:33: Wofür soll ich denn für jemand anderen arbeiten, die jetzt Gelder keine Ahnung wo hin gepackt haben und uns aber nicht supporten oder uns gewisse Möglichkeiten geben, dass wir andere innovative Ideen in den Wirtschaftskreislauf bringen?

00:45:44: Ja, und da bin ich ein Stück weit so ein bisschen semi oder zurückhalten, dass ich ganz klar sage, ja, es ist schon Fingerpointing.

00:45:51: Und da würde ich mir ein Stück weit auch von der politischen Ebene wünschen, zu sagen, hey, wir müssen mal fundamental an gewissenen Ebenen, Dinge aufbrechen und Systemlandschaft neu denken.

00:46:00: Ja, weil ich kann euch ein Thema noch mit einem Beispiel sagen.

00:46:03: Der größte Zuwachs an einer Arbeitgruppe ist das Beamtentum gewesen.

00:46:07: Also und das ist dieses Farmermentalität.

00:46:10: Ich gehe den einfachen Weg.

00:46:11: Ich möchte meine Pension haben.

00:46:13: Und ich habe von niemandem der Beamten gehört, hey Leute, wir geben mal was an die Kultur zurück und kürzen die Diäten mal um dreißig Prozent, damit wir die Gelder mal zurückbekommen.

00:46:22: Also versteht ihr dieses Paradoxon, wie Patrik gesagt hat, das ist mir einfach nur fake.

00:46:27: Das ist mir einfach nur viel zu viel gelaber.

00:46:30: Ich möchte jemanden für mich gewinnen, damit ich die Masse hinter mir habe, aber das ist nur orenoberflächlich.

00:46:34: Und hinter mir bin ich dann ein Stück weit im Hinterstübstein, wo ich sage, ah, vielleicht schauen wir uns das Thema mal an, irgendwie komme ich über die Periode, dass ich da ein Stück weit noch abgesichert bin.

00:46:43: Also ich möchte mehr Unternehmer, Innovationsgeist dann auch wirklich wahrhaftig und authentisch haben und auch im Tiefgang, dass wir Dinge verändern und uns diesen New Normal Wohlstand auch weiterhin leisten können.

00:46:55: Ich bin vollkommen bei euch mit Verzicht, mit allem drum und dran, aber wir haben halt einfach einen Reichtum, wo wir keine Wertschätzung, kein Respekt und sonstiges mal haben und auch nicht an die anderen Generationen denken.

00:47:05: Schaut doch mal, wie wir mit älteren Leuten umgehen.

00:47:06: Wenn ich mal rausgehe, keiner steht mehr in der Bahn mehr auf, in der Sozialraupe, wie wir sie doch nennen.

00:47:11: Ja?

00:47:11: Keiner steht mehr auf für die ältere Generation, um einfach mal Platz frei zu machen.

00:47:15: Sagst du irgendwas, kriegst du noch ein freches Wort?

00:47:17: Also früher hätte ich auf die Schnüsse bekommen.

00:47:19: In meiner Gegend über mehrere Generationen zu sagen, wie gehst du hier mit älteren Leuten um?

00:47:23: Jetzt musst du aufpassen, dass irgendein Messer gezückt wird.

00:47:25: Da kannst du jemanden nicht aus dem Fenster schmeißen.

00:47:27: Wisst ihr, was ich meine?

00:47:28: Ich überkreibe jetzt gerade mal ein bisschen.

00:47:29: Okay, jetzt haben wir die gute

00:47:31: Frustration von Thomas.

00:47:32: In einer Woche ist heilig Abend, man merkt es gar nicht.

00:47:34: Ich

00:47:36: wollte da sagen, Thomas, können wir aber raus schneiden, oder?

00:47:38: Nein,

00:47:40: nein, nein, nein, nein, nein.

00:47:41: Ich finde das ganz, ich finde das ganz fantastisch, weil wir haben, das merke ich auch immer wieder an mir, weil ich bin kein Politiker, aber man, man wird schon ein Stück weit genötigt, immer diese füchterliche Sprache zu gebrauchen, die keinen vor den Kopf stößt.

00:47:55: Und ich bin schon jemand hier, der das eher, ich sag mal, legär handhabt und scheue mich da auch nicht vor.

00:48:02: Nein, man muss nicht nur die Politik baschen, man muss eigentlich auch die Gesellschaft und die Unternehmer baschen.

00:48:06: Das ist das Ding.

00:48:07: Also, weil viele einfach in dieser Welt einfach verortet sind und man hat einfach das Gefühl, es kommt einfach nicht mehr bei den Leuten an.

00:48:15: Jeder sagt, er weiß alles, worum es geht, aber richtig ankommt, tut es nicht.

00:48:23: Ich glaube aber auch die Medien, die Medien erziehen aber auch viele in dieser Mediengesellschaft, in der wir zweifelsohne sind.

00:48:29: Jeder Schnipsel wird irgendwie rausgezogen.

00:48:31: Dann ist das sofort ein Skandal, wenn einer über das Stadtbild redet.

00:48:34: So, das ist Semantik, das ist verdammte Semantik.

00:48:38: Ja, möglicherweise passt das einem dem einen oder anderen nicht.

00:48:41: Aber wir hängen uns an Dingen auf und ignorieren die Probleme.

00:48:46: Und das ist doch das Problem.

00:48:47: Wenn die Semantik wichtiger ist als das Sachproblem.

00:48:50: Und das kann man auf alles übertragen.

00:48:52: Vielen Dank.

00:48:54: Ich bin da komplett im Boot bei euch, das wisst ihr ja.

00:48:58: Ich bin nur ein großer Freund davon, das anzupacken, wo ich auch wirklich das Gefühl habe, ich kann was ändern, weil das große Gesamtproblem habe ich eben schon beschriebene.

00:49:06: Hilft es dann immer mal wieder mit dem ein oder anderen zu sprechen, um das vielleicht für sich noch mal einzuordnen, aber natürlich frustriert das.

00:49:11: All die Themen, die ihr aufgeschlüsselt habt jetzt und auch das ganze Thema Renten, was in den letzten Wochen sehr in den Medien war und wenn man dann mitbekommt, okay, was ist in der Presse, was geht dahinter und wer will eigentlich welchen Sport?

00:49:24: oder halt eben auch nicht.

00:49:25: Das ist persönlich menschlich, fragt man sich manchmal, wie kann es denn eigentlich eigentlich so sein.

00:49:30: Aber ich glaube, wenn wir immer nur in diese Richtung beschen, dann hilft uns was nicht und dann probiert ich das auch bewusst.

00:49:37: Und wenn wir meine Frage

00:49:39: so mal in die Runde,

00:49:40: was tut ihr denn im Jahr zwanzig, um vielleicht in eurer kleinen Bubble das ein bisschen besser zu machen, was wir alles gerade benannt

00:49:49: haben.

00:49:51: Ich nehme Christophs Worte zu Herzen, ehrlich gesagt, ja.

00:49:54: Man muss mehr positiv, weil ich mich durchaus ab und zu erkannt habe in diesem draufhauen Negativsein.

00:49:59: Na klar ist das auch ein Stück weit, dieses journalistische, das kannst du ja nicht von weg, aber man ist dann auch wieder davon umgeben.

00:50:05: Ich war letzte Woche auf einer Veranstaltung, war ein ehemaliger Bundesbank Vorstand und er sagte, von einer versammelten Journalistenmannschaft haut mehr drauf, sagt er, ne?

00:50:15: Sagt mir die Wahrheit, geht mehr nach vorne, geht raus, seid offensiver.

00:50:19: Wir müssen den Finger immer wieder in die Wunde legen, damit Bürokraten Bürokratie abbauen.

00:50:25: Und das wird schon schwer genug sein.

00:50:28: Letzte Woche habe ich irgendwo eine Zahl gehört, dass allein in den letzten Jahren, dreihundertdreißig tausend Jobs nur in Verwaltung entstanden sind, um regulatorisch einzuhalten.

00:50:37: Da muss man immer wieder auch bohren.

00:50:38: Natürlich muss man auch immer wieder als Unternehmer.

00:50:40: Ich bin zum Glück keiner.

00:50:42: Ich finde, das ist ein schwerer Job.

00:50:44: Lücke, wie kann ich positiv mit einem Team, mit einem positiven Spirit nach vorne gehen, wenn ich aber immer wieder vor irgendeine Wand laufe?

00:50:52: und diese Wende einzureißen ist ein Stück weit wahrscheinlich auch unser Job, aber ich nehme trotzdem die Worte von Christoph zu Herzen und so sagen nächste Woche, nächstes Jahr mal mehr zu zeigen, was alles möglich ist.

00:51:01: Wir machen das übrigens beim Immobilienmanager und wir positionieren uns bewusst so, dass wir sagen wollen, was ist denn, was ist denn alles möglich?

00:51:07: Ich muss hier werben, bevor Christoph es auch noch macht, denn mich interessiert natürlich auch, was du für ein Start-up hast.

00:51:11: Aber ich nehme mir ein bisschen Christophs Worte zu Herzen.

00:51:13: Ich versuche nächstes Jahr ein bisschen positiver zu sein.

00:51:16: Das ist auch gut für euch, Stannin und Thomas.

00:51:19: Das

00:51:20: ist zwar ein bisschen rausgebrochen, aber mir geht es eigentlich nur darum, dass ich ein Stück weit einfach... Ich bin vollkommen bei Patrick.

00:51:26: Es geht um Semantik.

00:51:27: Ich würde mir wünschen, dass wir wieder Führung enablen.

00:51:30: Dass wir Führung zulassen, statt es zu cannibalisieren.

00:51:33: Wie Patrick gerade gesagt hat, dass wir wirklich mal ein Standing haben, dass wir auch Autoritätspersonen wieder respektieren.

00:51:38: Und nicht jeder, der mal wirklich einen anderen Weg gehen möchte, sofort irgendwie medial oder egal wo zerfleischten.

00:51:42: Das geht im kleinen Bubble, wie Janine es gesagt hat.

00:51:45: Ich werde definitiv mal meine Analyse machen in Bezug auf gewisse Führungsstile, die wir haben und einfach auch vielleicht da ein komplett neuen Führungsstil für mich oder für unsere Organisationen dementsprechend darstellt.

00:51:56: Das ist, glaube ich, auf jeden Fall mein Thema, um wirklich dieses Thema nicht nur als Unternehmer die ganze Zeit als Mülleimer zu fungieren von allen negativen Themen, sondern wirklich einfach hier eine, ja, wie sagt man, Reflektion auch als Ökosystem darzustellen und zu sagen, wie gehen wir die Sachen?

00:52:13: Wie schaffen wir es trotzdem?

00:52:22: Die Resilienz der Transformation und so weiter.

00:52:26: Christoph, was nimmst du mit ins nächste Jahr?

00:52:28: Wie schaffst du es positivem Spült in einem, das wird sicherlich immer noch ein schwieriges Jahr werden nächstes Jahr, wie sei denn du sagst mir jetzt, du machst ein Startup in einem völlig anderen Bereich, du hast mit uns eigentlich gar nichts mit zu tun?

00:52:40: Nee, so ist es nicht.

00:52:42: Wie viel Zeit haben wir noch?

00:52:42: Weil ich würde gerne noch eine Geschichte voranstellen.

00:52:44: Gerne.

00:52:46: Wir haben kein Zeitlimit.

00:52:50: Nicht raus.

00:52:52: Ne, ne.

00:52:54: Genau, ich könnte die Geschichte, wenn ihr euch nicht gefällt, könnt ihr die da wegmachen.

00:52:57: Ne, alles gut.

00:52:58: Wir lassen das alles wegmachen.

00:52:59: Also mein Vater hat Kinderbücher gesammelt und mein Großvater auch.

00:53:03: Bin ich also mit vielen Geschichten groß geworden.

00:53:05: Das war bei uns immer wichtig.

00:53:07: Und das versuchen wir auch zum Teil weiterzugeben.

00:53:09: Es gibt halt bei Momo, ich weiß nicht, wer das kennt, von Michael Ende, der verschiedene Figuren.

00:53:14: Und es gibt halt eine Figur, die heißt Beppo Straßenkehrer.

00:53:18: Und Beppo Straßenkehrer, der wird gefragt, wie schaffst du es denn, die ganze Straße zu fegen, wenn du die Straße vor dir hast und alles ist schmutzig?

00:53:29: Dass du dann nicht irgendwie dann den Besen hinschmeißt und nach Hause gehst, weil es so viel Arbeit ist.

00:53:33: Und dann sagt er, ich kehre immer nur den Teil, der direkt vor meinen Füßen liegt.

00:53:38: Und das ist, glaube ich, ein bisschen der Punkt.

00:53:40: Wenn jeder von uns den Teil kehren würde, der direkt vor unseren Füßen liegt, dann muss nicht die ganze Welt retten.

00:53:45: Dann muss nur, und das ist ja eine gute Frage, die ihr gerade stellt, ein bisschen das kehren, was direkt vor der eigenen Nase ist.

00:53:51: Und natürlich ist es jetzt naheliegend, dass, ob wir es schaffen werden, alle Eltern machen irgendwelche Dinge nicht richtig, dass wir gucken, dass wir mit unseren, für unsere Kinder da halt irgendwo nicht die richtigen Erziehen, sondern denen ermöglichen halt ein wirksamer Mensch zu sein und ein glücklicher Mensch.

00:54:07: Das würde ich glaube ich sagen, das ist ein wichtiger Punkt und da werden alle Generationen irgendwas falsch machen, weil sie dann versuchen den Schwerpunkt anders zu setzen als die früheren Generationen.

00:54:16: Das ist glaube ich der private Aspekt.

00:54:20: Ich habe zwei Missionen, die ich mir so ein bisschen stelle im beruflichen Kontext über eine Nähe vom Beruf.

00:54:25: Einmal ist das sicherlich das Thema Nachhaltigkeit, das finde ich wichtig.

00:54:28: Wir machen energetische Sanierung von mehr Familienhäusern, machen wir komplett aus einer Hand von der ersten Idee bis zum kompletten Umgesetzt haben, den GU gesteuert haben und dann alles fertig gemacht haben.

00:54:40: Da haben wir uns relativ hohe Ziele gesetzt und ich mache das eben auch, dass es für mich auch ein bisschen nach Hause kommen.

00:54:45: Weil meine Mutter war eben bei Greenpeace, habe ich noch gar nicht erzählt, eine der Personen der ersten Stunde, als das in den Anfang der Achtzig an Deutschland losgegangen ist.

00:54:54: Und da habe ich in den Achtzigern schon immer relativ viel erlebt, was man verbessern kann, dass es möglich ist, Dinge zu verändern, wenn man nur fest dran glaubt.

00:55:02: Und es ist egal, ob man jetzt sofort vorankommt oder nächstes Jahr oder übernächstes Jahr, Hauptsache, man ist in die Richtung gegangen.

00:55:09: Also, meine Mutter hat ja nie gesehen, dass sie irgendeine Vogelart gerettet hat oder irgendwelche Menschen, die ins Schlecht gehen, sondern die hat nur gesagt, okay, ich gebe was rein und das wird schon irgendwo eine Veränderung auswirken.

00:55:18: Und jetzt versuche ich halt hier ... im kleinen Teil mit dem Thema und Ensa, also eine logische Sanierung, so heißt die Firma und Ensa, eben da ein bisschen was reinzugeben und da ein bisschen eben was zu verändern.

00:55:30: Und das machen wir, da sehen wir zumindest Haus für Haus, dass wir Dinge verändern, das ist schon mal gut.

00:55:34: Und das Zweite, und ich glaube, das ist ein soziales Problem, was die meisten sich noch gar nicht so vor Augen führen, ist, dass ich eben versuche, auch dieses KI und IT-Wissen.

00:55:42: weiterzugeben.

00:55:43: Ich versuche das in Unternehmen zu geben.

00:55:44: Ich habe eben noch so ein kleines, ein kleines Standbein, das nennt sich Core Horizons und macht das teilweise Firmprogramm in Unternehmen, erzählt denen, wie sie sich digital transformieren sollen.

00:55:53: Hab bei der GIF die Kompetenzgruppe Digitale Transformation gegründet mit der Web-Laufhausen bauen.

00:55:58: Das machen wir eben alles ehrenamtlich für Unternehmen, damit sie eben nicht an den typischen sieben Todesfaktoren halt in ihren Digitalisierungen kreppieren.

00:56:06: Das geht nämlich da die sieben Sachen, die gehen eigentlich meistens schief.

00:56:09: Und jetzt machen sich Leute nicht bewusst, dass es eben keine technologischen Faktoren sind.

00:56:12: Das ist Kultur, das ist Personal, das ist Daten, das ist Prozesse.

00:56:15: Das sind solche Themen, an denen Digitalisierung eben stirbt.

00:56:19: Und ich glaube, wir machen uns nicht bewusst, wie sehr KI uns die Gesellschaft durcheinanderwirbeln wird und wie sehr das Leute richtig, richtig anfressen wird.

00:56:28: Da ist, glaube ich, das, was wir aktuelle, als generelle gesellschaftliche Stimmung haben, nichts dagegen, wenn es halt nur genügend Verlierer gibt von Technologie.

00:56:35: wenn man da nicht irgendwie genau aufpasst.

00:56:37: Und der Einzige, der das wirklich als Hebel in der Hand hat, sind aus meiner Sicht die Unternehmen.

00:56:41: Das wird der Staat nicht machen.

00:56:42: Das wird dann die Familien nicht machen, dass sie sagen, oh, toll, Papa, dass du jetzt hier am Wochenende noch ein bisschen KI lernst.

00:56:48: Großartig.

00:56:49: Lern doch mal den zweiten Tag gleich noch mit.

00:56:51: Ich glaube, das klappt nur, wenn die Unternehmen sagen, wisst ihr was, das ist für uns wichtig.

00:56:55: Und wir müssen jetzt unsere Mitarbeitenden mitnehmen.

00:56:57: Wir müssen denen ermöglichen, KI zu lernen und um alles sich da anzueignen.

00:57:02: So werden sie das wollen, weil die Alternative wäre, später Leute auf die Straße zu setzen und durch Leute zu ersetzen, die man halt irgendwie dann fertig einkauft.

00:57:09: Und das geht halt nicht.

00:57:10: Darum versuche ich eben auch Gesellschaften und jetzt ein bisschen da meinen kleinen Teil reinzugeben, dass sich halt Unternehmen halt helfen, sich zu digitalisieren und damit ihre Mitarbeiter zu digitalisieren.

00:57:20: Weil ich glaube, die Alternative ist in zehn Jahren ziemlich stark.

00:57:24: Und das sind so die Punkte, die ich halt mache.

00:57:27: Patrick.

00:57:31: Ja, ich werde natürlich die komplette Welt verändern, in dem ich neben meinem Job und neben einem anderen noch einen... Ja, weil ich noch nicht, muss ich mal gucken.

00:57:40: Das stellt sich dann raus.

00:57:41: Also ich gründe auf jeden Fall mindestens drei Startups, die das CO²-Problem lösen.

00:57:45: Nein, Spaß natürlich nicht.

00:57:47: Es wäre geil, wenn, aber ist nicht so, das weiß ich.

00:57:51: Der Ansatz, den ihr nennt, ist natürlich super gut.

00:57:53: Also vor der eigenen Haustür kehren und dem kleinen das gute befeuern.

00:57:57: Ich muss sagen, ich gehe eigentlich total positiv in den Jahr, von dem ich jetzt schon weiß, dass es unfassbar anstrengend und voller Krisen sein wird.

00:58:06: Es wird so sein, weil, also nach allem, was man weiß, hier im kleinen Forschungsbereich bei Kreditreform sehen wir das in den Zahlen und wir haben ja unsere Pognosemodelle und auch wenn die nicht so hundertprozentig kommen, aber es wird, es wird, es wird, es wird, es wird, es wird, es wird, es wird, es wird, es wird, es wird, es wird, es wird, es wird, es wird, es wird, es wird, es wird, es wird, es wird, es wird, es wird, es wird, es wird, es wird, es wird, es wird, es wird, es wird, es wird, es wird, es wird, es wird, es wird, es wird, es wird, es wird, es wird, es wird, es wird, es wird, es wird, es wird, es mir den Spaß gemacht und hat mir mal die Titel meiner Vorträge von im Jahr zum Jahr ist.

00:58:32: Ich komme mittlerweile so ein bisschen, fehlen mir langsam die Worte, und zwar wortwörtlich, denn das eine war Schicksalsjahr, das andere das Zäsurjahr, das andere das so.

00:58:43: Also irgendwo die Steigerung fehlt mir mittlerweile, um zu benennen, wie krass das nächste Jahr sein wird, welche Weichen dargestellt werden.

00:58:51: Und ich hatte immer den Druck, auch zu sagen, okay, ich muss das würdigen.

00:58:56: Ich muss diese außergewöhnlichen Zeiten mit mehr Arbeit, mit mehr Dramatik, ich muss das würdigen.

00:59:03: Ich muss den Leuten begreiflich machen, was da eigentlich gerade passiert.

00:59:06: Und ich bin jetzt hier ein paar Tage vor Weihnachten, zwanzig, zwanzig und ich freue mich auf das nächste Jahr.

00:59:13: nicht, weil ich neue Worte aus dem Lexikon gefischt habe, sondern ich freue mich deswegen, weil ich habe weiß gar nicht mehr, wer es war, so en passant, ein Podcast gehört, da sagte einer, ja, alle regen sich auf und alles wird schlechter.

00:59:25: Ne, ich freue mich drüber, ich sitze auf dem Beifahrersitz der Geschichte in einer tollen Position, auch jemand, der aus dem Medienbereich kommt, sagt, was ist denn das für ein Privileg, bitte, dass man diese guten und schlechten, diese ganzen Entwicklungen, dass man die sich angucken kann, Und ist jetzt nicht Friedrich Merz oder wäre auch immer ein Muster eingreifen, sondern man hat es relativ komfortabel, ganz egoistisch aus der Perspektive diese Dinge zu kommentieren, diese Dinge auch zu sehen.

00:59:52: und jetzt kommt das positive natürlich auch zu versuchen mit mehr Erkenntnis und das ist jetzt in meinem Fall, ich kann nichts, mache kein Unternehmen auf, aber ich kann mit Erkenntnis vielleicht versuchen, so ein bisschen die Leute in die richtige Richtung zu bringen, so ein ganz ganz kleines bisschen.

01:00:09: Und ich freue mich da irgendwie drauf, weil ich weiß, das wird natürlich nicht das Land retten oder die Welt, aber für mich in meinem kleinen Kosmos gehe ich da total irgendwie auch zufrieden rein, damit, dass ich an dieser krassen Zeit teilnehme.

01:00:22: Denn gucken wir mal, wir haben ja ein paar Mal das Stichwort KI gehabt.

01:00:27: Was das für eine... unfassende Umwelt zu bringen wird.

01:00:31: Man sieht die negativen Seiten, man sieht Jobs in Gefahr, man sieht die Kinder, die vor dem Bildschirm hängen und Social Media und die gehen nicht mehr in den Wald.

01:00:39: Aber wir sehen das Positive, das kommt ja.

01:00:42: Und ich bin super gespannt einfach darauf und bin irgendwo froh, dass ich mir die Neugier auf diese Zukunft bewahrt habe und ich sehe die keinesfalls.

01:00:51: Nur negativ überhaupt nicht.

01:00:52: Ich sehe einfach, das ist ein super spannender, spannendes Scheißwort.

01:00:56: Aber es ist ein spannender Prozess, durch den unser Land und durch den die Welt geht.

01:01:02: Und da Teil von zu sein, das ist ein Privileg und das finde ich gut.

01:01:06: Und natürlich, was Gutes tue ich auch.

01:01:08: Wir haben zwar keine Kinder, aber wir haben ja Eichhörnchen, die kommen jeden Morgen.

01:01:12: Die haben so zwei Fütterungszeiten.

01:01:14: Die erste ist so zwischen, ja, so acht und dreißig bis zehn Uhr.

01:01:17: Die kommen bei uns an die Terrassentür und kriegen die, ich werde immer ausgelacht dafür, aber ich knack die in die Nüsse, damit die, ich mag das gerne, wenn die direkt fressen und nicht irgendwo verbunden sind im Garten.

01:01:27: Da sind schon tausende Nüsse gelandet.

01:01:30: Dann gauf ich mir die immer irgendwo in Polen, da gibt es diese Nüsse für einen Haselnüsse, mögen sie am liebsten.

01:01:35: Und ich freue mich da so unfassbar um diese kleinen, vielleicht sogar ein bisschen dummen Tierchen, die dann da sitzen und die nehmen das für selbstverständlich, dass der Trottel, also ich im Fall immer aufstehe von seinem Arbeitsplatz, ich gucke mir das ja immer an, dann gehe ich immer vor die Tür und gebe einem den Nuss und dann, ich freue mich da einfach total drüber.

01:01:54: Wir haben den auch ein bisschen Namen gegeben.

01:01:55: Mittlerweile kann ich es nicht mehr unterscheiden.

01:01:57: Aber ja, ich tue meinen Teil.

01:01:59: Ich werde diese Eichhörnchen in dunkler kalter Jahreszeit nicht verhungern lassen.

01:02:04: Janin, was wird denn dein Eichhörnchen in den Zutronen?

01:02:06: Ich finde

01:02:11: das ganz blöd, dass Patrick gerade gesagt hat, dass Eichhörnchen blöd sind.

01:02:13: Unser Maskottchen darf das jetzt glaube ich noch gar nicht laut sagen.

01:02:16: Felix, unser Marketingnetter, der haucht mich gleich.

01:02:18: Aber wir bringen nächstes Jahr auch ein Maskottchen im Zuge unserer Neuöffnung raus und es ist ein Eichköntchen und es ist ein sehr schlaues Eichhörnchenpakt.

01:02:27: Das aller schlauste Eichhörnchenpakt, jetzt habt ihr euch gesichert.

01:02:31: Ganz genau.

01:02:32: Aber das bringt mich glaube ich auch zu dem Punkt, den ich, also was ich persönlich beeinflussen kann, für nächstes Jahr.

01:02:38: Hier muss ich beschäftigen mich schon sehr, sehr lange unter anderem mit dem Thema

01:02:41: Bildung.

01:02:41: Wir können dieses gesellschaftliche Zusammenleben zwischen Familie und Arbeit normalisieren und besser machen.

01:02:49: Und eins der Projekte, was wir nächstes Jahr an den Start bringen, während wir das hier aufzeichnen, sogar die Pressemitteilung zu rausgekommen, ist in Köln, der Explorado.

01:02:59: Da werden wir das Thema Familienabenteuer,

01:03:02: Museum,

01:03:03: Co-Working, Event, Kinder schlüpfen in unterschiedliche Berufe, merken wieder, wie schön es ist, wenn ich gesellschaftliche Arbeit mache und dann etwas zurückbekomme, dass ich mir dafür etwas kaufen kann, etc.

01:03:15: Da wird ganz, ganz viel reinfließen.

01:03:18: von dem, was wir hier heute gemacht haben und Immobilienmäßig hat es natürlich auch oder was, was mache ich heute mit so einem riesen Autohaus, fällt einem auch nichts mehr zu ein.

01:03:26: Wir haben da eine Lösung für und deswegen freue ich mich da total drauf, weil der Thomas grinst, weil er sieht, wie meine Augen leuchten.

01:03:35: Ja.

01:03:36: Das werde ich machen und hoffentlich aber dann auch in der in der Zwischenzeit genau für meine Familie in meiner kleinen Bubble immer noch die entsprechenden Auszeiten finden, um das zusammen zu machen.

01:03:47: Wobei unsere Kinder ähnlich angefickst sind von der Thematik.

01:03:50: Also ich glaube, dann lässt sich Familie und Arbeit dann ganz gut verbinden für mich

01:03:54: persönlich.

01:03:55: Und wir haben auch schon den ersten Geschäftsabschluss, denn das nächste Mal, wenn Thomas nach Polen fährt, das macht er öfters im Jahr, bringt er Haselnüsse mit und bringt ihn nach Berlin.

01:04:05: Ich gebe viel dafür.

01:04:07: Aus gutem Anbau und ich habe mal welche Hand geflückt, das Italien mitgebracht haben sie aber trotzdem nicht honoriert wurden.

01:04:14: Was hast du denn erwartet auch?

01:04:18: Sie essen nämlich so, wie ich mir das vorstelle.

01:04:20: Aber ich bin um jeder Haselnuss dankbar wirklich.

01:04:23: Ich bin mittlerweile, die Leute denken auch, man ist bescheuert, wenn man überall guckt, um Herbst, wenn hier auch Walnusser und so runterfallen.

01:04:28: Ich gehe mal im Rhein so eine Runde und wir wohnen da in der Gegend und dann haben wir Walnussbaum da und ich hänge dann da immer so halb im Dunkeln.

01:04:51: Thomas, was steht denn auf deinem Plan für das Jahr für das Jahr?

01:04:55: Ich will jetzt was Positives hören, ne?

01:04:56: Immer.

01:04:57: Ich habe jetzt gerade auch gedacht, für mich, das ist glaube ich ein bisschen zu negativ angekommen, mein Monolog, aber im Endeffekt war es eigentlich sehr positiv.

01:05:04: Wir haben eigentlich ein Rekordjahr hingelegt trotz aller Widerigkeiten und es war aber sehr, sehr schwierig.

01:05:10: Im Januar habe ich mich schon hingestellt und habe gesagt, wir brauchen halt ein Führungswechsel hier

01:05:13: oder eine andere

01:05:14: Art.

01:05:14: Und ich habe jedem erzählt, wie wir im November dastehen werden.

01:05:17: Und es ist ein sehr, sehr schönes Gefühl.

01:05:19: Ich habe noch nicht die Zeit der Reflektion gefunden, weil wir jetzt im Abschluss vier und zwanzig sind, wie alles immer zum Jahreswechsel.

01:05:25: Aber ich freue mich da so ein bisschen mit Abstand daran zu gewinnen und zu sagen, was haben alles doch funktioniert, was man sich auf die Agenda geschrieben hat.

01:05:31: Und ich glaube, die letzten Jahre, weil wir kennen ja nur Krise, ja, also seit Corona sind wir ja gefühlt dreimal chemisch gereinigt, sage ich, im Ausjuchs, sodass wir immer so einen guten Radar haben, gute Rezeptoren haben, wie sich das nächste Jahr entwickelt.

01:05:44: Und ich bin eigentlich da genau

01:05:45: so wie Patrick oder

01:05:46: auch Christoph in dieser Situation, dass ich sage, wir stellen unser Geschäftsmodell ein Stück weit um, ja, vom nicht nur reinen Talent positionieren oder Talentvertrieb.

01:05:54: einem gewissen Systemvertrieb, wie es der Christoph auch gesagt hat, weil sehr viele Kunden auf uns zukommen, genau dieses Coaching und diese Workshops haben wollen, dass wir sie durch die Reise mitbegleiten.

01:06:04: Das ist eine sehr, sehr schöne Wertschätzung oder auch Bestätigung der qualitativen Arbeit, auch wenn sie dann sehr laut ist und dementsprechend aber auch so sehr konfrontativ, aber immer im Sinne des Zweckes, des Ergebnisses, der Verbesserung ist.

01:06:16: Und da freue ich mich einfach drauf.

01:06:17: Wir haben jetzt unfassbar viel Zuspruch auch intern, dass auf einmal die letzten zwei Wochen sehr, sehr viele Bewerber bei uns irgendwie reingekommen sind.

01:06:23: Das muss man auch vernünftig irgendwie channeln.

01:06:26: Und ich glaube, wir haben dann eine sehr, sehr gute, fundamentale Truppe, wo wir jetzt einfach ausschauen können, wie wir da ins nächste Jahr gehen und wie wir uns auch noch erweitern in unseren Kompetenzen auch brauchen.

01:06:34: Also ich bin sehr, sehr positiv.

01:06:36: Vielleicht jetzt noch ein bisschen müde vom Jahresabschlussspurt.

01:06:39: Ich denke da, dass ich irgendwie um Silvester rum vielleicht ein, zwei Tage Ruhe bekommen kann und auch Kraft zu tanken, weil im Januar geht es komplett weiter.

01:06:47: Also Auftragsbücher sind fast voll.

01:06:49: Ich sage nie nein, aber im Endeffekt ist es immer wichtig, welche Kapazitäten hatten wir, um nicht die Leute sauer zu fahren.

01:06:54: Also ich bin sehr, sehr positiv und wir müssen genau diese Haltung weiter bewahren und nach vorne gehen.

01:07:01: Ich

01:07:02: würde zum Abschluss gerne nochmal weltpolitisch werden.

01:07:04: Wir haben jetzt hier jemanden, der war ein Jahr lang beim MIT unterwegs.

01:07:07: Und wir haben natürlich auch noch so eine kleine Legislaturperiode eines orangenen Herren aus den USA vor uns, der die Weltpolitik jetzt nicht unmaßgeblich beeinflusst.

01:07:17: Christoph, mach uns nochmal ein bisschen Hoffnung.

01:07:22: Ich muss weg.

01:07:25: Das ist ja nicht vom Baum gefallen, das ist immer ein bisschen die Frage.

01:07:31: Man tut immer so, als wäre das... Eine totale Überraschung, aber es haben ja Leute bewusst gewählt.

01:07:38: Und da ist man ein bisschen die Frage, auf welchen Teil fokussiert man.

01:07:43: Ich habe Freunde, die in den USA leben und als dann wieder an die Wahl ging, dann waren die ja beim ersten Mal bei Trump für uns in Schock.

01:07:51: Und diesmal war Trump für uns ein No-Brainer.

01:07:55: Und das haben die gesagt, die haben den halt bewusst gewählt, weil die gesagt haben, es ist halt für die Wirtschaft einfach besser.

01:08:00: Und wenn wir an unsere eigene Tasche denken, dann ist das einfach sinnvoll, Tron zu wählen.

01:08:05: Das heißt, da muss man, glaube ich, ein bisschen gucken.

01:08:08: Das ist ja nicht so, dass Leute gesagt haben, ich stehe jetzt hinter dem Project, diesen ganzen Umwälzungen.

01:08:13: Dass das natürlich Konsequenzen hat, die jetzt billigend in Kauf genommen wurden, das ist natürlich... Und ob das mir manche sagen, die Demokratie der USA wird jetzt verschiedene Legislaturperioden brauchen, selbst wenn sie jetzt sozusagen ganz andere Leute ans Ruder kommen, um sich davon zu erholen.

01:08:30: Und viele Sachen sind ja auch erst mal auf Lebenszeit.

01:08:33: gewählt habe, wie jetzt die Supreme Court Richtern, aber der hat ja den größten Umbau eigentlich im mittleren Richtersegment da gemacht, da hat er eben viele lokale Richter mir ausgetauscht und so.

01:08:43: Das heißt, das ist ja erst mal irgendwie in eine Richtung das Land unterwegs.

01:08:47: Und jetzt kann man sagen, wirtschaftlich macht das auch um die zumindest erstmal einen halbwegs soliden Eindruck, was da passiert.

01:08:53: Damit haben die weder, glaube ich, erst mal gekriegt, was sie wollen, aber eben zu einem gewissen Preis.

01:08:57: Und den Preis, den zahlen wir halt implizit hat auch.

01:08:59: Und ich habe tatsächlich immer schon die Hoffnung gehabt, dass wir in Europa mehr zusammenrücken können.

01:09:05: Ich hoffe, dass das jetzt auch irgendwo sich mehr materialisiert unter dem Druck.

01:09:10: Da bin ich tatsächlich grundsätzlich positiv, auch wenn man natürlich Länder hat, die dann irgendwo nicht so gerne mitziehen.

01:09:17: Ich glaube, in den USA muss man einfach sagen, das ist nicht unser Land.

01:09:20: Und das ist auch ein bisschen so, wie ich es versuche, für mich einzuordnen.

01:09:23: Das ist halt ein anderes Land.

01:09:24: Die haben entschieden, wie sie es machen wollen.

01:09:25: Das passiert jetzt einfach.

01:09:27: Das entwickelt sich und wir müssen uns dann eben unabhängig davon machen in einer gewissen Form.

01:09:31: Ob das technologisch gilt, ist eine Frage.

01:09:34: Ob das militärisch gilt, ist eine Frage.

01:09:35: Aber das sind halt Dinge, auf die wir dann halt eben antworten finden müssen.

01:09:38: Aber ich glaube, wir müssen uns da ein bisschen mehr abkoppeln und sagen, oh je, das darf mich halt im Alltag nicht so sehr beeinflussen.

01:09:43: Daran muss ich arbeiten und das ist halt so wie es ist.

01:09:46: Auch wieder ein Teil Neutralisierung.

01:09:49: Wir sind halt nicht mehr die engen Buddies, sondern jetzt sind wir halt irgendwo Koalitionäre in einer gewissen Form.

01:09:55: Und das ist halt das neue Normal, dass man sich miteinander in irgendwelchen Deals bewegen muss.

01:10:00: Da müssen wir gucken, dass wir was anzubieten haben und müssen auf der anderen Seite gucken, was wir auch einfordern wollen.

01:10:05: Und ich glaube, das ist okay.

01:10:07: Also, ich kann damit leben.

01:10:08: Ich finde es jetzt nicht super.

01:10:09: Man hat auch gemerkt, wie die Stimmung in einem Jahr gekippt ist.

01:10:11: Also, manche Professoren am MIT haben bis zuletzt auf der Bühne gestanden und gesagt haben wir, das ist nicht unser Land, das ist nicht das, was wir wollen.

01:10:17: Wo man denkt mutig, also auch öffentlich.

01:10:20: Aber ich glaube, es ist halt das, was aber gerade geworden ist.

01:10:23: Und es gibt eine gewisse Chance, dass J.D.

01:10:25: Vance halt mit die nächste Runde macht.

01:10:28: Und von daraus ist das halt wahrscheinlich eine Welt, die wird es jetzt nicht plötzlich ganz anders werden.

01:10:31: Darauf müssen wir uns einstellen, würde ich sagen.

01:10:33: Ich fand es sehr erstaunlich, war am November auf einer Veranstaltung in München.

01:10:36: Da war der Christian Angermeier, enger Freund auch von JD Vance und der ist ein Prop-Tech Investor ja in den USA und auch in dem ganzen Trump-Kungelumerat unterwegs.

01:10:46: Und der wollte eigentlich zu was anderes, zu was anderes sagen, Venture Capital und Immobilien und so.

01:10:51: Und dann fing er halt an, er ist JD Vance Vertrauter und eng an Trump dran.

01:10:55: Und dann hat er eine Studie lang eigentlich über Trump gesprochen.

01:10:57: Und im Publikum saßen über zwei Hundert Unternehmerinnen und Unternehmer.

01:11:01: Und der hat halt stundenlang wirklich, Trump ist der beste Mann, den es hier gab in den USA, der hat nur die besten Leute eingesetzt, absoluten Sachverstand an jeder Stelle, macht das Beste, was es jemals gab für die USA.

01:11:13: Und ich habe anschließend die Unternehmer gefragt, was hielten sie jetzt davon?

01:11:17: Und keiner konnte mir eine Meinung dazu sagen, weil, glaube ich, erstmal diese Erkenntnis wachsen muss, wie du auch schon sagst, Christoph, wir müssen uns damit eine andere Ausgangsbasis beschäftigen und einfach mal jetzt nicht mehr der Amerikaner, der nette, höfliche Herr.

01:11:30: der hier ab und zu mal rüber kommt, die Hände schüttelt und den Naturschirm über uns irgendwie ausbreitet.

01:11:36: Sondern wir müssen jetzt mal selber ins Machen kommen.

01:11:38: Wir müssen selber anpacken.

01:11:40: Und da ist jemand, der guckt wirklich, dass erstmal sein eigenes Land nach vorne kommt mit natürlich Kollateralschäden, Inflation und die Lebensmittelpreise und so.

01:11:50: Aber jetzt müssen wir erstmal auf uns selber gucken.

01:11:52: Es ist wieder das schöne Beispiel, was du vorhin gesagt hast, vor den eigenen Füßen kehren.

01:11:56: Bevor wir wieder jemanden fertig machen, der da drüben sitzt.

01:11:59: Darin sind wir immer total gut.

01:12:00: Mit der Moralkeule über die Welt laufen, das können wir total super.

01:12:05: Aber vor der eigenen Haustür kehren, das ist schwierig.

01:12:10: Das würde ich dazu sagen.

01:12:11: Patrick, würdest du noch was ergänzen?

01:12:13: Ja, aber wirklich nur ganz kurz.

01:12:15: Du hast es ganz, ganz fantastisch beschrieben.

01:12:18: Trump ist ja auch so ein bisschen wie eine erlöser Figur für alle, die hier sozusagen... sich nicht selber bewegen wollen.

01:12:26: Die können dann einfach sagen, guck mal, der macht die Zolle, der ist böse, der ist irgendwie rechts verblendet und keine Ahnung, das ist super bequem, weil es so

01:12:34: offensichtlich

01:12:35: ist.

01:12:35: Weil jeder sagen kann, guck dir den orange einen Mann an, aber wie der auftritt.

01:12:39: Aber das ist das einzige, wenn man das versteht.

01:12:43: Und ich glaube, irgendwann... wird sich Trump für Europa als Segen herausstellen, weil wir jetzt endlich anfangen, unsere eigenen Hausaufgaben zu machen.

01:12:52: Und der hat, egal wie man die Art und Weise findet, aber bei vielen Dingen hat der man recht und wir committen uns zwei Prozent Rüstung, NATO-Ziel, kann man alles stehen.

01:13:05: Wir müssen gucken, dass wir uns selbst verteidigen können.

01:13:07: Wir müssen gucken, dass wir selbst was anzubieten haben, was die Welt haben will.

01:13:11: Aber die kommen da mit ihren riesigen Unternehmen und da müssen wir erstmal überlegen, wie wir das regulieren, bevor wir da und selber machen.

01:13:21: Das ist das, was wir als Positives daraus

01:13:24: mitnehmen können.

01:13:25: Dann wünsche ich euch... an dieser stelle.

01:13:27: es war ein wunderschöner plausch mit euch.

01:13:29: es war gesellschaftskritisch mehr als ich dachte aber ich glaube das ist auch an dieser stelle mal nötig um trotzdem jetzt zweieinhalb wochen lang besinnlich zu sein.

01:13:37: und dann treffen wir uns hoffentlich irgendwann mal im nächsten Jahr auch in physisch und ich wünsche euch eine ganz schöne zeit.

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