#probezeit 23 - Ehrlichkeit
Shownotes
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probezeit ist ein Podcast von Rudolf Müller.
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00:00:00: Weil, ich glaube, man versucht natürlich, als Journalisten automatisch so eine neutrale Position zu kriegen, weil es auch der Job ist.
00:00:08: Sonst kann ich das machen in der Kommentarspalte oder irgendwo kann ich dann mal meine Meinung ist, Doppelpunkt.
00:00:13: Aber grundsätzlich ist ja mein Job nicht ständig, jede meine Meinung zu sagen.
00:00:17: Aber ich habe schon das Gefühl, dass wenn wir unter uns rein sprechen, dann kriege ich schon andere Meinung.
00:00:23: Ich würde jetzt sagen zu den Themen, über die wir gesprochen haben, kenn ich deine Meinung.
00:00:54: Und deswegen ging es mir jetzt nochmal an den Beispiele drum.
00:00:56: Warum fandest du es jetzt exorbitant gut oder dieses Thema Unternehmer, dass sie irgendwie immer top angezogen sein müssen?
00:01:03: Weil das war doch gerade unser Fallbeispiel, mit einem Hoodie einkaufen zu gehen oder sonst was oder egal wo.
00:01:07: Na ja,
00:01:08: es ging in der ursprünglichen Variante, ging es darum, ob man mit Adiletten und Jogginganzug einkaufen geht.
00:01:13: Also der Hoodie ist glaube ich noch mal was anderes als Adiletten und Jogginganzug.
00:01:17: Also ganz normal, wenn ich jetzt am Wochenende irgendwie aus dem Sport oder vom Sport komme, dann ist es schon unterzieht, ob du einfach sportlich schicken Anzug an hast oder ob du jetzt einen Gucci-Anzug irgendwie rumlaufen willst.
00:01:27: Also das würde jetzt unsere Branche manchmal immer noch passen.
00:01:29: So viel Oberflächigkeit wie wir immer noch haben.
00:01:32: Weil wir heute über das Thema, by the way, sprechen möchten, wieder Ehrlichkeit.
00:01:36: Oder wie ehrlich ist unsere Branche immer noch nach den ganzen Themen.
00:01:40: Aber jetzt mal einen vernünftigen Sportanzug anzuhaben.
00:01:42: Irgendwo unterwegs zu sein, ist doch für dich... Dann
00:01:44: frage ich anders.
00:01:44: Als ihr in die Branche kam, wart ihr da anders angezogen als jetzt?
00:01:48: Ja.
00:01:49: Ich finde, es hat sich vollkommen verändert.
00:01:50: Ja.
00:01:51: Definitiv.
00:01:52: Definitiv.
00:01:53: Ja?
00:01:54: Ist bei Frauen aber auch immer so ein Thema, oder?
00:01:57: Das ist ja leichter, so angezogen zu sein, ist für euch sehr viel leichter, als für ein Mann immer einen Anzug zu tragen.
00:02:02: Aber lass uns doch mal vor fünf Jahren sprechen.
00:02:04: Vorstände, mit Sneakern jetzt heutzutage, ganz normal mit Chino, mit irgendwie Anzug, mit einem T-Shirt drunter, hätte sie für fünf, sechs Jahren niemals vorstellen können.
00:02:13: Ich hab dazu mal mit jemandem diskutiert, das war total interessant, da ging es um Krawatten.
00:02:18: Also ich, ... ... zwölf.
00:02:22: So langsam in die Branche reingekommen bin, da war die Krawatte ja meistens Usus.
00:02:25: Und also so grundsätzlich in der Wirtschaft, nicht nur in der immobilien Wirtschaft.
00:02:29: Und mittlerweile sich so sehr eigentlich gar nicht mehr.
00:02:31: Und ich habe mit jemandem gesprochen, der ist Vorstand von einem großen Unternehmen.
00:02:35: Und der hat gesagt, ich trage immer Krawatte, weil die Krawatte ist für meine Mitarbeiter die Sicherheit, dass irgendwie immer alles gut wird.
00:02:45: Also,
00:02:45: okay.
00:02:45: Das fand ich irgendwie... auch interessant, einfach mal zu sagen, Jo, ich habe das gesehen, dass keiner mehr Krawatten trägt.
00:02:53: Und wenn man dann auch so unter Veranstaltungen ist, wie beim Wirtschaftstag oder in politischen, auf politische Veranstaltungen, da laufen doch noch mal alle.
00:03:02: Da holen dann alle noch mal die drei Krawatten raus, die sie noch im Schrank haben.
00:03:06: Und wenn du da mal guckst auf die Gruppenfotos, das sieht schon ordentlich aus.
00:03:11: Aber ich hätte neulich Basketball im Finale.
00:03:15: Steinmeier sitzt da.
00:03:16: Ich saß auf der Couch und hab überlegt, warum sitzt der Typ im Anzug bei dem Basketball-Finale da?
00:03:21: Wäre es nicht viel ehrlicher und authentischer gewesen, der hätte sich im Deutschland-Trikot dahin gesetzt.
00:03:26: Das machen aber auch mittlerweile ganz viele Politiker, oder?
00:03:29: Aber Steinmeier steht für die Sicherheit dieses Landes.
00:03:32: Für die Stabilität dieses Landes.
00:03:34: Ist ein Trikot unstabil?
00:03:35: In dem Moment geht's im Sport.
00:03:36: In dem Moment geht's
00:03:37: im Sport.
00:03:37: In dem Moment geht's im Sport.
00:03:38: In dem Moment
00:03:38: geht's im Sport.
00:03:39: In dem Moment geht's
00:03:40: im Sport.
00:03:40: In dem Moment geht's im Sport.
00:03:40: In dem Moment geht's im Sport.
00:03:41: In dem Moment
00:03:41: geht's im Sport.
00:03:42: In dem Moment geht's im Sport.
00:03:43: In dem Moment geht's im Sport.
00:03:43: In dem Moment geht's
00:03:44: im Sport.
00:03:44: In dem Moment geht's im Sport.
00:03:45: In dem Moment geht's im Sport.
00:03:46: In dem Moment geht's im Sport.
00:03:46: In dem Moment geht's im Sport.
00:03:48: In dem Moment geht's im Sport.
00:03:48: In
00:03:48: dem Moment geht's im
00:03:49: Sport.
00:03:49: In dem Moment geht's im Sport.
00:03:50: In dem Moment geht's im Sport.
00:03:50: In dem Moment geht's im Sport.
00:03:51: In dem Moment geht's im Sport.
00:03:52: In dem Moment geht's im Sport.
00:03:53: In dem Moment geht's im Sport.
00:03:54: In dem Moment geht's im Sport.
00:03:55: In dem Moment geht's der, der die Stabilität im Land irgendwie simulisieren muss.
00:03:59: Und Stabilität drückt sich in einem Anzug aus?
00:04:02: Ich glaube schon, das ist auch was damit zu tun.
00:04:03: Also, ich würde schon eher... Also, es ist eine Persönlichkeitsanlage, ein Charakter.
00:04:07: Entweder nehme ich einen Charakter, so wie er ist, und glaube ihm, was er sagt, weil er auch durch seine Handlung, durch seine Taten das auch untermauert, oder Dinge auch beim Namen nennt, wie sie sind und nicht verschleiert, dann ist es mir auch egal, wenn er bei einem Sport-Event ist, auch in welcher Funktion er auch immer ist, dann bist du beim Sport-Event.
00:04:22: Auch wenn du als Funktionär oder sonst was unterwegs bist.
00:04:25: Bestes Beispiel.
00:04:27: Herr Staubbe.
00:04:28: Gestern FC geguckt.
00:04:29: Ist doch jetzt FC-Pirsen.
00:04:30: Liebe Grüße gehen raus.
00:04:31: Ja, da habe ich, die habe ich vor Jahren auch auf P.E.E.N.S.
00:04:34: Party kennengelernt.
00:04:35: Und dementsprechend kommen wir wahrscheinlich auch noch zu.
00:04:39: Nicht mehr.
00:04:39: Und dementsprechend, aber auch hier.
00:04:42: Du hast den FC-Trainer gesehen.
00:04:43: Und du hast Krassenjock die ganze Zeit im FC-Trik.
00:04:45: Und die ganze Zeit.
00:04:46: Aber Herr Staubbe, klar.
00:04:48: Jetzt Highlight, alles mit Charles und hier und da.
00:04:52: hat man dann auch, der Kommentator, ich hab das auch geguckt, dann hab ich gesagt, es sieht ein bisschen aufgesetzt aus, würde ich jetzt auch nicht so annehmen, aber der freut sich ja einfach, weil er die ganze Zeit des Support Town so was ist.
00:05:00: Aber auf dein Krawatten Thema noch hin, witzig, dass du das sagst, weil ich mir vorgestern auch noch so eine Vorbereitung der Expo gedacht habe, ich so, was für Ort willst du siehst du, dann nehm ich an und genau da sind wir jetzt bei der Ehrlichkeit, hab ich auch gesagt, ich wollte nämlich auch in die Richtung gehen und gesagt, ich glaub, es ist mal wieder Zeit für eine Krawatte.
00:05:15: Ich möchte das jetzt mal kurz verseiden.
00:05:18: Ich als
00:05:18: Frau.
00:05:19: habe noch keine Ahnung, was ich nächste Woche auf der Expo anziehe.
00:05:22: Du auch nicht.
00:05:22: Ich hatte nur nie überlegt.
00:05:23: Und
00:05:23: ihr habt euch schon Gedanken darüber gemacht.
00:05:26: Das finde ich mal richtig löblich.
00:05:27: Nicht
00:05:28: schlecht.
00:05:28: Noch nicht.
00:05:29: abschließend wäre ich auf jeden Fall bei dir, aber danke für das Lob.
00:05:32: Kommt nicht so oft von langer Seite.
00:05:35: Aber jetzt wirklich also in dieser Konstellation Krawatte.
00:05:39: Ich kann euch aber auch den Hintergrund erklären, weil wir hatten einen Workshop bei uns, weil wir ja auch sehr agil sind und wieder Anpassungen vorgenommen haben.
00:05:46: Und dementsprechend war aber auch die Thematik, dass wir in diesem Jahr sehr viele oder höhere Positionen schon auf Ziel-Level bekommen haben und wir einfach gesagt haben, wie möchten wir denn wahrgenommen werden auch im nächsten Jahr?
00:05:58: Und da war diese Kerndiskussion auch immer wieder gesagt, dass Markenbotschaft, Authentizität, wofür stehen wir eigentlich?
00:06:04: Egal wie nah wir an der Basis sind, möchten wir doch trotzdem bei den Vorständen bei der SIE-Ebene Top-Down noch mehr verankert sein, also dieses zwei Punkt Null der Marke erreichen aus diesem Start-up-Charakter raus.
00:06:17: Und da war schon der Gedanke, dass wir gesagt haben, okay, die Positionierung, die Wahrnehmung müsste jetzt vielleicht auch nochmal eine andere sein, egal wie sich der Markt jetzt auch angepasst hat.
00:06:26: Und daraus, wenn man diesen Gedanken einmal gesetzt hat, kommen dann auch einmal so Handlungsableitung wie, okay, will ich wieder eine Krawatte anziehen.
00:06:32: Also
00:06:32: bist du quasi noch in der Dienstleister-Schule oder in der alten Schule der Dienstleister immer besser angezogen sein als dein Kunde?
00:06:40: Weil ich glaube, das hat sich verändert.
00:06:41: Ich würde es nicht sagen, Andre.
00:06:42: Ich würde es eher so sagen, wenn du mich das fragst, das würde ich ihr negieren.
00:06:44: Ich würde eher sagen, Wir repräsentieren ein hochpreisiges Geschäft, ein hochmagisches Geschäft.
00:06:51: Und ich möchte, dass ein Kunde ein Qualitätsversprechen in einem Gespräch merkt.
00:06:58: Das ist das Thema, was ich mir wünsche.
00:06:59: Und das verbinde ich dann mit einem sehr gepflegten seriösen professionellen Auftritt.
00:07:04: Das ist eher das, was ich
00:07:05: meine.
00:07:05: Ich fand krass.
00:07:06: ein Beispiel.
00:07:06: Ich war mal bei der Uni Credit, ich glaube in München war das, zu einem Vortrag.
00:07:13: Da saßen dann die Banker, alle geschniegelt und gebühlt, alle mit Krawatte.
00:07:17: Und dann kam jemand von dem Accelerator, Investor, viel Geld auf den Konto, der hat sein Leben gelebt, der wusste, was er tut.
00:07:25: Da saß er im Hoodie sein Vans, abgeranzter Jeans und hat einen sehr guten Vortrag gehalten.
00:07:30: Und ich hatte nicht das Gefühl, dass er anders wahrgenommen wurde oder irgendwie qualitativ, irgendwie schlechter wahrgenommen wurde, weil er jetzt nicht den Maßanzug an hatte.
00:07:39: Okay, aber du hast jetzt über Mindset gesprochen und du redest gerade über den Investor.
00:07:43: Wenn du dir jetzt gerade die Person oder den Charakter anschaust, er geht ja als Investor.
00:07:47: Das heißt, er gibt Chancen.
00:07:49: Und wir haben ja gerade von dem Dienstleister gesprochen.
00:07:51: Das heißt, ich bin ja ein Stück weit in dieser Situation als Dienstleister auftrete, wenn es schon bei einer Veranstaltung Kaufkunden, wie sagt man, diese persönlichen Bekanntschaften schon sind, dass man irgendwas schon durchlebt hat.
00:08:02: Das ist ja immer so diese Berufsfreundschaften, die man jetzt auch erarbeitet, wo jeder direkt denkt, man ist irgendwie Best Buddy, obwohl man immer noch Kunde und Klienten oder sonstige Verhaltensmäßigkeiten hat.
00:08:13: Ist das schon ein Unterschied, finde ich.
00:08:15: Aber ist das dann noch ehrlich?
00:08:17: Schon, weil es nicht aufgesetzt ist.
00:08:19: Du versuchst doch trotzdem, der Premium-Dienstleister zu sein.
00:08:22: Aber du kannst doch trotzdem deine Meinung oder sonst was sagen oder so.
00:08:24: Wenn ich bebern muss, dass es ein Stück weit heißt, also veränder ich mich in meinem Wesen.
00:08:29: Das würde ich eher sagen, nein.
00:08:30: Ich hole jetzt gerade so ein bisschen das Beste raus und versuche ein Stück weit das auch in der äußeren Darstellung, soweit so haben, dass es auch im Outfit da ist.
00:08:37: Heißt das, dass ich jetzt in einem Casual Business Outfit das weniger habe?
00:08:42: glaube ich nicht.
00:08:43: Aber der Kunde ist schon auf einem anderen Niveau und redet auch ganz anders mit.
00:08:49: Die ist eine ganz andere Verbindlichkeit mit dir, muss man ganz offen sagen.
00:08:51: Das habe ich festgestellt.
00:08:53: Wenn du die ganze Zeit nur mit Sneakern und sonst wo unterwegs bist, ist ja gar kein Problem jetzt die Überwindung zu sagen, ich sage da mal ab oder so.
00:08:59: Ja oder ist ein Auftrag wirklich da nochmal ein Auftrag?
00:09:03: Muss ich ganz oft festhalten.
00:09:04: Vielleicht ist auch der Wandel der Branche gerade gewesen.
00:09:07: Kleider machen, Leute, wie du kommst, regangen, wirst du auch empfangen.
00:09:10: Das sind ja irgendwie, das sind ja geflügelte Worte, die haben wir irgendwann in der Kindheit mal gehört, aber ich glaube auch, dass die nicht alt werden.
00:09:18: Das heißt schon irgendwas, wenn du auf einer Veranstaltung bist und jemand hat sich Mühe gegeben mit seinem Outfit, dann siehst du das.
00:09:26: Dein Krawattenvorstand, glaubst du, das hat er nur gesagt, weil er sich selbst, also weil er das für sich selbst braucht, weil mich hat man interessiert, ob seine Angestellten... ob die quasi das Gleiche sagen würden.
00:09:38: Ob die nicht sagen würden, boah, ich würde gerne mal im Hoodie sehen, weil ich dann weiß, das ist auch einer von uns und der macht abends auch, der kocht auch bei hundert Grad Wasser.
00:09:46: Das Thema Nachbarkeit.
00:09:48: Ja, das stimmt schon, aber bei manchen Fragen muss man sich ja... Wir sind ja ganz schnell jetzt irgendwie bei Dutzkultur und weiß ich, wir sind ja jetzt alle irgendwie so mega-Naber, aber ist das wirklich echt?
00:10:02: Das ist voll gefaket.
00:10:03: Genau, das ist es halt.
00:10:06: Du kommst in ein neues Unternehmensumfeld und bist mit allen direkt per du.
00:10:09: Und trotzdem zittern sie alle, was du jetzt irgendwie machst und wer dem bleiben kann und wer den geht und so.
00:10:14: Also, ich glaube, wir sind da einfach nicht ehrlich.
00:10:18: Und das eine ist diese Dutzkultur und jetzt kann irgendwie jeder kommen, wie er will.
00:10:24: Aber irgendwie, wenn du dir Mühe gibst, wir hatten letztens ein Fotoshooting im Büro.
00:10:31: Weißt du, wie viele Komplimente sich die Kollegen gegenseitig gemacht haben, wie sie heute aussehen und da war auch ein Visages dabei und tolles Outfit.
00:10:40: Einige Kollegen waren extra dafür shoppen und die haben wahnsinnig viel Wertschätzung zurückbekommen und die haben sich teilweise auch wirklich anders gefühlt.
00:10:49: Das hat man gesehen und ich finde da Passt dieses Kleider machen Leute dann wieder?
00:10:54: Und egal, wenn du im Dienstleistungssegment unterwegs bist, ich sag das meinen Leuten auch, weil das ist alles schön und gut und auch im Home Office und so.
00:10:59: Wenn ich sogar im Home Office bin, wenn ich dann im Hodeo unterwegs bin, wie ist meine Arbeitseinstellung?
00:11:05: Ganz offen.
00:11:06: Wie strengend arbeite ich die Themen ab, wenn ich dann aber mich so fertig mache, als ob ich den Büro gehen würde.
00:11:11: Thema Krawatte als Symbolcharakter.
00:11:14: dann bin ich auch auf einem ganz anderen Energiefluss und Energielevel unterwegs.
00:11:18: Wenn ich dann im Telefonat bin, das ist eine ganz andere Dynamik unterwegs.
00:11:22: Und das muss ich definitiv schon sagen.
00:11:24: Und auch zu deinem Beispiel mit dem Fotoshooting, wie viel Wertschätzung haben denn dann aber auch die Mitarbeitenden bekommen, in der Form sich anders darzustellen und so.
00:11:33: Wir hatten jetzt auch ein Thema.
00:11:34: Wir haben doch gefühlt, keine Ahnung, wie oft Fotos, Kameras, überall.
00:11:39: Und jetzt hat man dann auch besprochen, aufgrund dieses Mindset-Wechsels, was wir jetzt vorgenommen haben, haben wir im team besprochen das ist okay.
00:11:45: ich glaube unsere positionierung die bilder was passt denn alles nicht dazu?
00:11:49: wir haben alles hinterfragt ja und dann kam auch alles klar.
00:11:51: wir lernen doch mal in fotografen ein der das versteht dem wir das mitteilen können der sich unsere räumlichkeiten ankommt und sagt wie kann wir das am bestmöglichen so wie wir es festgehalten haben auch darstellen?
00:12:01: so weil wir haben unfassbar viele leute die jetzt bei uns auf die home page gucken was ja irgendwie wer braucht neunzehtag noch eine home page haben wir vor drei ja noch gesagt weiß wie viele anfragen wir dann bekommen aus diesen Segment oder auf dieser Darstellung?
00:12:15: Du brauchst die Homepage schon für KI.
00:12:20: Und wir haben jetzt erstmal ausgewertet, wer jetzt alles wie kommuniziert mit unserem Grini, mit unserer KI.
00:12:25: Grini?
00:12:26: Oh, das ist viel
00:12:26: süß.
00:12:28: Was ist Grini?
00:12:28: Da kommt der kleine
00:12:29: Thomas aus der Ecke,
00:12:30: oder wie?
00:12:30: Ja, der sollte erst mal der kleine Tomi oder so heißen und sagen, hey, bitte nicht.
00:12:34: Was ist der Grini?
00:12:35: Ist das so Grini-spielig oder...?
00:12:35: Grini ist
00:12:36: ein Utalierassistent auf unserer Homepage.
00:12:38: Ja, ja, aber ist das... Hör mal auf,
00:12:39: jetzt hast du schon wieder mit deinem Grini... Ist das
00:12:40: eine Windows-Büroklammer oder ist das... ist das... das gab's ja immer?
00:12:44: Ist das immer ein Symbol?
00:12:45: Ein
00:12:46: Avatar.
00:12:47: Das ist ein Avatar, ja.
00:12:48: Ja,
00:12:48: aber was denn?
00:12:49: Das ist Mensch.
00:12:50: Das ist Mensch.
00:12:51: Das ist der kleine
00:12:51: Tomi.
00:12:52: Grini, ja.
00:12:53: Das hat sich das Team jetzt überlegt und dann dementsprechend haben wir ihn so trainiert, dass, wie so ein vorerst Gespräch, wenn jemand interessant, noch keine Ahnung, keine Verbindung oder keinen Kontakt zu uns hatte, kann er vielleicht seine grundlegenden Fragen so und so stellen, dass er so viel Vorabinformation bekommt, dass er, wie sagt man so, schon vorbereitet oder munitioniert in ein erstes Gespräch gehen könnte.
00:13:13: Sehr interessant, wie gesagt, was da vorangestellt werden.
00:13:15: Ja, ich finde
00:13:16: es vor allen Dingen interessant, dass ich jetzt noch viel mehr Gedanken darüber mache, was ich nächste Woche auf der Expo Real anziehe.
00:13:22: Weil ich mich noch mehr verwirrt hab.
00:13:23: Eigentlich wollte ich diese Schuhe anziehen, weil die habe ich nagelneu gekauft.
00:13:26: Die wollte ich jetzt einlaufen.
00:13:27: Ich wollte
00:13:27: grad sagen, wie schön die sind.
00:13:28: Schön zu einer schwarzen Hose, ne?
00:13:31: Aber ...
00:13:31: Die schwarze ist eine Lebensfarbe, oder?
00:13:33: Nee,
00:13:33: aber schwarze macht schlank.
00:13:35: Und schwarze ...
00:13:36: Bist du denn nicht letztmal noch eine alten Thematik da hochgelaufen?
00:13:39: Ja, du glaubst gar nicht.
00:13:40: Wie schnell der Jürger-Effekt wieder kommt.
00:13:44: Ja?
00:13:44: Entschuldigt, wir wollten nicht so persönlich werden.
00:13:48: Ich frage mich jetzt auch gerade, ob ich das Thema hohe Schuhe aufmachen soll, aber ich
00:13:51: lasse es mal.
00:13:52: Das finde ich respekt.
00:13:53: Also ganz großen Respekt.
00:13:54: mit hochhackigen Schuhen.
00:13:57: Man läuft ja so ungefähr zwanzigtausend Schritte.
00:14:00: Du wahrscheinlich genauso wie jeder andere auch.
00:14:04: Du läufst noch ein paar Schritte mehr, weil du machst ja kleinere Schritte sonst jetzt vormittal.
00:14:06: Aber
00:14:06: wozu ziehst du sie an?
00:14:07: Du kannst ja auch Ballerinas anziehen oder...
00:14:12: Ich weiß auch tatsächlich noch nicht, ob ich beide Tage in hohen Schuhen mache, aber man muss tatsächlich sagen, es ist ein anderes Gefühl und es sind auch ganz viele, die sagen so nach Corona, sie sind nur noch ins Nikas unterwegs.
00:14:30: Und ich habe das bei mir selber auch entdeckt, dass ich da bequemer geworden bin, aber ich mag Hochschulen, ich sehe das auch gerne bei anderen.
00:14:40: Ich kann das nicht, man hat eine andere Körperhaltung in hohen Schuhen.
00:14:43: Also ist die Selbstdisziplin, die du dir auferlangst quasi, die du brauchst für dich?
00:14:47: Weil ich denke mir so, so dieses Sneaker-Ding, ich bin zu Hause Sneaker-Leidenschaft, ich liebe Sneaker, die sind bequem, die sind heute gesellschaftsfähig, die kannst du euch zu jedem Anlass fast jedem Anlass anziehen.
00:14:57: Beim O-Route zieh ich sie nicht an.
00:15:00: Aber du bist mir im Roller
00:15:01: reingefahren beim Urort, Mann.
00:15:03: Du bist mir im Roller beim Urort reingefahren, worüber diskutieren.
00:15:06: Ich hatte schon Sorge, dass du irgendwo gegen fährst, muss ich ganz ehrlich
00:15:08: sagen.
00:15:09: Ich hab das x-mal geprobt.
00:15:10: Echt?
00:15:12: Ich hab extra nicht hingeguckt, muss ich ehrlich sagen, ich hatte Angst um dich.
00:15:14: Ach Gott.
00:15:15: Ja, weißt du?
00:15:16: Bei dem Belag und so.
00:15:18: Also lange Rede kurzer Sinn.
00:15:19: Ich glaube, Sneak-Gram... Ups, Entschuldigung, ist auf jeden Fall in dem Rahmen machbar.
00:15:25: Aber...
00:15:27: Ich seh's eher so, auch
00:15:28: aus
00:15:29: ganz offenergonomischer Sicht, so medizinisch.
00:15:32: Ich hab ja auch meine Rückenprobleme.
00:15:34: Von daher muss ich da so ein bisschen
00:15:35: anders drauf.
00:15:36: Ja, schon die hohen Schuhe zu Hause.
00:15:37: So nervig.
00:15:38: Mir wird heute die ganze Zeit irgendwas reingerennet, Leute.
00:15:39: Ich versteh nicht, was hier los ist.
00:15:41: Ich krieg hier die ganze Zeit Gegenwind.
00:15:42: Also ihr wollt echt wieder einen Charaktertest machen.
00:15:44: Nein,
00:15:45: ich nehm einfach beide Schuhe
00:15:46: mit.
00:15:48: Ich identifiziere mich jetzt einfach als Katze in einem Passage.
00:15:51: Wie ehrlich findest du die Branche?
00:15:53: Wie ehrlich ich die Branche finde.
00:15:55: Wie ehrlich empfindest du deine Gesprächspartner, wenn er so auf Augenhöhe bewegt?
00:15:59: und du weißt genau, es ist ja immer dieser unterschwellige Ton.
00:16:03: Also in dem William Branche wirst du ja nur was, wenn jemand kennt, der einen kennt, der einen kennt, der einen kennt.
00:16:07: Und damit ist der Ehrlichkeit automatisch verbunden.
00:16:09: Irgendwo ist man ja auf der Suche nach der Ehrlichkeit.
00:16:12: Das ist aber nicht nur ein Immobilienbranche-Thema.
00:16:15: Das ist in jeder Branche.
00:16:16: Jede Branche hat bestimmte Player und die musst du kennen und du musst verstehen, wie die Branche funktioniert.
00:16:22: Und dann kannst du dir überlegen, ob du das gut findest und mitmachst oder ob du das nicht gut findest und sagst, ich krempel jetzt alles um.
00:16:28: Die Erfolgsversprechen sind jetzt irgendwie meistens nicht ganz so groß.
00:16:34: Aber ich empfinde, also ich muss sagen, ich hab das Glück.
00:16:37: Ich weiß nicht.
00:16:38: warum das so ist, aber dass ich relativ schnell auf so eine Vertrauensebene mit meinem Gesprächspartner komme.
00:16:43: Und das ist eigentlich relativ egal, aus welcher Branche der kommt oder wo der ist.
00:16:49: Mir passiert das relativ häufig, dass ich dann irgendwie erst mal so eine halbe Lebensgeschichte erklärt bekomme.
00:16:53: oder da hatte ich letztens, da habe ich gar nicht kommen sehen und irgendwie ergab es sich, dass mal wieder ein ICE Verspätung hatte und wir dann zu zweit in Berlin beim Abendessen saßen anstatt zu sechs.
00:17:08: geplant.
00:17:10: Und dann kam es dann, führte ein ganz großes Unternehmen, gibt es gerade an die nächste Generation ab und sagte dann so aus dem Nichts.
00:17:18: Ja, also ich glaube, wenn ich die Entscheidung heute nochmal treffen würde, dann würde ich das Unternehmen überhaupt gar nicht, dann würde ich es nicht mehr machen.
00:17:26: Und dann kam so ein richtiger Deep Talk, den ich überhaupt gar nicht habe kommen sehen, den ich aber als wahnsinnig Respektvoll von beiden Seiten erlebt habe und da habe ich für mich wahnsinnig viel mit rausgenommen.
00:17:39: Hast du es gut?
00:17:40: Ja.
00:17:41: Hat das was mit dir gemacht, in der sich das du dich dann auch selbst geöffnet hast?
00:17:48: Nee, zu dem Punkt sind wir gar nicht gekommen, weil das einfach, das war so, also ich hab ganz viele Fragen gestellt, weil ich einfach so... Das
00:17:55: hat dich gepackt.
00:17:56: Ja, und es war gar nicht notwendig, dass ich da groß irgendwie was erzählte.
00:18:00: Da war so ein Vertrauenswelt, das war aber auch eine Person, die ich jetzt schon lange Jahre kenne, aber so eine Art von Gespräch haben wir noch nicht
00:18:06: geführt.
00:18:06: Ja, siehst du, da ist das Setting einfach wichtig, aus einem spontan nicht geplanten... Zwei Abendessen kommt dann auf einmal so voll der Deep Talk dann raus.
00:18:14: Ja, wir gehen heute Abendessen zusammen, habe ich beschlossen.
00:18:16: Damit ich euch endlich mal genauso eine Situation bekomme.
00:18:20: Und?
00:18:22: Ich habe am Wochenende ein ganz tolles Kompliment bekommen.
00:18:23: Nämlich, ich war auf einem Geburtstag und...
00:18:27: Ich merke schon, unsere Komplimente reichen nicht mehr.
00:18:29: Ja, das war total schön.
00:18:30: Und dann kam diejenige, die Geburtstag hatte, kam auf mich zu, meinte André, ich finde es ganz toll, dass du, egal wann wir dich treffen, dass du uns immer fragst, wie es dir geht und wo du nachfragst.
00:18:40: Was denkst du zu Themen?
00:18:41: Und wie macht ihr das eigentlich?
00:18:42: Und wie läuft's im Job?
00:18:43: Und so, ich sag ja, weil mich das wirklich interessiert und nicht aus einer journalistischen... Ich nutze das aus und schreib's morgen Perspektive, sondern weil mich das interessiert, wie Menschen ihren Lebensweg bestreiten, wie die Entscheidungen treffen, warum sie rechts rumgegangen sind und nicht links, wie wir nollig oder wie wir vorhin bei dem Büro drüber gesprochen haben.
00:19:00: Warum machen wir den Bums überhaupt alles?
00:19:02: Und das finde ich viel spannender als zu fragen, das Wetter ist aber auch wieder kack.
00:19:06: Der FC hat schon wieder verloren.
00:19:08: Schon wieder, jetzt bleib mal bitte ruhig.
00:19:10: Also, einmal.
00:19:11: Und das fand ich total nett und deswegen ist mein Interesse, will ich euch nur signalisieren, ehrlich.
00:19:16: Und nicht irgendwie journalistisch geprägt, sondern mich interessiert, warum ihr das... So denkt, was sie tut und warum ihr die Entscheidungen trefft, die ihr quasi für eure Unternehmen trefft.
00:19:26: Ich habe das Gefühl, das wird aber mehr in unserer Branche, dass du wirklich auch ehrliche Gespräche, also klar, jetzt nicht auf irgendwelchen Panels oder wie auch immer, aber wenn du wirklich in zwei Konstellationen bist, dass wenn du fragst, wie geht es dir, dass dann auch was anderes kommt als gut, sondern dass dann halt wirklich auch kommt, ja, du weißt ja, ich war da und da dran und das hat irgendwie nicht funktioniert oder... Also es gibt... immer noch so den Moment, über den du erst mal drüber kommen musst.
00:19:48: So von wegen haben wir jetzt genug Zeit für diese Antwort.
00:19:53: Und dann auch noch mal so ein Test.
00:19:55: Willst du die jetzt eigentlich überhaupt hören?
00:19:57: Aber ich habe schon das Gefühl, dass das da mehr geht.
00:20:03: Aber manchmal... muss man auch ehrlich sagen, ist da ja gar kein Raum für im Alltag.
00:20:07: Ich merke schon, kurz vor der Expo sprechen wir über unsere wieder halb Stunden Gespräche.
00:20:12: Ja, genau.
00:20:12: Das ist ja ein bestes Beispiel dafür.
00:20:15: Normalerweise müsste es eigentlich so laufen, dass du sagst, okay, zwanzig, fünf, zwanzig Minuten versuchst du irgendwie eine gewisse Verbindung darzustellen, wenn es vielleicht fremde Personen sind, die man noch nicht kennengelernt hat und dann einfach ein Follower abzumachen und zu sagen, hey, alles klar, was für Rahmenbedingungen haben wir?
00:20:27: Lassen wir uns mal nach der Expo irgendwie sprechen und zu sagen, dann können wir mal die... Jetzt haben wir die persönliche Basis gelegt und jetzt können wir über geschäftliche Themen sprechen.
00:20:34: Ja, aber du merkst
00:20:35: doch, du merkst doch dann, ob ein Fundament da ist oder nicht.
00:20:37: Klar.
00:20:38: Klar.
00:20:39: Und wenn dir da in den zwanzig Minuten oder halbe Stunde, wo du da mit jemandem drüber sprichst, dann merkst du, wir matchen nicht, dann hast du dir halt die Fahrt nach der Expo dahin gespart.
00:20:53: Aber das ist deswegen total wertvoll.
00:20:54: Genauso gehe ich an alle meine Expo-Termine.
00:20:56: Ich kriege super viele Anfragen, die wollen da mit mir aber irgendwelche... Projekte und Finanzierungslösungen und was weiß ich nicht immer.
00:21:02: Ich sage immer Leute, ich bereite mich auf keinerlei Gespräche vor.
00:21:05: Ich habe an den drei Tagen, weil sie nicht im halb- stunden-Takt wirklich Termine.
00:21:08: Ich kann das gar nicht.
00:21:09: Schau
00:21:10: mal, was er für eine Marktposition hat.
00:21:12: Was er sich herausnehmen kann.
00:21:13: Das ist ja super.
00:21:14: Ja, ist ja so.
00:21:14: Und dann sage ich Leute, diese halbe Stunde nutzen wir, um uns einfach gegenseitig kennenzulernen.
00:21:19: Stimmung einzusaugen.
00:21:20: Was passiert gerade unternehmerisch?
00:21:22: Welche Entscheidungen treffen Sie gerade?
00:21:24: In welche Richtung geht es?
00:21:24: Ist er positiv oder negativ?
00:21:26: Dafür ist die Messe da, aber nicht.
00:21:27: Ich schreibe bestimmt kein Artikel.
00:21:28: darüber, dass jetzt das x-te Kapitalenlageprodukt, drei Komma vier Prozent Rendite verspricht, mit einer Anlage in einer Senioren, Senioren Immobilien, Bad Salz-Uffel und so.
00:21:36: Das interessiert doch kein Mensch, ehrlich gesagt.
00:21:38: Und mich in dem Moment auch gar nicht.
00:21:41: Sondern es ist nur ein Persönlichkeitsaustausch, der maximal ein Kaffee lang dauert.
00:21:46: Also deine Erwartungshaltung ist ganz klar.
00:21:48: Aber aus dem super viel entstehen kann.
00:21:50: Natürlich.
00:21:52: Und teilweise mehr entstehen kann, als wenn ich jetzt mich wirklich zwei Stunden lang mit irgendjemandem irgendwo...
00:21:56: Aber ich glaube, muss ich ganz offen sagen, wenn wir doch mal den Kern unserer Branche festhalten, der sich jetzt über Jahrzehnte so erstreckt hat, dann ist doch, glaube ich, eher diese Kategorie das, was nachhaltig und auch belastbare Beziehungen auch dargestellt hat, wenn wir ehrlich sind.
00:22:11: Also,
00:22:11: habt ihr Freunde in der Branche?
00:22:13: sind Freundschaften aus der Branche entstanden.
00:22:15: Kleiner Anekdote,
00:22:16: ich
00:22:17: bin ja mal rausgegangen aus der Branche und war mal woanders und hatte dann aber auch immer noch Kontakt mit Menschen, die in dieser Branche tätig sind.
00:22:23: Und denen habe ich dann so ein bisschen gesagt, was mich genervt hat.
00:22:25: und dann sagte einer andere, was glaubst du, warum ich keine Freunde habe in dieser Branche?
00:22:30: Ich wollte ja excitieren,
00:22:32: aber
00:22:32: liebe Grüße gehen raus.
00:22:34: Und dir hat es mir bis heute hängen geblieben, das ist Jahre her, aber was glaubst du, warum ich keine Freunde habe in dieser Branche?
00:22:40: Ja, und es
00:22:40: ist ein total netter sympathischer und empathischer Mensch.
00:22:43: Das
00:22:43: ist genau der zweite Satz, an den ich gedacht habe, als wir heute spontan gesagt haben, dass wir über dieses Thema Ehrlichkeit sprechen möchten in unserer Branche, weil ich finde trotzdem, das ist echt, kannst du nicht, weil du machst dich angreifbar.
00:22:58: Du machst dich angreifbar zu einem gewissen Grad.
00:23:00: Echt?
00:23:01: Und auf deine Frage, ich habe es ja gerade... Das vertraue
00:23:02: ich irgendwie, oder?
00:23:03: Ja,
00:23:03: aber wenn wir doch mal ehrlich sind, dann ist das so.
00:23:05: Ich habe euch doch gerade eine Szenerie besprochen.
00:23:08: Ich hatte im Urlaub, man ist ja in verschiedenen Gremien oder sonstwo drin oder keine Ahnung war es.
00:23:13: Und ich habe mir im Urlaub bewusst die Entscheidung genommen.
00:23:15: Ich habe wirklich, by the way, ausnahmsweise mal Urlaub gemacht.
00:23:20: Wo man wirklich denken musste, wo möchte man denn wirklich noch, wo fühlt man sich denn noch identifiziert oder nicht?
00:23:25: Und nicht dann wie so Sammlung oder Auszeichnung zu sammeln, wo man den überall alles vertreten ist.
00:23:29: Irgendwann ändert sich doch auch eine, ich will nicht sagen, Ideologie hört sich jetzt wieder so krass an, aber eine Überzeugung.
00:23:34: oder irgendwann mal, glaubst du jetzt mal einfach Instanzen, wo du gewisse Themen gehabt hast, wo dann auf einmal die vier, fünf Leute sich bei dir melden und sagen hey die und die Person spricht schlecht über dich.
00:23:46: Da denkst du dir da auch, also du kannst ja der Gönner sein, du kannst alles meinen, du kannst da ein Sponsor sein
00:23:51: und
00:23:52: hast dann auch einmal so eine Rückmeldung, ohne das jetzt persönlich zu nehmen, aber das geht nicht.
00:23:56: Die Branche ist so schnell, lebe ich uns so überflächlich, du kannst vielleicht einen Kern von zwei Händen voll, natürlich in welchem Fällen es da steht.
00:24:03: Und dann wirst du mal sehen, mit wem wächst du denn auch.
00:24:05: Das heißt, es ist ein Prozess, der sich auch entwickelt.
00:24:08: Ich habe so viele Kunden gehabt, die auf einmal zu Kandidaten geworden sind, wo du auf einmal zu Lebensberater geworden bist, weil sie auf einmal sagten, hey, ich habe eine Entscheidung, du bist einer der Vertrauten, ich weiß bei dir gibt es eine ehrliche Meinung.
00:24:18: Das war eine unfassbar hohe Wertschätzung.
00:24:20: Das ist in deinem Job aber natürlich auch richtig krass.
00:24:22: Also du kriegst ja dann die Menschen im Zweifel dann
00:24:25: auch
00:24:26: in der Phase, wo sie ja am meisten an sich selber zweifeln oder wo gerade irgendwas passiert ist oder so.
00:24:30: Aber also ich finde deine Frage total spannend, weil die Definition von Freundschaft ist ja auch für jeden total anders.
00:24:35: Wir haben letztens in der Runde zusammengesetzt, die ich wahnsinnig schätze.
00:24:40: Und die kenne ich auch super lange, die Protagonisten und dann sagte dann einer, ja sind wir denn nicht alle deine Freunde?
00:24:48: Und sie war nicht aus der Immobilienbranche.
00:24:52: Aber ich tue mich mit dem Begriff Freundschaft wahnsinnig schwer.
00:24:57: Weil Freunde sind für mich die Menschen, die ich wirklich mitten in der Nacht um vier Uhr anrufen kann und sagen kann, ich habe jetzt hier echt ein Problem, hilf mir mal.
00:25:05: Habe ich noch nie gemacht.
00:25:06: Aber einfach dieses Gefühl.
00:25:11: Unser Pro.
00:25:12: Ist gepozentisch.
00:25:14: Warst du da nüchtern?
00:25:15: Wahrscheinlich nicht.
00:25:16: Das habe ich auch gerade gedacht.
00:25:17: Also ich verstehe nicht, warum dieses Vorurteil eigentlich schon kommt.
00:25:21: Ich trinke kaum Alkohol.
00:25:23: Ja, aber ich glaube, die Definition von Freundschaft, die macht auch jeder anders.
00:25:29: Und ich habe dann in dieser Runde, als wir da saßen, habe ich tatsächlich gesagt, bei dir würde ich sagen, du bist mein Freund.
00:25:36: Und bei dir würd ich sagen, du bist ein sehr, sehr wertgeschätzter, ich glaub, Wegbegleiter, hab ich gesagt.
00:25:40: Boah,
00:25:41: ernsthaft?
00:25:42: Das bringt mir auf eine Beerdigung
00:25:44: an.
00:25:44: Nein, aber so viel zum Thema Ehrlichkeit.
00:25:46: Das
00:25:47: musste auch erst mal auslöschen.
00:25:48: Und wie hat derjenige reagiert?
00:25:49: Geschluckt und gesagt, ja.
00:25:50: Er hat geschluckt und ich habe mir dann fest vorgenommen, dass ich mit ihm noch mal drüber spreche.
00:25:54: Habe ich bis heute aber noch nicht gemacht, aber tatsächlich nur, weil ...
00:25:57: Grüße gehen raus.
00:25:58: Grüße gehen raus.
00:25:59: Darf ich denn jetzt keine
00:26:00: Namen?
00:26:00: Also ganz ehrlich, ich bin vollkommen bei dir.
00:26:03: Es ist maximal schwierig, weil es ist echt subjektiv zu sagen.
00:26:06: Ich glaube, dieses Begriff Freund wird auch unfassbar inflationär benutzt.
00:26:10: Und eben nicht so ... Also wie gesagt, da hast du nicht eine Definition von.
00:26:14: Aber vor allen Dingen der Branche aus Berufskontakten.
00:26:18: Es kommt immer darauf an, was man gemeinsam durchlebt hat, finde ich.
00:26:21: Also es kommt immer darauf an, was man teilt.
00:26:23: Und das ist ja genau das, was ich in meiner Situation so ein bisschen anders darstellen möchte, wenn sich auf einmal Menschen, und das ist halt echt dich krass, von der Darstellung her, von ihrer Oberflächlichkeit im Erstkontakt oder vielleicht irgendein Kunde, der erstmal so von oben her abgesprochen hat und wie auf einmal ein Problem für ihn lösen und du dann auf einmal so ein bisschen in den Circle reinkommst oder wie gerade beschrieben sich auf einmal eine Lebenssituation ändert, was ja.
00:26:47: Das öfteren passiert ist in letzter Zeit.
00:26:50: Dann merkst du auf einmal, wie jemand ganz ganz anders mit dir spricht.
00:26:53: Dann musst du dich auch erst mal reflektieren und sagen, warte mal, was hatte ich eine ganz andere Einschätzung von dir als Mensch?
00:26:59: Und wenn man dann helfen kann, ist, glaube ich, diese ehrliche Kommunikation auch die Erwartungshaltung sehr, sehr wichtig, weil ich finde, wir implizieren immer so ein bisschen die Heilsbringer und ich löse alles.
00:27:10: Aber manchmal kann man das auch gar nicht.
00:27:12: Man muss dann die Erwartungshaltung sehr, sehr... runter reduzieren.
00:27:15: Ich finde, das hat auch etwas mit einer ehrlichen Kommunikation zu tun.
00:27:18: Ja, aber du darfst jetzt Wertschätzung und Freundschaft nicht vermischen, weil ich kann jemanden total wertschätzen und mega sympathisch finden und mit dem sogar auf der Couch sitzen.
00:27:33: Aber deswegen ist er nicht zwingend mein Freund.
00:27:35: Ab wann ist denn für dich jemand dein Freund?
00:27:42: Super schwer zu definieren.
00:27:43: Ist ja für jeden total maximal unterschiedlich.
00:27:45: Deswegen habe ich die Frage gestellt, dann muss ich sie ja
00:27:47: nicht machen.
00:27:47: Wir sind zwar eine gefühlten Live-Botwärse, aber ich kann auch wohl drei Sekunden überlegen, Mensch.
00:27:50: Ich finde, ich habe nur die Gedankenlücke überwunden.
00:27:53: Ich merke,
00:27:53: das ist super,
00:27:55: sehr wertsichts von dir.
00:27:56: Also, ich würde schon sagen, je älter ich werde, desto kleiner wird mein Kreis von Leuten, mit denen ich gerne Zeit verbringe und die ich bewusst gerne anrufe.
00:28:09: Das heißt, ich würde dann schon eher sagen... Das spricht mich
00:28:10: immer selten an, dass wir jetzt bin ich getroffen.
00:28:14: Weiß ich Bescheid?
00:28:15: Ja.
00:28:16: Ne, ich weiß Bescheid.
00:28:16: da also auch Leute, die wirklich fernab von der Branche sind, die mir einen ganz anderen, die mir auch den Halt geben, weil man muss halt nur sagen, du hast es jetzt angesprochen unternehmen, mal hier und da und man versucht irgendwie, was weiß ich, was da zu stellen, immer höher, immer schneller, immer weiter, immer mehr vermögen, Autos, dicke Autos, dicke Uhren, die auch nur Klicklack machen, ist die Konstellation, dass man sagen kann.
00:28:39: Ich sag jetzt mal nicht, was du von
00:28:40: Uhr an hast.
00:28:41: Ja.
00:28:42: Die stehen geblieben.
00:28:43: Nein, Spaß.
00:28:44: Macht
00:28:44: noch nicht mal wirklich Glück.
00:28:45: Nein.
00:28:47: Macht nur Rrrrrr.
00:28:48: Du brauchst auch Leute, die dann einfach so ein bisschen den Menschen im Vordergrund haben.
00:28:53: Ich glaub, das sind Freunde, die jetzt gar nicht so für was weiß ich, wie du jetzt da stehst, dich dafür sehen, sondern wie du vorher hast.
00:29:03: Kannst du dann anders gefragt?
00:29:05: Kannst du im Privaten ein ehrliches, wie geht's dir?
00:29:09: Antwortest du anders, als wenn wir darüber sprechen?
00:29:12: Safe.
00:29:14: Hundertprozentig.
00:29:14: Okay.
00:29:16: Also bei dir würde ich eher sagen, sagen wir mal, ich weiß ja, was danach kommt.
00:29:23: Oh, André.
00:29:24: Deswegen...
00:29:25: Ich weiß nicht, ob da noch Kompliment draus wird.
00:29:28: Deswegen
00:29:28: erspare ich, wie das manchmal kommt auf meine Länderkilner.
00:29:32: Sorry.
00:29:34: Nee, ich spass bei Seite.
00:29:35: Also ich würde schon zu seventy-fünf Prozent sagen, dass du danach dran bist, ja.
00:29:39: aber auch weil wir ganz andere Themen miteinander geteilt haben.
00:29:42: Ich weiß nicht, da war einfach eine Verbindung, wo ich manchmal dann auch, ich teste Menschen.
00:29:46: Ich vertraue Menschen sehr viel als Vorschuss und dann schaue ich, wie sie sich verhalten.
00:29:51: Alles ist ein Test, vor allen Dingen in den ersten Verbindungen oder sonst was alles.
00:29:55: Und wenn du dann siehst, dass jemand einen gewissen Vertrauenstest bestanden hat, wenn egal was, ob es eine Kommunikationssache ist, ob es irgendwie Informationen, die du geteilt hast, ja die aus dem Persönlichen kommt, das ist der beste Test.
00:30:09: Macht, Geld oder Vertrauensvorschuss.
00:30:11: Dann testest du den Charakter.
00:30:12: Du bist
00:30:12: total, also das ist ja so voll kopflastig.
00:30:16: Also, wenn ich darüber nachdenke, also meine... Keine Zeit
00:30:19: für Spiele rein.
00:30:20: Meine Freundschaften, die sind
00:30:23: zu...
00:30:25: ...fünhneinzig Prozent aus Schul- oder Hochschulzeiten.
00:30:29: Wir waren am Freitag mit den Mädels unterwegs.
00:30:34: Da ist es völlig egal, wer welchen Job macht und wer was jetzt.
00:30:38: Stopp,
00:30:38: stopp, stopp.
00:30:39: Du redest ja gerade über Freundschaften.
00:30:40: Ich entschuldige, damit ich das einordnen kann.
00:30:42: Ich hatte jetzt gerade nur versucht aufgrund des Beispiels André und mich jetzt gerade.
00:30:46: Weißt du, dass wir gesagt haben, weil auch vorher die Frage war, ob wir auch Freunde in der Branche haben.
00:30:51: Ich wollte die Bromance nicht stören, sorry.
00:30:54: Vollkommen akzeptiert dann Entschuldigung.
00:30:59: Nein, aber ich bin froh.
00:30:59: Wir machen nur die Deutsch-Jetzing-Hebe-Frigur,
00:31:01: oder?
00:31:02: Ja, ich ne.
00:31:03: Rücken.
00:31:05: Du bist Jennifer.
00:31:07: Ja, besser nicht.
00:31:08: Patrick.
00:31:09: Naja, aber ich kann euch das ja als einfaches Beispiel machen.
00:31:11: Ich meine, Patrick ist.
00:31:11: ja, Patrick Enig ist bei uns im Team.
00:31:14: Der, der bei uns, der komplett die Kandidatenseite bespielt.
00:31:17: Der hat letztes Mal mir auch gesagt, dass er, wir kennen uns jetzt seit über zwanzig Jahren.
00:31:22: Ja, und ich habe, wie gesagt, locker, an mindestens anderthalb zwei Händen, die du absehen kannst, wo du Leute über zwanzig Jahre oder fünfzehn Jahre plus kennst.
00:31:32: Das ist so.
00:31:34: Ja, und, dementsprechend ist das Thema, er kam zu mir und hatte gesagt, ganz große Erhaltung gesagt, wir hatten noch nie irgendein Thema, weil man ja das annehmen würde, wenn man da zusammen arbeitet, weil du ja eine andere Haltung annehmen musst, als vielleicht vorgesetzter Chef, nennens Videos willst, oder als Freund.
00:31:50: Und dann hat man nur ein Deal, dass wir gesagt haben, unabhängig von der Zeit, die wir geschäftlich mit einer verbringen, wo es mal irgendein Deal haben, dass wir diese Bromance auch irgendwie schätzen und auch dann kanalisieren oder Zeit dafür haben.
00:32:00: Das ist wichtig.
00:32:01: Und unabhängig von den Teilen, die du hast, weil wenn du erwachsen bist, hast du auch andere Verpflichtungen.
00:32:06: Und das ist sehr, sehr interessant.
00:32:08: Ich denke, gestern habe ich noch etwas Psychologisches gesehen, wo es darum ging, die Erwartungshaltung, die man an sich selber hat, die man gegenüber Familie.
00:32:17: also die Verpflichtung, die man einhalten muss.
00:32:19: Dann hat die Dame fünf Gläser aufgetaunt und ein Glas was mich repräsentiert.
00:32:25: Und dann heißt es, einmal hast du Eltern, dann hast du die Familie, die eigene, dann hast du Freunde, ja, und dann hast du Job oder das, was du selber verwirklichen möchtest.
00:32:34: Und wir haben immer wieder die Erwartung, dass wir alles gleich erfüllen müssen, dass wir alles zu hundert Prozent schaffen müssen.
00:32:39: Das ist aber unrealistisch.
00:32:41: Wir müssen auch wissen, dass wir in einer gewissen Lebensphase vielleicht hier ein bisschen mehr Auf der anderen Seite aber ein bisschen weniger.
00:32:48: Und dann ist es auch noch mal so, dass es heißt, vielleicht ist die Zeit mit der Familie gerade intensiver.
00:32:52: Weil das geschäftliche vielleicht als Ausgleich ist, da muss man aber auch den Freunden kommunizieren, dass das vielleicht ein bisschen ins Hintertreffen gerät.
00:33:00: Alles ist dann auch der Kommunikation.
00:33:01: Und Freunde oder wahre Freunde, die respektieren das ja auch.
00:33:05: Die nehmen sich selber dann nicht so richtig.
00:33:07: Das ist, glaube ich, so ein bisschen die Definition meiner Meinung nach von Freunden.
00:33:10: Ja, und wenn du dann Mahlzeit füreinander findest, in solchen Freundschaften ist es ja dann auch immer tatsächlich so.
00:33:15: Es
00:33:15: ist so, als wenn
00:33:16: es war immer.
00:33:16: Genau, als wäre dazwischen.
00:33:18: Ich glaube, es ist dann eine Matching-Sache, ob die Definition irgendwann matcht.
00:33:22: Also mit Freunden, die ich habe, die wir sehen uns vielleicht drei, vier Mal im Jahr, aber wir machen da weiter, wo wir aufgehört haben.
00:33:29: Das ist der Punkt.
00:33:30: Wir machen uns nie Vorwürfe oder mal melden können oder so.
00:33:33: Nee, wir haben auch mal zwei Monate keinen Kontakt.
00:33:36: Aber danach ist sofort wieder, ey.
00:33:37: Was geht, lass dich herzen und alles ist gut.
00:33:40: Ja.
00:33:41: Und das finde ich super, super wertvoll.
00:33:43: Ich kann mir auch vorstellen, dass es auch mit Menschen in der Immobilie im Orange gelingt.
00:33:45: Was mich aber mal daran interessieren würde, ihr beide Angestellte, könntet ihr mit euren Angestellten befreundet sein?
00:33:51: Ich finde das nämlich super schwer.
00:33:52: Habt ihr gerade gesagt?
00:33:53: Ja, ja.
00:33:54: Du kannst das hier anscheinend irgendwie.
00:33:56: Irgendwie, ja.
00:33:56: Ich weiß auch nicht wie, aber es liegt wahrscheinlich am Patrik.
00:33:59: Ich würde es super schwer empfinden.
00:34:00: Für meinen Umfeld, für enge Freunde irgendwie, die für die zu arbeiten oder so.
00:34:05: Ich glaube, das wäre... Echt nicht einfach.
00:34:09: Also ich bin kein großer Freund von Family and Friends, einfach weil ich viele Beispiele schon gesehen habe, wie es eben nicht funktionieren sollte.
00:34:20: Und das kannst du bewusst ausschalten, weil es gibt ja so eine Connection.
00:34:23: Du triffst Menschen und merkst... Krass, da ist eine Connection.
00:34:26: Ja,
00:34:26: ja, aber ich kann diese Connection doch zulassen.
00:34:29: Ich kann doch... Also, ich finde, das muss man jetzt auch nicht so hart sehen, das muss man nicht so ausschließen.
00:34:35: Aber lasse ich deswegen jemand komplett in meinem privates Umfeld?
00:34:38: Nein.
00:34:38: Aber deswegen kann ich trotzdem eine Super Connection haben und eine wahnsinnige Wertschätzung zu jemandem.
00:34:43: Und wenn ich mal ein Thema hab, oder wenn die Person mal ein Thema hat, dann kann ich das auch gerne mit annehmen und mich da ehrlich für interessieren.
00:34:52: Also da, ich finde, da muss man schon auch Raum für geben.
00:34:57: Und weil, ich mein, de facto... verbringen wir mit diesen Menschen wahnsinnig viel Zeit und wenn wir sie nicht leiden können, dann wird es schwierig.
00:35:06: Ich kann dir, vielleicht du willst ja den Menschen Thomas ein bisschen kennenlernen, habe ich ja heute schon als Kritik mitgenommen.
00:35:12: Deswegen sorry, wenn ich ein bisschen zu viel über mich heute erzähle, aber den anderen interessiert es.
00:35:17: Die Konstellation war ja so, ich kann euch das aus dem Innenleben, aus eigener Erfahrung mitteilen.
00:35:22: Wir hatten ja zwei, drei Jahre und alle in der ersten Instanz, wenn du so ein Startup aufbaust, kommen aus einer persönlichen Beziehung oder aus persönlichen Umfällen, weil sie eventuell schon mit ihr gearbeitet haben oder nicht.
00:35:34: Und unabhängig von der Konstellation sind das dann Bekanntschaften, die dann schon ein bisschen eher ins persönliche gehen oder eben auf einer gewissen Basis kommen.
00:35:41: Ich hatte es ja gerade mit Patrick schon geschildert und irgendwann habe ich aber gemerkt, durch dieses Family and Friends Thema, weil ich es jedem so in einer Komfortzone recht machen wollte, mit dem nachhinein analysiert, dass die alles haben wie ein Buffet, was sie sich nehmen können.
00:35:57: Weil sie doch dann keine Ausreden mehr haben, nicht leistungsfähig zu sein.
00:36:02: Er hat mich irgendwann mal in eine gewisse Fristrationsame gebracht, weil ich gesagt habe, hey, ich habe so viel Geld verloren.
00:36:09: Aufgrund wahrscheinlich der Tatsache, hätte ich nicht diesen Modus gewählt, sondern eher eine gewisse Distanz dazu gehabt.
00:36:15: Hätte ich wahrscheinlich als Unternehmer, so wie du es am Anfang gefragt hast, vielleicht rational sachlich viel bessere Entscheidungen getroffen für mein Protonet, für das Unternehmen.
00:36:24: Und im Endeffekt, wenn es mir gut geht, weiß ich, was ich für ein Typ bin, geht es meinen Leuten definitiv gut.
00:36:30: Weil du eben diese Leuchtungfunktion hast, diese Krawattenfunktion, diese Sicherheitsfunktion in turbulenten Zeiten, ist dank dir im Endeffekt niemand.
00:36:38: Weil Zeit ist sehr schnell vergänglich.
00:36:41: Und dieses Gefühl ist auch sehr vergänglich.
00:36:43: In dem Sinne habe ich irgendwann mal einen Switch gehabt, wo ich dann gesagt habe, bei einem Kick hoff ich so Leute.
00:36:48: Ich verstehe, was alles war.
00:36:49: Aber ich mache euch eine Ankündigung.
00:36:51: Ich bin nicht mehr der Best Friend der Buddy Thomas.
00:36:53: Sondern ich bin jetzt der Chef
00:36:55: Thomas.
00:36:56: Und das ist ein Mindsetwechsel.
00:36:58: Und das hat hohe Wellen geschlagen.
00:37:00: Dann diesen Switch... Das ist ein Risiko,
00:37:02: ne?
00:37:02: Auf beiden Seiten.
00:37:03: Unternehmerisch und privat.
00:37:05: Ja, hundertprozentig.
00:37:06: Aber ich glaube, wenn es auf der privaten Ebene in der fairen Kommunikation ist, und wenn das dir ausgelegt wird, dann musst du dich hinterfragen, welche Qualität der Verbindung dahinter war.
00:37:15: Auf und geschworen.
00:37:16: Weil geschäftlich kann sich immer sehr, sehr viel was ändern.
00:37:18: Aber die persönliche Ebene sollte davon nicht übertroffen sein, sage ich ganz oft.
00:37:22: Ständig würdest du deine Freunde in deiner Firma anstellen?
00:37:25: Hattest du auch gesagt, ne?
00:37:26: Halt,
00:37:29: da gibt es tatsächlich ein paar Beispiele zu, die mich im Leben sehr geprägt haben.
00:37:35: Und ich kenne keine positive Beispiele.
00:37:40: Und deswegen würde ich das, glaube ich, nicht tun.
00:37:44: Nein.
00:37:45: Auch wenn ich von...
00:37:47: Freunden
00:37:49: sehr, sehr viel halten kann, ist beruflich und privat und doch noch mal was anderes.
00:37:52: Ich würde sie wahnsinnig darin unterstützen, etwas zu finden, was sie antreibt, wo sie richtig Bock drauf haben und so.
00:37:58: Ich würde da auch mein Netzwerk für aktivieren, aber ich
00:38:00: würde glaube ich nicht... Nicht in der direkten Verbindung?
00:38:03: Wie bitte?
00:38:03: Also nicht in der direkten Verbindung.
00:38:04: Du würdest sagen indirekt, egal wo, wenn es dann netzwerktechnisch ist, aber nicht, wenn man... Na ja, siehst du ja selber.
00:38:11: Ich sehe ja jetzt auch, darf ich das so sagen... Seitdem du auch die neue Rolle hast, ja, bist du auch, hast du auch noch mal einen ganz ganz anderen Werkzeugkasten adaptieren müssen zu dem Thema.
00:38:21: Ja, und ich weiß ja, wie wir ja so ein bisschen im Austausch auch waren und was da für eine Entwicklung noch mal gekommen ist für so einen Sprung, wo ich auch manchmal geht, krass.
00:38:29: Vor ein, zwei Jahren hätte ich so eine Antwort oder so eine Struktur oder sowas nicht bekommen.
00:38:33: Das sind so Sachen, die fallen da eben auch auf, ja.
00:38:35: Und es gibt ja auch Menschen, die entwickeln sicher auch.
00:38:37: Das bedeutet auch, wenn du so eine Verbindung eingehst, musst du ja auch ein Stück weit gucken, wer entwickelt sich in welche Richtung, entwickeln wir uns noch in die selbe Richtung.
00:38:45: Deswegen gibt es ja auch manchmal Freunde, die Lebensabschnittsgefährten auf einer Freundschaftsbasis dann auch sind, was auch vollkommen in Ordnung ist.
00:38:52: Ich wünsche den Menschen ja auch nichts Schlechtes, aber irgendwann lebt man sich ja auch irgendwie auseinander.
00:38:56: Jetzt
00:38:56: kommt der Zug des Lebens.
00:38:57: Ich finde das immer super.
00:38:59: Auf der Party, wo ich war, da war auch ein, die hat zwei Tage vorher ein Hochzeitsantrag bekommen.
00:39:04: Vom Mensch, wie lang wart ihr zusammen?
00:39:06: Sagt sie, er hat das ausgerechnet, was war das, sechstausend, irgendwas Tage, also, siebzehn Jahre.
00:39:10: Nach siebzehn Jahren hat er endlich einen Heiratsantrag
00:39:12: gemacht.
00:39:12: Wow.
00:39:13: Hat sie denn ja gesagt?
00:39:14: Und sie hat ja gesagt,
00:39:15: ja.
00:39:15: Das hat sie jetzt gerade so angehört.
00:39:17: Das waren
00:39:17: ... Sie ist Mitte dreißig, ne?
00:39:19: Also, man weiß dann, okay, krass, die haben einfach die prägenste Zeit ihres Lebens miteinander verbracht.
00:39:25: Und das finde ich wiederum krass, wenn man also alle Irren und Windungen irgendwie miteinander genommen hat, geht das ja privat, dann geht das ja wahrscheinlich auch irgendwie unternehmerisch.
00:39:33: Und die andere Frage ist, wenn du nur, ist ja mal nur Beispiele hast, wo es nicht funktioniert hat, heißt das dann auch, du traust es dir selbst nicht zu, weil du dich einschätzen kannst und weißt, okay, dir wird es schwer fallen, das zu trennen oder weil du die Freundschaft nicht riskieren willst oder...
00:39:52: Ich glaube, ich bin jemand, der wahnsinnig lange braucht, um jemanden wirklich in Freund zu nennen.
00:39:59: Und ich glaube, dass ich in dem beruflichen Kontext, wie aus eben gesagt, ich bin sehr strukturiert und sehr sachlich.
00:40:07: Und ich habe mich dem verschrieben, dass wir gemeinsam etwas schaffen, was gesellschaftlich einen ganz, ganz großen Mehrwert hat, womit wir ein gesellschaftliches Problem auch lösen und ganz viele andere Themen mit reinbringen.
00:40:20: Ich versuche, dass alle im Unternehmen wissen, wofür wir das tun, dass jeder dafür brennt, was wir da tun.
00:40:28: Und wenn man das zu sehr auf einer persönlichen Ebene macht, glaube ich, kann das auch wahnsinnig nach hinten losgehen.
00:40:37: Und deswegen, ich würde das gar nicht absolut verteufeln und mich da verschließen, aber ich glaube, ich komme beruflich alleine schon durch die Taktung, die man in den Terminsituationen hat.
00:40:48: Oder auch wenn dann mal ein After-Work ist oder so, dann sind da halt viele Menschen, mit denen man sich unterhält.
00:40:55: Es kommt halt nicht mehr zu diesen Gesprächen von, ich setze mich jetzt mit jemand mal drei Stunden in die Ecke und sinniere mal über das Leben.
00:41:02: Das funktioniert halt so.
00:41:05: Würdest du das wünschen?
00:41:10: Naja, ich vermisse ja nichts, weil ich hab ja die Menschen, mit denen ich das machen kann.
00:41:14: Also ich glaube, wenn ich die nicht hätte, dann würde ich es mir bestimmt wünschen.
00:41:16: Das ist genau der Punkt.
00:41:17: Die geben dir halt Halt, ne?
00:41:18: Ja.
00:41:19: Ja, weil setzt du die Maßstäbe, die du an dich selbst hast, ne?
00:41:21: Strukturiert zu sein.
00:41:24: Du willst Menschen um dich herum haben, die auch für die gleiche Sache brennen, ne?
00:41:27: Setzt du die Maßstäbe auch an deine Freunde?
00:41:29: Also heißt das... Die sind auch alle Unternehmer, die brennen für eine Sache.
00:41:34: Ich
00:41:35: hab eben gesagt, ich kenne die.
00:41:38: Hast du gerade Lazy gesagt?
00:41:39: Ja, im Lazy Johnny irgendwie befreundet seid.
00:41:42: Einer meiner engsten Freunde heißt Lazy.
00:41:43: Du
00:41:46: warst nicht gemeint.
00:41:48: Und den ... Ich kenne nicht.
00:41:51: Nein, der ist nicht Lazy.
00:41:52: Aber tatsächlich muss man sagen, dadurch, dass ich sie ja schon so lange kenne zum großen Teilen, habe ich sie ja offensichtlich überhaupt gar nicht danach ausgewählt.
00:42:01: Und jeder hat einen völlig unterschiedlichen Lebensweg eingeschlagen.
00:42:05: Aber trotzdem haben wir alle irgendwo mal eine Bar.
00:42:07: es gehabt, wo wir gemeinsam durch Klausuren fassen oder weiß nicht was gegangen sind.
00:42:11: Und deswegen kann man überhaupt gar nicht sagen, dass ich die so ausgewählt habe oder dass wir das macht es ja total spannend.
00:42:18: Also ich habe Freunde in meinem Freundeskreis, die man mir wahrscheinlich auch so nicht zutrauen würde, weil ich das auch einfach... Ich bin jemand, ich mag auch gerne andere Meinungen und ich mag das auch gerne, unterschiedliche Meinungen auszutauschen und genau diese Menschen brauche ich auch um mich drum herum.
00:42:33: Und das ist besonders spannend, wenn mein Kinder bekommt gleichzeitig mit Freunden und dann jeder unterschiedliche Erziehungsmodell
00:42:38: halt.
00:42:39: Da muss man aufpassen.
00:42:41: Ich kann nachvollziehen, was du meinst, weil ich natürlich vielleicht die Sichtweise habe.
00:42:44: Du sagst ja auch, du möchtest ein Stück weit genau diese freie und befangene Meinung von deinem Freundeskreis auch haben.
00:42:51: Und wenn du jetzt mit denen zusammenarbeiten würdest, ist dann damit die Frage.
00:42:54: Möchtest du meine ehrliche Meinung oder möchte die geschäftliche Meinung haben?
00:42:58: Weil je nachdem wie jemand positioniert ist, schnell mal vor du bist Vorstandsvorsitzende, egal wo und sagst hey du hast einen Abteilungsleiter den du positioniert hast und sagst gib mir mal deine ehrliche Meinung über jemanden.
00:43:09: Freundschaftlich sage ich dir das auch noch zwischen den Zahlen.
00:43:11: Geschäftlich darf ich jetzt nicht gegen meinen Vorgesetzten oder sonstiges eigentlich sagen.
00:43:15: Also es ist schon schwierig und die Frage ist, da wären wir wieder in Macht.
00:43:20: Themen, wie viele um deine Macht ausspielen würdest in dem Moment.
00:43:24: Ich finde, was ich aus meiner Sichtweise sagen kann, es kommt immer auf die persönliche Motivation der Person an und wie du das verbinden kannst mit der eigenen Mission oder der Mission des Unternehmens.
00:43:35: Wenn das eine Deckung oder ein Querschnitt oder egal wie eine Überschneidung hat, dann bringt es beiden was.
00:43:41: Das ist wichtig und dann kannst du auch befreundet sein oder nicht, wenn du klare Erwartungshaltung hast.
00:43:46: Wenn beidseitig eben nicht heißt Ja, war das jetzt blöd, wie du das gesagt hast?
00:43:51: Ja?
00:43:52: Weil du bist auch eigentlich mein Freund.
00:43:53: Es ist dann aber dein Schuld, wenn du etwas persönlich nimmst, weil wenn ich etwas sachlich sage und dich persönlich angegriffen fühlst, dann mach nicht dein Problem zu meinem Problem.
00:44:01: Also von daher denke ich schon, wenn man eine gemeinsame Vision hat, wenn man eine gemeinsame Entwicklung hat, wenn man Potenziale in jemandem sieht und das Fundament Vertrauen ist, weil das hast du ja eigentlich als Asset bei einem Freund.
00:44:15: Dann ist das eine sehr sehr schöne sehr sehr schönes Fundament worauf man sich gemeinsam entwickeln kann.
00:44:20: Ja und dann kann man einfach gucken was ich finde.
00:44:22: Das
00:44:22: ist eine schöne Basis.
00:44:23: Ich bin mit Menschen bei mir auf der Arbeit befreundet, Freunde würde ich nicht sagen.
00:44:28: Weitermau, was
00:44:29: ist das denn für eine Unterscheidung jetzt?
00:44:31: Ja, man kann ja jemand sagen, die würde ich auch in privaten Umfeld ertragen.
00:44:34: Bekannt.
00:44:34: Genau, aber die würde ich jetzt nicht nach zum Zweier anrufen und sagen, ey, ich brauche jetzt ganz dringend.
00:44:39: Wir brauchen jetzt auch
00:44:40: mal eine Scala,
00:44:40: ne?
00:44:41: Na
00:44:41: ja, aber das finde ich, dieser Begriff Bekannte ist ja total negativ besetzt.
00:44:46: Entfernt
00:44:46: uns so ein bisschen, ne?
00:44:47: Ja, genau.
00:44:47: Distanziert.
00:44:48: Aber
00:44:48: das ist, warum, also...
00:44:53: Weil es so neutral ist, das ist keine Wertung drin.
00:44:55: Das ist so... Mein Postboten, mit dem bin ich auch bekannt.
00:44:59: Ja, also, wir kennen uns.
00:45:01: Das ist steckenbieter Bekanntes.
00:45:01: Ich weiß nicht, wenn
00:45:02: du rist mir gesagt hättest, okay, du bist mit dem und dem befreuen, dann sag ich, okay, du seid Freunde.
00:45:05: Deswegen find ich das halt so ein bisschen schwierig, deswegen kann dich die Differenzierung jetzt nicht.
00:45:09: Das ist ein Kumpel von mir, würd ich sagen.
00:45:11: Ich glaube, ich bin ja aus Triesi.
00:45:12: Ich hab noch eine ganz andere Definition von Freunde.
00:45:14: Oh, und von Spaß.
00:45:16: Und von Spaß.
00:45:19: Danke schön dafür.
00:45:19: Dann zieh ich die Schleife mal andersrum.
00:45:21: Wir waren ja bei Ehrlichkeit gelandet.
00:45:22: Immer noch, ja.
00:45:24: Wir haben ja vorhin gefragt, wie ehrlich findet ihr die Branche?
00:45:26: Da haben wir keine Antwort darauf gegeben.
00:45:28: Dann frag ich mal andersrum, wie ehrlich seid ihr zu der Branche?
00:45:31: Aber warum haben wir keine Antwort darauf gegeben?
00:45:33: Das finde ich nicht.
00:45:34: Ich habe gesagt, dass ich durchaus das Gefühl habe, dass ich sehr ehrlich, ehrliche Gespräche in der Branche zu runden habe.
00:45:40: Das glaube ich schon.
00:45:42: Warum ist das
00:45:42: eine Falle?
00:45:43: Ja, was er wieder sagt, wie ehrlich seid ihr zu einer Branche an sich?
00:45:45: Ich weiß ja nicht.
00:45:49: Also wie ist das gegenüber jeweils erträgt?
00:45:51: Also ja, ja, sehr ehrlich, sehr ehrlich.
00:45:57: Aber
00:45:58: es ist leichter als eine Provokation.
00:45:59: Korrekt.
00:46:03: Ist das jetzt aber ein stilistisches Mittel oder ist das eigentlich nur ... ... eine Höflichkeitsform?
00:46:07: Aber
00:46:07: es ist auch super, dass du dir das erarbeitet hast, weil ich war selbst auch mal Dienstleister.
00:46:10: Ich bin als Dienstleister in der Bronze gestartet.
00:46:13: Und
00:46:14: ich habe gelernt, du musst einfach, der Kunde ist König, du musst quasi dem Kunden irgendwie versuchen, das alles schön zu machen und so.
00:46:21: Bis ich dann festgestellt habe, nee, das bringt überhaupt gar nichts.
00:46:23: Denn ich habe klassisch PR gemacht für Unternehmen und habe festgestellt, das ist total Humbug, wenn du dir nicht ehrlich sagst.
00:46:30: Lassen Sie das, bringt nix, tun Sie es nicht.
00:46:33: Und dann hat man wieder mit Unternehmern auf der anderen Seite zu tun, die natürlich, was ich gut finde, brennend für das, was sie tun, die überzeugt sind davon, dass sie das, was sie tun, dass es mehr Wetter hat, dass das richtig ist, dass die ganze Welt das wissen muss.
00:46:43: Und das haben Liebsten auf der Fatz, auf Seite eins muss stehen, ich bin der geilste Typ dieser Welt, ich habe das Perpetlium-Mobilier erfunden und ich habe die Quantenphysik gedribbelt.
00:46:54: Und so ist es ja eben nicht.
00:46:55: Und das ist ein... Krasse Spiel, weil ich, was ich mit euch ja auch immer spiele.
00:47:00: Ja, so versuch, was auch euch rauszulocken.
00:47:02: Und so ein ehrliches Gespräch war hier super.
00:47:04: jetzt, bis jetzt ehrlich gesagt.
00:47:05: Also nochmal Janin, wie ehrlich bist du zu der Branche?
00:47:08: Ja,
00:47:08: komm, jetzt kommt er wieder zurück.
00:47:09: Ja, ja.
00:47:10: Da lässt nicht locker.
00:47:10: Da darf er ja auch hin.
00:47:11: Ich, ich finde das nicht.
00:47:12: Muss euch
00:47:12: ja so ein bisschen weich kochen mit Phrasen
00:47:13: und dann ist es normal.
00:47:14: Sie sind wieder im
00:47:15: Dschungel.
00:47:15: Dschungelcamp.
00:47:15: Dschungel-Camp.
00:47:16: Dschungel-Camp.
00:47:16: Dschungel-Camp.
00:47:16: Dschungel-Camp.
00:47:17: Dschungel-Camp.
00:47:17: Dschungel-Camp.
00:47:18: Dschungel-Camp.
00:47:18: Dschungel-Camp.
00:47:19: Dschungel-Camp.
00:47:20: Dschungel-Camp.
00:47:21: Dschungel-Camp.
00:47:21: Dschung.
00:47:25: Wenn das gegenüber mich um meine ehrliche Meinung fragt, bekommt es das.
00:47:30: Aber
00:47:31: ich bin nicht ungefragt.
00:47:32: Also, ich mach nicht den Thomas und geh auf dich zu und sag, deine Brille sieht richtig scheiße aus.
00:47:40: Das mein ich.
00:47:41: Ich glaube, ich hab irgendwie so komische Meinung.
00:47:43: Also, ich sag mal so.
00:47:46: Ich werde mich
00:47:47: nicht dagegen wehren.
00:47:48: Ich find ihr gegenseitig scheiße.
00:47:49: Das ist nur zum Festhalten.
00:47:49: Ist die neu?
00:47:49: Nee.
00:47:50: Ist mir gar nicht aufgefallen.
00:47:52: Nee, Spaß beiseite.
00:47:54: Also ... Ich habe schon gelernt, erst mal zu fragen, ob ich meine ehrliche Meinung haben möchte, ob ich sie wirklich haben möchte oder ob ich einfach nur zuhören soll.
00:48:04: Das ist ja auch
00:48:05: so eine Frage, ne?
00:48:07: Möchtest du jetzt meine ehrliche Meinung haben?
00:48:09: Wenn mir jemand eine Frage stellt und die Situation gibt es her, dann bekommt er die ehrliche Meinung.
00:48:14: Das ist doch das, was du mir sagst.
00:48:14: Das ist doch das, was du mir sagst.
00:48:15: Das ist doch das, was du mir sagst.
00:48:16: Das ist doch das, was du mir sagst.
00:48:17: Das ist
00:48:17: doch das, was du mir sagst.
00:48:17: Das ist doch das, was du mir sagst.
00:48:18: Das ist doch das, was du mir sagst.
00:48:19: Das ist doch das, was du mir sagst.
00:48:19: Das ist doch das, was du mir sagst.
00:48:20: Das ist doch
00:48:20: das, was du mir sagst.
00:48:21: Das ist doch das, was du mir sagst.
00:48:22: Das ist doch das, was du mir sagst.
00:48:22: Das ist doch das, was du mir
00:48:23: sagst.
00:48:23: Egal was du mir jetzt erzählst.
00:48:24: Du musst doch merken bei dem Gegenüber.
00:48:26: Also ich weiß ja nicht, du hast ein Fingerspitzengefühl.
00:48:29: Und im Endeffekt, wenn jemand... Ja
00:48:31: schon, aber du ja nicht.
00:48:32: Mag sein, deswegen glaube ich nur mit der Axt rum.
00:48:35: Im Endeffekt ist doch die Konstellation, wenn dir dein Gegenüber eventuell gerade aus voller Emotion oder irgendwas einfach nur erzählen möchte und du merkst, er ist gerade gar nicht offen dafür, deine Meinung wahrzunehmen, dann übergibst du doch einfach nur deinen Rucksack jemand anderem, der ihn vielleicht gar nicht tragen kann.
00:48:51: Du hilfst ihm doch gar nicht.
00:48:53: Versteht ihr meinen Po?
00:48:54: Das heißt, du musst schon ein bisschen empathisch sein, dass du merkst.
00:48:59: Sind wir gerade wirklich auf Augenhöhe von der Beinenschaft her?
00:49:01: Alles gut, du hast keine Gründe.
00:49:02: Ich
00:49:04: bin voll gespannt.
00:49:04: Entschuldigung.
00:49:06: Wie soll ich mich da konzentrieren?
00:49:08: Ja,
00:49:09: mein
00:49:09: Waschbettpoch.
00:49:09: Das ist dir wirklich fast.
00:49:12: Und dann hast du die Konzentration, dass du wirklich sagen kannst, hey, ist jemand gerade wirklich achtsam genug?
00:49:18: Damit du auch deine Energie nicht verbrauchst.
00:49:20: Aber merkst du das nicht?
00:49:21: Natürlich merkst du das
00:49:22: deswegen.
00:49:22: Was gerade einfach nur gesagt?
00:49:23: Ich glaube, wir regen
00:49:24: uns gerade nur über die Frage auf.
00:49:25: Willst du jetzt meine Ehrliche Meinung?
00:49:26: Ja, genau.
00:49:28: Was soll diese Frage?
00:49:30: Du hast doch gerade einfach nur gesagt, ja, wenn die Situation es hergibt, ja, das ist mir auch zu pauschal.
00:49:34: Ich sage ja gerade nur, ich bin schon einen Schritt davor.
00:49:36: Ich analysiere auch gar nicht, ob die Situation es hergibt, sondern... Du
00:49:39: fragst den gegenüber.
00:49:41: Ich frage den gegenüber, ob er kurz meine Pause macht und sagt, wenn er wirklich gerade die Meinung hat, oder möchte er einfach nur irgendwie Dampf ablassen.
00:49:47: möchte einfach nur irgendwie eine Wand haben, wo er das mal aussprechen kann.
00:49:50: Ja,
00:49:50: aber meinst du nicht, das reicht, wenn du sagst, ich verstehe dich und dann kommt entweder von der anderen Seite... Wenn
00:49:55: meine Meinung ist, ich verstehe dich nicht, soll ich dann sagen, ich verstehe dich?
00:49:58: No chance!
00:49:59: Nee, dann sagst du halt was anderes, dann sagst du halt, ich höre dir gerne zu.
00:50:03: Aber ich
00:50:04: bin nicht ehrlich.
00:50:05: Das stimmt nicht, weil entweder kommt dann von der... Gegenseite von der anderen Person, das dann gesagt wird, na ja, aber ich würde jetzt gerne deine Meinung dazu hören.
00:50:14: oder wie würdest du denn damit umgehen?
00:50:16: Oder die Brett hat weiter drauf los?
00:50:19: Aber diese Frage...
00:50:20: Aber schon mal nett, dass du auf die geschmissen
00:50:21: bist.
00:50:23: Aber die Person.
00:50:24: Aber die Frage, möchtest du meine ehrliche Meinung haben, da bin ich schon auf dem Baum.
00:50:32: Ich glaube, egal was daraus kommt, da werden sofort Fragezeichen.
00:50:35: Ist aber nicht pauschal.
00:50:36: Ich weiß ja, wie ich meine... Gesprächs, soll ich sagen, Qualität anpassen.
00:50:42: Es hat nichts mit minder oder besserer Qualität zu tun, sondern, wenn du eine gewisse Empathie hast und du weißt, wie du mit Menschen zu kommunizieren hast, in den meisten Fällen ist das so, dann weißt du ja ganz genau, okay, wir haben die ganze Vorarbeit doch schon hinter uns.
00:50:56: Aber wenn ich jemanden neu kennenlernen möchte, der mir über irgend ein Thema etwas sagen möchte, dann sage ich, möchten Sie wirklich meine Meinung hören?
00:51:01: Oder, möchten Sie jetzt gerade einfach nur Ihren Wissen schatz mitteilen?
00:51:04: Da ist das für mich okay.
00:51:05: Thomas, möchtest du machen, wir lassen das einfach so stehen.
00:51:08: Das gehört auch zur Ehrlichkeit dazu.
00:51:09: Wir haben ihm jetzt unsere ehrliche Meinung dazu gesagt.
00:51:13: Ich finde super, dass ihr meine Einschätzung dazu auch respektiert.
00:51:16: Was ihr nicht tut, aber egal.
00:51:18: Ich finde es ja schon bezeichnend.
00:51:20: Es gibt viele Dienstleister in dieser Branche und ich glaube viele sind dann ihre Aufträge bekommen durch Lügen.
00:51:24: Also durch nicht ehrlich sein.
00:51:25: Nicht bewusst lügen, sondern durch einfach nicht ehrlich sein.
00:51:29: Wie oft habe ich es schon gehört, dass Unternehmer mir sagen, ja ich habe da so ein Dienstleister dafür, aber der hat nicht das geliefert, was er versprochen hat.
00:51:36: Das ist auch wieder ein Thema der Erwartungshaltung.
00:51:39: Genau das ist der Punkt.
00:51:41: Ist denn ganz klar, am Anfang gesagt worden, am Ende soll das stehen?
00:51:46: Diese Diskussion führe ich so oft, dass man einfach, dass die gegenseitige Erwartungshaltung nicht klar kommuniziert wurde und dann sind beide am Ende unzufrieden.
00:51:54: Dann hat jeder irgendwie ein bisschen Geld des Portmonees gewechselt, aber so richtig glücklich ist keiner.
00:51:59: Das ist doch
00:51:59: ein Punkt.
00:51:59: Dann hältest du aber auch einen Werkvertrag, wenn du jedes Mal ein hundertprozentiges Ergebnis liefern kannst.
00:52:05: und wenn du in den Dienstleistungswelt bist, dann reden wir halt über die Dienstleistung.
00:52:08: Dann schauen wir, dass das bestmögliche Ergebnis gemeinschaftlich erreicht wird und das ist eine Zusammenarbeit.
00:52:15: Bei uns in den Fällen ist es manchmal so, dass wir wirklich sagen, okay, vielleicht vielleicht in den letzten Jahren, Erfahrung gemacht mit anderen hat nicht funktioniert.
00:52:23: Wenn dieses Unternehmen mal bei den letzten drei Jahren schon drei, vier Runden gedreht hat in einer sehr engen Nische des Marktes, wo soll denn unsere Erwartungshaltung oder unsere Chance herkommen, nur weil wir jetzt Marketingtechnisch die tollsten die besten sind.
00:52:36: ja dass wir jetzt auf einmal irgendwelchen subpositiv überzeugen können über ein Unternehmen was vielleicht gerade in der Konnotation sehr im Minus ist das kannst du ja gar nicht weil dann würden wir die Kandidaten anliegen.
00:52:47: wir müssen auch in die offene transparente Kommunikation.
00:52:49: schauen wir das und das hat sich verändert.
00:52:51: wir wissen das Unternehmen ist vielleicht von der sagen wir vom branschen Namen oder sonst was vielleicht ein bisschen im negativen hintertreffen aber da und da möchte man hin möchte die teil der reise sein dass ihr vielleicht eine große Hebelwirkung habt.
00:53:05: Das ist eine ganz andere Darstellung derselben Historie oder derselben Herausforderung.
00:53:09: Das andere würde sagen, ah, du hast eine super Herausforderung hier und da, das ist die Titelschance, das ist die Positionierung.
00:53:16: Aber man muss auch auf die Wehchen hinweisen.
00:53:18: Das kommt ja, das kommt doch sowieso raus.
00:53:20: So ist es.
00:53:21: Und wir haften ja dann auch für die Nachbesetzung.
00:53:23: Und nochmal, du musst ja eine gewisse Quote haben, wo du sagst, möchte ich doppelt so viel arbeiten für nur einmal Umsatz, macht doch gar keinen Sinn.
00:53:29: Das heißt, es hat auch etwas mit Risikostreuung zu tun, bedeutet sehr viel mehr Kommunikation.
00:53:34: Und wir machen das besonders.
00:53:36: Halten wir den Finger in die Wunde, weil wir während des Briefings auf einmal merken, wir waren vor Ort.
00:53:41: Das heißt, Schwerpunkte sind da und da.
00:53:43: Und auf einmal heißt es dann doch, ja, Absage an den und den Kandidaten, weil das und das gefehlt hat.
00:53:47: Nee, schossi, das wird nicht besprochen.
00:53:49: Wir haben ganz klein den Fokus dort gehabt und in der hundertfünfzig Prozent die Lösung wirst du nicht schaffen.
00:53:56: Ja, das ist etwas, da muss man halt.
00:53:59: Menschenkenntnis und people handling haben das muss man halt so sagen und ich glaube das was du gesagt hast mit den ganzen Unternehmern die die alphatiere oder sonst was man.
00:54:08: du musst es irgendwie schaffen dass du eine fachliche Expertise hast wo jemand dich respektiert wo du auf augenhöhe kommunizieren kannst diese basis hast auf der du dann kommuniziert.
00:54:18: auf augenhöhe.
00:54:19: dann fällt es auch einfacher die positionierung des erforderlichen ziels dann gemeinsam zu definieren.
00:54:24: In der letzten Pleitewelle der Projektentwickler zum Beispiel, habe ich ganz oft Kommunen und Bürgermeister gefragt, haben sie das Gefühl, die sind jetzt ehrlicher zu ihnen?
00:54:39: Haben die das als Trading und die haben ja was versprochen und viele haben das nicht eingehalten?
00:54:44: und haben sie das Gefühl, die sind jetzt ehrlicher zu ihnen?
00:54:46: Und eine genaue Antwort habe ich euch nie wirklich bekommen, weil die ja nie so wirklich das einordnen konnten, wie ehrlich sind die jetzt zu mir, weil die schlechte Erfahrungen gemacht haben.
00:54:54: Hast du das Gefühl, das hat sich ein bisschen verändert?
00:54:56: Also ist die... Branche auch ehrlicher zu den Marktteilnehmern, die sie braucht?
00:55:03: Also ich glaube, das Vertrauen, das hat sich noch nicht so geändert, dass es in den Köpfen auf jeden Fall angekommen ist.
00:55:07: Also wenn ich jetzt mal so das eine oder andere Beispiel nehme aus dem Thema Bildung, aus dem Thema Digitalparkentwicklung und so, da ist jetzt nicht so, dass man von der kommunalen Seite sagen könnte, wir setzen jetzt da drauf, weil, sondern da ist es schon... Naja, man hat halt auch mit ÖPP und weiß ich nicht, man hat halt so seine Erfahrung gemacht und jeder Bürgermeister, jeder Kamera hat ja irgendwie auch eine andere Erfahrung gemacht und da ist es schon immer noch die und wir.
00:55:36: Da ist es noch nicht so, wie das jetzt in in Schweden ist oder so.
00:55:39: Wir haben ein gemeinsames Projektteam und das entwickelt gemeinsam eine Schule und da sind ein paar von der öffentlichen Hand und ein paar von der Privatwirtschaft dabei.
00:55:48: Davon sind wir hier einfach meilenweit weg und ich habe große Hoffnung in das Thema, dass durch das Thema Digitalisierung das auch besser werden kann.
00:56:00: Gegenfrage.
00:56:02: Du erinnerst dich, als wir unser Pilotprojekt Hashtag Probezeit für das Thema HR und so was angewandt haben, wie viele positive Reaktionen wir bekommen haben, was für eine positive Resonanz da kam, wer alles mit uns sprechen wollte hier und da, wer sich da angemeldet hat und so was alles.
00:56:18: Wie stark sehen wir die Umsetzungsqualität jetzt für diese Themen, sie nach vorne zu bringen, die eine Part von zu geben?
00:56:23: Wie stark siehst du bei den Unternehmen jetzt diese HR People and Culture Basis, dass wir die noch mehr stärken jetzt in dieser Krisenfunktion?
00:56:32: oder diese Krisenzeit.
00:56:33: Das ist wahrscheinlich du mehr als ich, weil ich nur der Außenstehende bin, der im Zwei für zwei Pressemitteilungen liest.
00:56:38: Korrekt,
00:56:38: aber du hast
00:56:39: ja gesehen,
00:56:39: wie viele dann mit, mit denen wir gesprochen haben, dann auch wirklich in die Umsetzung gekommen ist, richtig?
00:56:44: Weil, oh, wir müssen aufpassen, weil Marketing, weil sonst was alles.
00:56:48: Also rein nur aus den Organisationen.
00:56:49: Die Beschuldigung sind schwieriger geworden, die Leute sind mutloser geworden, ein Stück weit.
00:56:53: Auf jeden Fall.
00:56:55: So.
00:56:56: Unternehmer kommt von Unternehmen und ich habe mich tatsächlich gefragt, in dieser, du hast eben zu Beginn, ist vielleicht auch ein schöner Abschluss, hast du über das Thema Diversity gesprochen.
00:57:06: Und ja, in der Runde ist das unspannend, das zu diskutieren, weil wir da alle eine ähnliche Meinung zu haben.
00:57:13: Aber wenn du jetzt mal siehst in Amerika, da gab es wahnsinnig viele Menschen, die dafür eingestellt wurden, extra Jobs entwickelt in der Uni und keine Ahnung was.
00:57:22: Und von heute auf morgen war das Thema komplett weg.
00:57:25: Welches Unternehmen hat sich dann hingestellt, hat gesagt, nee, das ist mir wirklich richtig wichtig, deswegen finde ich jetzt einen Weg, das umzusetzen.
00:57:32: Und das passt glaube ich auch ganz gut zum Thema Ehrlichkeit.
00:57:36: Du merkst halt, dass du, da haben wir ja auch mit Peter Holzer drüber gesprochen.
00:57:42: Das muss aus dir selber herauskommen.
00:57:44: Das muss deine persönliche Meinung sein.
00:57:46: Dann kannst du das ins Team transportieren.
00:57:48: Dann kann das ein Unternehmenswert sein und dann kann das funktionieren.
00:57:51: Aber wenn das von außen auf optroiert wird, dann wird das nicht funktionieren.
00:57:56: Dann wirst du die Stelle oder was auch immer
00:57:58: so
00:57:58: oft wieder nachbesetzen, weil du nie zufrieden sein wirst, weil es einfach nicht funktioniert, weil du für dich nicht klar bist, dass du das willst.
00:58:05: Also deswegen, glaube ich, das kann man vom Thema diversifizieren.
00:58:09: Ganz viele
00:58:10: weitere.
00:58:10: Das geht man ganz oft gerade bei den Eltern in der Herrschaft.
00:58:12: Ich glaube,
00:58:12: die Grundlage ist definitiv, wenn wir ehrlich zueinander sein wollen, müssen wir halt mutig sein.
00:58:17: Das ist genau der Punkt, den sie gerade angesprochen
00:58:19: hat.
00:58:20: Ich sage gerne, findet ihr Drollisten übender mutig sein?
00:58:22: Und auch mal sagen, boah.
00:58:24: Und so eine Kolumne schreiben oder wie?
00:58:26: Ich
00:58:26: lese gerade Julia Runds.
00:58:27: Ich glaube, das darf alles sagen.
00:58:29: Und Eigenwerbung für die Kolumne?
00:58:30: Hast du schon
00:58:30: gelesen?
00:58:31: Nee.
00:58:31: Okay.
00:58:31: Sind
00:58:33: wir jetzt doch wieder bei Buchtipps?
00:58:35: Den kann ich noch nicht sagen, weil ich bin noch nicht durch.
00:58:37: Das sage ich euch beim nächsten Mal.
00:58:39: Aber ich finde alleine diese Diskussion schon wahnsinnig spannend, weil ich glaube, das Thema machen wir jetzt nicht nochmal auf, aber es ist ein spannendes gesellschaftliches Thema.
00:58:52: Auf
00:58:52: jeden Fall.
00:58:53: Deswegen würde ich sagen, wir suchen uns nochmal ein Gesprächspartner aus.
00:58:56: Also ich werde nochmal ein Interview führen dazu, weil mich auf jeden Fall die Branche eines Markteilnehmers interessiert, wie der mit dem Thema Ähnlichkeit umgeht.
00:59:02: Am liebsten suche ich mir natürlich ein Projektentwickler raus.
00:59:05: Also Projektentwickler dieser Welt macht auch meine Anfrage gefasst.
00:59:08: Und dann werden wir das auf jeden Fall in diesem Podcast noch einbauen.
00:59:12: Kommen wir zu unseren Expertengesprächen.
00:59:14: Ich habe gleich vier Interviews geführt.
00:59:17: Zum Thema Ehrlichkeit, mit vier Herren, das sind zum einen André Katzmirski von der Stadtbau aus Schaffenburg, Marco Kröner von der IKL aus Karlsruhe, Andreas Röhrich von der modernen Stadt aus Köln und Jean-Marc Frey, Geschäftsführer bei Cube Real Estate aus Leverkusen.
00:59:32: Ja, es sind vier Herren, es haben sich einfach keine Damen gemeldet.
00:59:36: Von daher viel Spaß beim Reinhören und sind wirklich spannende Erkenntnisse drin.
00:59:45: Freut mich ganz besonders, dass wir mit André Katz-Miski darüber sprechen können, was Ehrlichkeit eigentlich in der mobilen Branche bedeutet.
00:59:50: André ist Geschäftsführer der Stadtbau Aschaffenburg und man muss dazu sagen, wir sind auch ganz gut befreundet.
00:59:54: Wir kennen uns eigentlich seit Ewigkeiten, seit dem langen Trip durch Asien, den wir heute noch hinterher trauern und den eigentlich dringend mal wieder machen müssten.
01:00:01: Schön, André, dass du Gast in meinem Podcast bist.
01:00:05: Vielen Dank, dass du mich eingeladen hast, André.
01:00:07: Unvergessen ist unsere Busfahrt durch Singapur.
01:00:10: Denke ich wirklich immer noch gerne zurück.
01:00:11: und unsere Besucher in Hard Rock Café.
01:00:13: Ja.
01:00:14: Das stimmt.
01:00:14: Das haben wir regelmäßig versucht.
01:00:16: Allein, wo waren wir?
01:00:17: in Macau oder Hongkong, da sind wir zusammen mit dem Bus zum Hard Rock Café gegangen und nur dort ein Burger zu essen.
01:00:23: Was ich sehr nett fand.
01:00:24: Hast du euch noch diese Pinnsammlung?
01:00:26: Mittlerweile habe ich drei Gitarren bei mir im Flur.
01:00:28: Erhängen, wo ich immer die Hard Rock Pins reinpacke.
01:00:32: Und noch heute habe ich mich dabei.
01:00:33: Ich habe gerade erzählt, dass ich nach Sofärpflege am Wochenende um einen Google gibt es einen Hard Rock Café.
01:00:40: Also die gibt es noch.
01:00:41: Gibt's das?
01:00:42: Hast du nicht, wie viele Hartrock-Kaffees gibt es und wie viele noch?
01:00:44: Hast du das mal researched?
01:00:46: Wir fehlen total viele, aber ich glaube mittlerweile so viele, dass man davor stehen kann, sagen kann, da warst du überall und dann sagst du mal, Ehrlichkeiten, nein, nein, nein, nein, wir haben ja auch ganz viele Leute mitgebracht.
01:00:57: Das stimmt, ich habe dir glaube ich auch mal welche mitgebracht, ja, weiß gar nicht mehr, Russe, ja.
01:01:02: Trotzdem, ich fand ganz toll, dass du meinem Aufruf auf LinkedIn gefolgt bist, wo ich ja ein bisschen gefragt habe, wer hat Bock mit mir über das Thema Ehrlichkeit und Diversität zu sprechen?
01:01:08: Und beim Thema Ehrlichkeit habe ich übrigens deutlich mehr Rückmeldung bekommen als beim Thema Diversität.
01:01:13: Trotzdem warst du auch einer der ersten, der gesagt hat, boah, ich habe Bock mit dir über das Thema Ehrlichkeit zu sprechen.
01:01:18: Warum?
01:01:21: Ja, Ehrlichkeit ist ja total wichtig.
01:01:23: Es gibt aber, glaube ich, keinen, der sagt, ich bin unehrlich.
01:01:26: Und den Austausch mit dir zu diesem Thema, den finde ich und fand ich ganz toll, weil ich weiß, dass dich das Thema auch abseits der Branche umtreibt.
01:01:35: oder dachte ich, darüber müssen
01:01:36: wir sprechen.
01:01:38: Das finde ich gut, weil welche Rolle spielt es?
01:01:41: Ich meine, du bist jetzt, man könnte vermuten, in einer biederen Branche unterwegs, dass sie sehr viel innovativer ist als man glaubt, kannst du vielleicht auch gleich erzählen.
01:01:49: Aber wo spielt das Thema Ehrlichkeit für dich in deinem Job eine Rolle?
01:01:57: Als wir dann so ein bisschen gesprochen haben darüber und kurz geschrieben haben, habe ich begonnen darüber nachzudenken, Ehrlichkeit.
01:02:03: Und was ist es eigentlich?
01:02:04: Wie gesagt, also keiner behauptet, glaube ich, dass er unehrlich ist.
01:02:07: Ich habe dann das Wochenende nachgedacht und stelle fest, eigentlich reden wir hier auch viel über Verbindlichkeit und nicht nur bei Ehrlichkeit.
01:02:16: Und Ehrlichkeit und Verbindlichkeit sind extrem wichtige Komponenten für Mitarbeiter, für Mieter, aber auch für Geschäftsbahnen am Lokalen und überall an dem Markt.
01:02:25: Und was mir persönlich neben der Ehrlichkeit wichtig ist, ist die Verbindlichkeit eigentlich dahinter.
01:02:33: Gab es in deiner Karrieren Moment, wo du gemerkt hast, Verbindlichkeit, Schrägstrich, Ehrlichkeit, spielt ein entscheidender Faktor?
01:02:40: Ich meine, du warst ja nicht immer nur bei der Stadt bei Osschaffenburg.
01:02:44: Also einmal, ja in der Tat, du hast es gerade schon angerissen, ich war nicht immer bei der Stadt bei Osschaffenburg, sondern durfte auch viele Jahre den kapitalmarktorientierten Bereich der Branche näher betrachten.
01:02:57: was total spannend ist und mich angereichert hat für meine heutige Tätigkeit.
01:03:02: Und da gab es einen Moment, da war ich in irgendeiner Stadt in Ostdeutschland, das war die Phase der erste Flüchtlingswelle.
01:03:11: Darüber kann man auch lange und kontrovers diskutieren.
01:03:14: Und ich fuhr nach Hause und dachte mir, Mensch, Der Handel mit Wohnimmobilien, Plattengebäuden ist nichts, was dich auf Dauer befriedigt.
01:03:24: Vor allen Dingen, wenn dort Menschen untergebracht werden unter Umständen und Zuständen, die nicht deine moralischen Kompass entsprechen.
01:03:34: Richtig ist, dass die Menschen erst mal ein Dach überm Kopf haben und irgendwo ankommen und es ist gut war.
01:03:39: Ich fuhr trotzdem nach Hause und dachte mir, das fühlt sich nicht gut an.
01:03:45: wusste ab dem Moment eigentlich, dass die sozial orientierte Wohnungswirtschaft wohnen als Menschenrecht.
01:03:52: Das ist was ich früher mal lernen wollte, Nachhaltigkeit.
01:03:57: Und was ich da wusste, das will ich wieder haben.
01:04:01: Das tut gut und befriedigt auch im Arbeitsleben.
01:04:09: Würdest du dann am Umkehrschluss sagen, dass die Kapitalmarktorientierte Sparte der Immobilienbranche eine unehrliche und der unehrliche Teil der Branche ist?
01:04:17: Nein, niemals, niemals.
01:04:19: Wir haben einen ganz anderen Zweck, eine ganz andere Ausrichtung und auch überhaupt nicht schlecht.
01:04:26: Also ich glaube auch, dass da ganz viele verbindliche Menschen dabei sind.
01:04:31: Aber was wir feststellen ist ja, dass der Markt sowieso komplett intransparent ist der Wohnimmobilienmarkt und wir extrem viel mit Informationsasymmetrien arbeiten.
01:04:42: Der eine glaubt, der andere denkt und der andere hat und das ist einfach ein Stück weit, glaube ich, abhängig vom Markt.
01:04:52: Ich glaube
01:04:52: aber, um wieder das Wörtchen Verbindlichkeit ins Spiel zu bringen, wenn du verbindlich bist, dann hast du auch ein langfristiges Geschäft und nicht nur einen kurzfristige Handlungsoptionen zu unserem langfristiges Geschäft.
01:05:03: Und ich glaube, darauf zielen ja am Ende die meisten ab, nicht auf kurzfristige, sondern auf langfristige Geschäftsverbindungen.
01:05:09: Und das haben die beiden Bereiche dann wieder gemein, also die sozialorientierte und die kapitänamtorientierte Wohnungswirtschaft.
01:05:16: Langfristigkeit, Nachhaltigkeit.
01:05:18: Nachhaltigkeit ist ja auch eine wirtschaftliche Nachhaltigkeit.
01:05:22: Und die kann auch mal schief gehen.
01:05:23: Das ist ja auch nicht schlimm.
01:05:26: Hast du in deiner Kehre schon mal erlebt, dass jemand gesagt hat, Oh, sorry, ist schiefgegangen.
01:05:31: Da konnte ich quasi nicht zu meinem Wort stehen?
01:05:34: Ich glaube, das habe ich sogar schon mal gesagt.
01:05:36: Nicht so oft, ob ich es andersrum schon mal erlebt habe, weiß ich gar nicht.
01:05:44: Und ich finde das auch gar nicht schlimm, wenn man sagt, jetzt ist was schiefgegangen.
01:05:47: Ich tue mir leid, es ist blöd gelaufen, dann ist die Flug nach vorn immer die Bessere.
01:05:51: Ehrlich zu sein.
01:05:52: Und am Ende des Tages ist es unter den Teppichkehren immer das Allerschlimmste.
01:05:58: Ja, ursprünglich angefangen in der Wohnungswirtschaft mit einer Ausbildung und da gab es immer einen, oder da gab es einen Geschäftsführer, der hat mein moralisches, mein moralischen Kompass in der Branche stark geprägt und der war genauso, der hat vermutigt, zu sagen, wenn man schief gegangen ist, dann sagt, dann, oder sie, damals war die Dutzkultur noch nicht so ausgeprägt, dann sagt es.
01:06:23: Und dann können wir damit umgehen.
01:06:25: Und das ist eigentlich auch das, was ich so wichtig finde.
01:06:28: Wenn man Dinge verbockt hat, dann kann ein Team wieder ganz, ganz viel mehr rausholen, als man eigentlich vielleicht den Sand gerohnt hat.
01:06:37: Ich meine, Immobilienwirtschaft ist ja immer eine Wette auf die Zukunft.
01:06:40: Und die kann halt auch mal daneben gehen, zumindest anders eintreten, als man, dass man sie geplant hat.
01:06:46: Trotzdem bleibt ja Verbindlichkeit irgendwie... ein Attribut, was man sich als Mensch auch erhalten sollte, um möglichst das Geld, was man ja investiert, was ja meistens nicht das eigene ist, auch irgendwie verbindlich in die Zukunft zu allokieren.
01:07:04: Ist das ein Wünschstudie, der manchmal von der Branche, dass wir weniger Banko sind und mehr verbindlich in einer Perspektive sind, die vertrauenswürdiger ist?
01:07:15: Ich würde jetzt gerne mal wissen.
01:07:17: Benko behauptet, Herr Benko von sich behauptet, dass er verbindlich ist oder ehrlich oder unehrlich ist, das hätte ich echt gerne mal wusst.
01:07:23: Aber ich glaube schon, dass die meisten Leute wirklich der festen Überzeugung sind, ehrlich zu sein und dass die meisten Dinge, die du jetzt angerissen hast, sehr wirklich der Verkauf und Storytelling ist, dass das wenig mit fundamentalen Dingen zu tun hat als vielmehr mit wirklichem Storytelling.
01:07:43: Und wer es glaubt, dann ist es für den ja ehrlich und dann lässt es sich aus dem Geschäft ein.
01:07:49: Glaubst du, dass es Geschäftsmodelle oder Marktmechanismen in der Branche gibt, die so eine Art von Intransparenz fördern?
01:07:56: Also wird ja schon oft diskutiert, ob zum Beispiel eine Wohnmobilie in eine Aktiengesellschaft gehört.
01:08:03: Weil das gegensätzlich Interessen sind, die dahinter stehen.
01:08:07: Nein, ich glaube nicht.
01:08:09: Ich glaube nicht.
01:08:11: Also ich finde es in Ordnung, wenn auch eine Wohnimmobilie irgendwo zur Bereicherung deiner eigenen Rente dient.
01:08:18: Wenn du ihn vorenvestierst, ich glaube allerdings ebenfalls, dass die Dinge kein Übergewicht bekommen sollten.
01:08:26: Also diese ESG, Diskussion und Social finde ich total wichtig, dass die Dinge kein Übergewicht bekommen sollten.
01:08:33: In die eine, wie in die andere Seite.
01:08:35: In die eine Seite bist du hinterher... Ein bisschen der Pleite und in der anderen Seite hast du, glaube ich, relativ schlechtes Karma erworben.
01:08:47: Und Karma kommt immer zurück.
01:08:49: Glaubst du, welche Verantwortung haben für dich da Berater, Projektentwickler, Investoren, wenn es um das Geld von Anlegerern und Geld von Menschen geht?
01:08:59: Also einmal sind wir hier in Aschaffenburg, die Stadt Aschaffenburg ist eine Gesellschaft an der Stadtbau.
01:09:04: der ebenfalls treuhändischer Verwalter fremden Eigentums und genauso muss man das auch sehen.
01:09:11: und genau das, wenn man nichts anderes machen, alle anderen auch und dem es eigentlich nichts hinzuzufügen.
01:09:17: Man ist treuhändischer Verwalter fremden Eigentums und genauso muss man auch damit umgehen.
01:09:24: Wie
01:09:24: ist das eine reine, also ist das eine Motivation, die dann aus dir selbst rauskommt.
01:09:28: oder gibt es sowas auch in so einer Art von Unternehmens-DNA?
01:09:31: Also habt ihr das irgendwo als Spruch im Flur stehen?
01:09:35: Das Geld gehört nicht euch.
01:09:37: Ja, ich glaube, das ist viel zu unssexy.
01:09:40: Ich glaube, da müsste man sich irgendwie bei ChatGPT oder wo auch immer noch mal einen coolen Spur, einen coolen Headline überlegen.
01:09:48: Nee, das muss man nehmen.
01:09:49: Also ich habe das auch in den Positionen vorher immer erledigt.
01:09:52: Nee, das ist irgendwie, man muss damit wirtschaftlich umgehen.
01:09:55: Wenn du meine alten Kollegen fragst, bin ich immer wirtschaftlich mit den Dingen umgegangen, die mit zur Verfügung standen haben.
01:10:05: Das muss man leben, glaube ich, in der Tat.
01:10:07: Und es ist auch ein Stück weit im Übrigen auch demut, demut von der Aufgabe, aber auch demut von dem, ohne dass ich jetzt irgendwie überkristig bin, aber demut von der Aufgabe, aber auch von der Verantwortung, die man am Ende des Tages für das Kapital dreht.
01:10:22: Jetzt bist du auch schon ziemlich lange Marktteilnehmer ähnlich wie ich.
01:10:25: Findest du, die Branche hat sich ein Stück weit verändert, was das Thema Ehrlichkeit, Verbindlichkeit, demut angeht?
01:10:33: Ja, finde ich durchaus.
01:10:34: Und nicht immer zum Guten, wenn du dir viel auf Social Media anschaust, was auch manchmal echt total lustig ist, hat man das Gefühl, die Wohnmobilienwelt besteht manchmal nur aus Fix und Flip.
01:10:50: Und das ist bedenklich, weil... dazu wenig am Ende des Tages der Mensch gesehen wird.
01:10:59: Jetzt werden die aufschreien, die das vielleicht genau tun.
01:11:02: Ja, ich weiß, wo Licht ist, ist auch Schatten.
01:11:04: Und einem Medaillat hat auch zwei Seiten.
01:11:06: Aber es ist auch nur meine Meinung.
01:11:09: Die andere, die frage dich immer zum Schlussstelle, was wünscht du dir von Branche und vielleicht auch der Politikbehörden?
01:11:14: Ich meine, du bist ja selbst eine halbe Behörde.
01:11:17: Nein, nein, nein, nein.
01:11:18: Wir sind ein moderner Immobilienmanager.
01:11:21: Wenn mich kennt, reißt das, dass das tatsächlich für uns dann hier auch anzuwenden ist.
01:11:25: Was ich mir wünsche, oder vielleicht eines, ja, ich habe am Wochenende einen Spruch gelesen, der bewegt mich seitdem und der ging, wie ging der denn nochmal genau?
01:11:37: Die Welt benötigt jeden Helden, den sie bekommen kann.
01:11:42: Insofern die Aufforderungen an die Branche und die lassen die gerade zuhören, wir haben noch nicht genug Helden.
01:11:48: Seien sie ein Held.
01:11:51: Ich darf begrüßen, Marco Kröner von der IKL GmbH.
01:11:54: Es ist mal schön, dass du mein Gast bist, lieber Marco.
01:11:57: Ich bin.
01:11:57: ich freue mich hier zu sein bei dir.
01:11:59: IKL GmbH.
01:12:00: Ich habe gelesen, im Jahr two-thausend-eins gegründet, Thema Nachhaltigkeit.
01:12:03: Vielleicht erklärst du uns kurz für alle, die IKL für die IKL noch kein Begriff ist.
01:12:07: Was macht dir was zu eurer Kerngeschäft?
01:12:09: Also du hast es schon erwähnt, IKL GmbH.
01:12:11: Wir sind eine klassische Ingenieur- und Unternehmensberatung in der Mobilbranche.
01:12:17: Wir stehen auf drei Standbeinen.
01:12:19: Standbein eins ist bei uns das Nachhaltigkeitsmanagement, Zertifizierung, ESG-Beratung, Klimafahrpläne, Decarbonisierung bis hin zur energetischen Optimierung am Objekt.
01:12:33: Standbein zwei klassische Real Estate-Beratungen, Aufbauorganisationen, Ablauforganisationen, Digitalisierung.
01:12:43: Alles was dazu gehört für Bestandshalter.
01:12:45: Und Standbein drei, dort kommen wir ursprünglich zweitausend-eins mal her, das versinnelt die Management, sprich, Ausschreiben von FM-Dienstleistungen, Autitieren von FM-Dienstleistungen, Betreiberverantwortung, ganz großes Thema aktuell, alles, was sich um den Betrieb der Gebäude
01:13:01: dreht.
01:13:01: Wir sind deutschlandweit vertreten, Karlsruhe, Berlin und Düsseldorf, um die vierzig Mitarbeiter, sehr jung, sehr dynamisch.
01:13:10: Karlsruhe ist eure Keimzelle, glaube ich, ne?
01:13:12: hängt zusammen mit unserem Gründer.
01:13:14: IKL steht ursprünglich mal für Ingenieurbüro Prof.
01:13:18: Dr.
01:13:18: Kuhnibbert Lennerts, GmbH, sprich Professor für Facility Management am KIT hier in Karlsruhe.
01:13:26: Jetzt warst du einer der Ersten, die meinem Aufruf auf LinkedIn gefolgt sind und Lust haben zum Thema Ehrlichkeit und Schrigschrigverbindlichkeit in der Branche, was sagen zu wollen.
01:13:38: Warum?
01:13:39: Also warum Ehrlichkeit?
01:13:40: Warum wolltest du darüber reden?
01:13:43: Hängt schon ein bisschen mit meiner Vita zusammen.
01:13:45: Ich bin mittlerweile über dreißig Jahre in der mobilen Branche und habe, glaube ich, ganz, ganz viele Facetten schon erlebt in der mobilen Branche.
01:13:55: Ich komme aus dem Corporate Real Estate Management eines sehr großen deutschen Konzerns, der sich mit der Person und Güterbefütterung beschäftigt und nicht immer in der Presse Gut willkommen.
01:14:07: Ich habe da über zwanzig Jahre ganz viele Immobilienthemen erlebt von der Transaktion über die Verwaltung, über das Bau und über das Entwickeln.
01:14:14: War dann über fünf Jahre bei einem institutionellen Lester und habe Immobilienfonds aufgelegt und die Immobilie eher aus der institutionellen Sicht, aus der Bankensicht gesehen.
01:14:26: Vorher war es quasi ein klassisches Betriebsmittel.
01:14:29: Und jetzt seit anderthalb Jahren bin ich Geschäftsführer der IKL GmbH und kann mein Wissen und meine Erfahrung auch unter anderem zum Thema Offenheit, Ehrlichkeit, Konsultativität in der Immobilienbranche Kunden weitergeben.
01:14:45: Und deswegen glaube ich, kann es einen Beitrag dazu leisten.
01:14:47: Wenn du dazu was sagen möchtest, dann musst du auch irgendwo eine Vermutung haben, dass es auch einen unehrlichen Teil in der Branche gibt, angenommen, dass wir erstmal alle ehrliche Menschen sind.
01:14:57: Trotzdem muss es ja anscheinend für dich irgendwo ein Haken geben.
01:15:02: Kommt der aus dieser Kapitalmarkt orientierten fünfjährigen Historie, die du in der Widerstehen hast?
01:15:07: Könnte ich jetzt mal journalistisch vermuten.
01:15:10: Gut, also tatsächlich kommt er ein Stück weiter her.
01:15:15: Ich möchte aber damit nicht den internationellen Bereich in irgendeiner Form per se negativ gesehen, nicht negativ sehen.
01:15:24: Aber es ist tatsächlich so, dass meine Einschätzung ist zu... Umso weiter weg, man von der tatsächlichen Immobilie ist.
01:15:33: Umso weiter man tatsächlich weg ist von der konkreten Örtlichkeit.
01:15:39: Umso grauer wird die Welt.
01:15:41: Und umso mehr geht es um Zahlen.
01:15:43: Und die Zahlen spiegeln Dinge wieder, die vielleicht vor Ort gar nicht ganz so sind.
01:15:50: Also was ich damit sagen will, wenn man sich Ehrlichkeit hat für mich was zu tun damit, dass man weiß, was passiert tatsächlich und dass man das klar und deutlich adressieren kann.
01:16:01: Und wenn ich in irgendeinem Hochhaus in Frankfurt an meinen sitze und in Deutschland ein weiteres Portfolio betreue, dann bin ich gar nicht unehrlich, wenn ich Dinge behaupte aus dem Objekt in Hamburg, das ich noch nie gesehen habe.
01:16:13: Das ist einfach mein
01:16:14: Unwissen.
01:16:15: Unwissen und Unehrlichkeit hängen da vielleicht ein Stück weit sogar zusammen.
01:16:21: Erlebst du das auch in deinem jetzigen Job, weil Nachhaltigkeitsberatung, das hat ja auch sehr viel mit Ehrlichkeit zu sich selbst zum Objekt zu sein, um vielleicht mal jemanden zu enttäuschen und zu sagen, das ist vielleicht keine Golf Zertifizierung, die du da hast.
01:16:33: Das ist tatsächlich ein sehr, sehr guter Ansatz.
01:16:36: Dieses ganze Thema ESG und Nachhaltigkeit, wie soll ich es ausdrücken, ist quasi sehr getrieben von der Regulatorik und gar nicht so sehr von intrinsischen Ansätzen bei den meisten.
01:16:49: Ganz oft ist es tatsächlich die Plakette, die links oder rechts neben der Haustür ist und was dahinter steht, interessiert am Ende des Tages gar nicht.
01:16:58: Ich betone wieder, ich verbinde das nicht mit Ehrlichkeit oder Unehrlichkeit, aber ich verbinde es damit, dass man nicht klar und transparent damit umgeht, was das bedeutet, komme, was es eben nicht
01:17:10: bedeutet.
01:17:11: Und da komme ich wieder zum Anfang, umso weiter man weg von den eigentlichen Themen ist, umso mehr lässt man sich eben durch schöne PowerPoints durch gewisse Siegel, durch gewisse Formate, die es dann gibt, vielleicht auch Dinge vormachen.
01:17:26: Es betrifft dir auch deine Unternehmens-DNA, würde ich quasi fast sagen.
01:17:30: Das ist eine Frage, die auch andere gestellt habe im Vorgespräch.
01:17:34: Wie sehr man Ehrlichkeit in die Unternehmens-DNA rein transformieren kann, gerade wenn man im Beratungsgeschäft ist.
01:17:40: Also schon viele Berater gesehen, die quasi auch um Aufträge zu bekommen, etwas tun, was der Kunde hören will.
01:17:48: Spannend, dass du es ansprichst.
01:17:51: Die IKL-Geber, uns gibt es schon lange, seit dem Jahr zwei Tausend Eins, und wir sind sehr jung, ich betone das nochmal, und es gibt tatsächlich viele Kolleginnen und Kollegen bei uns, die wollen ein Stück weit die Welt besser machen.
01:18:03: Die wollen, gerade in den Nachhaltigkeitsbereichen, da haben wir über zehn Kollegen, zehn Jo-Konsulten, zehn Jo-Auditoren, also die haben wirklich viel erfahren.
01:18:11: Und die machen das, um die Welt ein Stück besser zu machen, dazu beizutragen.
01:18:17: Und tatsächlich gibt es bei uns im Unternehmen oft Diskussion darüber, wie weit wir den Wünschen der Kunden entgegenkommen und ab wann wir anfangen, uns ein Stück weit zu verbiegen oder ab wann wir anfangen, Dinge nicht mehr zu adressieren, weil wir wissen, dass der Kunde sie eventuell nicht hören möchte.
01:18:38: Ist aber immer eine subjektive Geschichte wahrscheinlich, ne?
01:18:41: Und ich muss zugeben, es hat tatsächlich ein Stück weit auch was mit ... dem Alter oder der Erfahrung, ... ... der Erfahrung zu tun, ... ... im Sinne von, ... ... wenn man so wie ich, ... ... dreißig Jahre in der Nubierenbranche ist, ... ... dann ... ... naja, dann weiß man auch, ... ... wie man Dinge vielleicht etwas ... ... politisch korrektor formuliert ... ... und trotzdem die Kanbotschaft nicht verliert, ... ... währenddessen ... ... man an anderen Stellen natürlich ... ... manchmal auch sehr frontal und sehr direkt sagt, ... ... nee, das wird so nichts, ... ... das wird kein Gold, ... ... das stranded ... Das ist so eine Frage, manchmal ist diese klare und harte Botschaft sogar die bessere, einfach weil der Kunde dann sagt, okay, dann muss man darüber nachdenken.
01:19:27: Und das ist tatsächlich bei uns, um das nochmal zu formulieren, innerhalb unserer Unternehmen ist es ein Reibungspunkt, dass wir immer schauen, wie weit können wir gehen ohne uns selbst und unsere Werte, die wir haben, zu verbiegen.
01:19:42: Ja, zu überwiegend Punkt.
01:19:45: Hast du das Gefühl, gerade auf der Explorier gewesen, und ich habe so das Gefühl, die Branche ist gerade in so einer unehrlichen Phase.
01:19:51: Also, sie schwankt irgendwo zwischen, sie haben wieder Lust auf Value Add, weil da ja auch Geld zu verdienen ist.
01:19:56: Gleichzeitig werden wir aber auch ein massives Finanzierungsproblem bekommen, gerade in der Anschlussfinanzierung, auch bei großen Assetmanagern.
01:20:04: Und man, darüber spricht man aber kaum.
01:20:06: Also, es heißt so ein bisschen, so eine komische Stimmung.
01:20:11: Weder Fisch noch Fleisch, ja.
01:20:13: Wie ehrlich empfindest du die Branche?
01:20:15: Ist sie gerade zu sich selbst?
01:20:18: Ich empfinde es tatsächlich gerade genau andersrum.
01:20:20: Okay.
01:20:23: Und zwar, was ich, also die Situationsbeschreibung von dir, teile ich.
01:20:26: Punkt.
01:20:28: Das, was ich tatsächlich im letzten Jahr und dieses Jahr deutlich verstärkt, aber ehrlicherweise hinter den Kulissen, die das nicht geführt hat, dass viele gehypte Last-Wit-Manager ... zu sich mittlerweile ehrlich sind und sagen, das Traffic-Geschäft, das Transaktionsgeschäft, damit verdienen wir nicht mehr das Geld.
01:20:48: Back to the Roots, Back to Asset Management, Back to Property, vielleicht sogar zum Facility Management.
01:20:53: Das heißt, ich empfinde es gerade, also ich mache nicht viele Freunde, ich empfinde es gerade wohltuend, das SIX mit einem mobilen Bestand.
01:21:04: sich auszukennen, zu managen und aus dem Immobilienbestand heraus, Werte zu schaffen, dass dieses Fundament wieder gestärkt wird und nicht nur so stark das Thema Transaktion und Traffic im Vordergrund steht und die Investmentgesellschaften, die sehr stark auf Traffic gesetzt haben, die Projektentwickler, die die Rahmendinge genutzt haben, die letzten Jahre, Jahrzehnte, das sehen wir ja leider Gottes jeden Tag in den Zeitungen, was mit den Firmen passiert,
01:21:29: weil sie
01:21:30: nicht ihr Fundament, ihrem Bestand, ihr Asset-Properativ, wie auch immer das nennen will, Management im Griff hatten, sondern vom Traffic, von der Transaktion gelebt haben.
01:21:40: Und das finde ich wohltun, zu sehen, dass diese Basic-Leistungsbilder wieder stark an Gewicht gewinnen.
01:21:49: Und das wird auch tatsächlich in der den Kulissen sehr deutlich formuliert.
01:21:53: Ganz einfaches Beispiel, die ESG-Manager, die die letzten Jahre gehypt wurden und ganz viel Geld verdient haben, Ich würde gar nicht sagen, wie gut oder wie schlecht sie waren.
01:22:02: Auf jeden Fall ESG Manager war der Top Shop die letzten Jahre.
01:22:06: Mittlerweile gibt es genug ESG Manager, die nachfragen, ob sie nicht irgendwo anders einen Shop bekommen.
01:22:10: Und die Asset and Property Manager werden gerade auch auf der Messe, auf der Explorial Händeringen gesucht.
01:22:16: Gute Asset and Property Manager, die die letzten Jahre vielleicht nicht so im Fokus standen.
01:22:21: Also man merkt es auch, ich merke es ganz persönlich auch im Bereich der Personalberatung, Personalvermittlung, wie sich da das Gewicht verändert.
01:22:29: Ich fand es spannend zu beobachten, dass diese Panels, ich habe selbst eins davon moderiert zum Thema Decarbonisierung, nicht mehr so gut besucht waren, wie das vor zwei, drei Jahren mal der Fall war.
01:22:40: Stimmt, hängt aber tatsächlich ein Stück weit von den Kundengruppen und den Asset-Klassen ab.
01:22:46: Wir haben jetzt einen sehr breiten Beratungsansatz, wir haben Kommunen, wir haben sogar Kirchen, wir beraten verschiedenste Bistümer und wir haben natürlich die klassische Immobilienwelt.
01:22:56: Und was man deutlich sagen muss in der kommunalen Wirtschaft, da ist das Thema, die nennen das jetzt nicht vielleicht nicht ESG, aber das Thema Nachhaltigkeit, nach wie vor ein großes Thema, die haben ihre eigene Geschwindigkeit, muss man auch sagen, es dauert vielleicht etwas länger auch bei der Kirche, aber da flach ich, da flacht nichts ab, sondern das ist eher eine Kontinuität.
01:23:19: Währenddessen in dem institutionellen Bereich, gerade wenn es Banken getrieben ist im Hintergrund, Da nimmt man natürlich asset-Klassen unterschiedlich.
01:23:28: mal gemerkt.
01:23:29: Schon war das Abflacht.
01:23:31: Aber wenn ich zum Beispiel Rechenzentren sehe oder Logistik, wir zertifizieren ja relativ viel.
01:23:36: Es gibt ganz wenig Logistikzentren, die ich kenne, die nicht zertifiziert sind.
01:23:40: Und wo man nicht die Dinge sich nachdenkt.
01:23:42: Im Bürobereich ist es eh Standard, auch wenn das Thema Vermietung darunter nach wie vor dieser Hype nicht stattgefunden hat.
01:23:49: Aber das ist von asset-Klasse zu asset-Klasse sehr unterschiedlich finde ich.
01:23:53: Also auch hier Eine gewisse Erdung, um es mal so auszudrücken.
01:23:57: Gibt es Geschäftsmodelle oder so Marktmechanismen, die diese Intransparenz, sagen wir mal, die ja auch dahinter steckt, fördern?
01:24:05: Also mein Beispiel ist immer, es gibt ja immer die Diskussion, gehört eine Wohnmobilie in eine Aktiengesellschaft.
01:24:11: Unterschiedliche Interessen, ist man da wirklich ehrlich zueinander?
01:24:14: Man hat das, die Shareholder wollen was ganz anderes als die Mieter.
01:24:18: Gibt es so Mechanismen, die dir da einfallen?
01:24:20: Ich meine, du hast selbst noch für ein Insti gearbeitet?
01:24:23: Du hast tatsächlich... ... eine Asset-Klasse angesprochen.
01:24:26: Also ich war bei dem Insti, ... ... ich war Geschäftsführer der Gesellschafte, ... ... von dem Property, Vermietungs- und Facility-Gesellschaften, ... ... also ich war das komplette operative Geschäft verantwortlich, ... ... hab dem Asset-Management, alles was danach kam.
01:24:39: Und was mir zu Beginn nicht bewusst war, ... ... ist tatsächlich, dass es einen ... ... jetzt mal etwas ... ... Hochdraben formuliert, ... ... ein System, wie man nennten Zielkonflikt gibt.
01:24:49: Der Investor ... ... guckt nur auf die Rendite, ... ... den interessiert, du haut mich ... Mieterzufriedenheit etc.
01:24:55: Und auf der anderen Seite, das war dann mein Job, tatsächlich die Mieterbetreuung von zwanzigtausend Einheiten, wo man jeden Tag gesehen hat, was passiert, wenn man eben nicht investiert.
01:25:06: Was passiert, wenn so eine Wohnmobilie in zehn Jahren dreimal durchgehandelt wird, am Ende des Tages beim dritten Landet, der vor zehn Jahren die Mobilität schon mal betreut hat und wo volkswirtschaftlich tatsächlich kein Mehrwert geschaffen wird, in Zweifel sogar eher einen Schaden, wenn man ehrlich ist.
01:25:23: Da sind mir echt bewusst geworden, dass dieses Pendel auszutarieren.
01:25:28: Der Investor will ja auch in irgendeiner Form eine Rendite erwirtschaften, der auch vollkommen okay ist.
01:25:32: Und auf der anderen Seite aber zu schauen, die Wohnung ist nun mal ein Teil der Daseins für Sorge.
01:25:37: Da eine gute, das Pendel gut auszutarieren, ich wiederhole mich, das ist echt eine Herausforderung.
01:25:44: Wie gelingt das?
01:25:44: Geht man mit seinem eigenen moralischen Kompass daran?
01:25:46: Oder ist das wirklich nur, ich bin jetzt hier Auftraggeber eines großen Insis?
01:25:53: Wie macht man das?
01:25:55: Also, ich habe meine persönliche Entscheidung dazu getroffen.
01:25:57: Deswegen
01:25:59: bin ich jetzt hier, wo ich bin.
01:26:00: Deswegen bist du hier nicht mehr da.
01:26:01: Ja, verstehe.
01:26:02: Das habe ich nicht gesagt.
01:26:06: Aber tatsächlich ist es gerade, wenn das ist beim Thema Büro, beim Thema Betreiber-Ubi in Logistik, Shopping, Center und so, im Wohnungsbereich finde ich wirklich, das ist echt eine Grundsatzfrage ein Stück weit.
01:26:20: Und dann, also wie das gelingt, ich... Auf der einen Seite, ich kann nur sagen, was ich gemacht habe, ich habe versucht, ein Maximal an Budgets vom Portfolio-Mensch von den Investoren zu bekommen, eine neudeutsche Erwärmnis bei den Investorengesprächen zu finden, wirklich zu zeigen, wie so eine Mobilität aussieht und ob man, meine Lieblingsfrage war, möchtest du, dass einer, dann möchten sie, dass einer aus ihrem Bekanntenkreis in so einer Wohnung wohnt?
01:26:50: Oder gibt es nicht einen Grundmaß an Qualität?
01:26:53: Stichwort Schirmel, Stichwort, also ich will es gerade vertiefen.
01:26:56: Also eine gewisse Erwärmung zu schaffen war meinen Punkt damit umzugehen.
01:27:00: und auf der anderen Seite natürlich aber auch als Chef des Property Management, natürlich muss ich eine gewisse Rendite erwirtschaften, natürlich muss ich die Wienverträge nachfahren, natürlich muss ich schauen, dass alle Betriebskosten auch umgelegt werden.
01:27:12: Also es ist eine Gradwanderung und mit der muss man mit seinem eigenem Wertesystem umgehen.
01:27:18: Meine Abschlussfrage dich immer stelle, was wünscht du dir von Immobilien, Branche und Politik?
01:27:23: An der Immobilienbranche, das ist ja schwierig, das kann ich gar nicht so beantworten.
01:27:27: Ich könnte jetzt sagen, das passt zum Podcast.
01:27:29: mehr Ehrlichkeit, aber das wäre zu glatt und zu flach, finde ich.
01:27:34: Ich finde tatsächlich, ich wollte den Begriff ersetzen, ich finde mehr Klarheit, auch wenn es wehtut, wichtig, dass man die Punkte klarer auf den Punkt bringt, das finde ich wichtig.
01:27:47: Und von der Politik, ja, da können wir jetzt auch wieder in den Zorn sprechen.
01:27:53: mehr flankierende Maßnahmen.
01:27:54: Ich weiß gar nicht, ob das immer so, ich glaube, die Branche an sich kann viel mehr tun, um klarzukommen und nicht immer auf die Politik zu schauen.
01:28:05: Also ich finde das immer so ein bisschen wegschieben des Problems.
01:28:09: Das heißt also mehr Klarheit miteinander und von der Politik.
01:28:15: Also kann ich gar nicht sagen.
01:28:18: Klar, Bautur, weiß auch immer, aber die Rahmenbedingungen sind so schlecht gar nicht.
01:28:24: Ich kenne andere Länder, wo es anders aussieht.
01:28:26: Das heißt, unsere Rahmenbedingungen sind gar nicht so schlecht.
01:28:29: Wir klagen halt nur sehr gern.
01:28:31: Deswegen möchte ich gar nicht so sehr auf die Politik schießen, sondern viel mehr auf uns und auf das nachhaltige Wirtschaften mit einer Immobilie.
01:28:39: Und das haben wir in Teilen, finde ich, mein letztes Statement, das nachhaltige Wirtschaften haben wir in Teilen verlangt, sage ich ganz ehrlich, aufgrund der Rahmenbedingungen der letzten Jahre.
01:28:49: Ich darf vorstellen, Andreas Rürich, Geschäftsführer in Köln.
01:28:54: Vielleicht möchten Sie sich selbst kurz vorstellen, weil Ihr Portfolio von dem, was Sie machen, vor allen Dingen ja Deutsche Hafen, damit dadurch kennt man Sie, ist so breit.
01:29:01: Vielleicht möchten Sie selbst kurz Ihre Verbindung zu Köln erklären.
01:29:06: Ja, vielen Dank für die Möglichkeit, auch etwas zu meiner Person zu sagen.
01:29:12: Ich selber bin ein lebendlanger überzeugter Stadtentwickler.
01:29:15: Seit über dreißig Jahren in den Job an verschiedensten Stellen.
01:29:19: angefangen bei bundesweit tätigen Stadt- und Sanierungsträgern, also auch immer in dieser Grauzung zwischen öffentlichen und privaten Interessensträger.
01:29:30: Ich bin dann von der DSK in Frankfurt gewechselt nach Bonn zur Baugrund.
01:29:35: Es war auch ein bundesweiter Entwicklungsträger, durfte hier die ersten städtebauchenden Entwicklungsmaßnahmen nach Baugebieten-Maßnahmen selbst überreißen, als junger Mensch.
01:29:48: in der zweiten Hälfte der neuen Serie auch zur LGN.
01:29:51: Dort weiß ich sehr lange verschiedene Mandaten, erst als Prokurist für den Geschäftsbereich in Ansberg zuständig, dass wir mich dann Entwicklungsmaßnahmen dazuhörten, dann haben wir auch so große Projekte wie Hochum, die Innenstadt West.
01:30:07: Ich durfte Bauherrenvertreter für die Jahrhundertthalle sein, die dann
01:30:11: dort waren,
01:30:11: ist zur Rotrénale.
01:30:13: Ich durfte das Projekt Phoenix mit vorbereiten und Phoenix West ankaufen.
01:30:19: Bei der NG gab es dann eine Strategie Erweiterung, dass man die Standorte und Projektentwicklung im eigenwirtschaftlichen Bereich weiterentwickeln wollte.
01:30:28: Und zu Beginn wurde ich gefragt, ob ich nach Köln gehe, um das aufzubauen.
01:30:33: Und so konnte ich damals auf der LEG-Seite schon im Beinerhafen mich mit der LEG-S engagieren.
01:30:40: Wir haben das SILO und das ECR mit Joint-Menshapaten angemacht, haben große Stadtquartiere gemacht, das Kabellager in Köln, den Eifelplatz in Köln.
01:30:51: Und so ging es dann weiter bis zum Verkauf der LEG, wurde privatisiert und es war klar, dass die Systeme der Stadtentwicklung dann ausliefern.
01:31:02: Und insofern kam dann später mit einer Zwischenstation bei Hochtief, der Hof zur modernen Stadt nach Köln.
01:31:10: Und letztendlich mache ich bei der modernen Stadt das, was ich damals auf LEG-Innen gemacht habe, auf Stadt.
01:31:15: So, und die moderne Stadt war gerade frisch von Stadtwerken in Stadt übernommen
01:31:22: worden.
01:31:22: Die war
01:31:22: lange als private Entwicklungsgesellschaft gehalten von Banden im Markt.
01:31:28: Es ging darum, diese Ausrichtung zu präzisieren mit diesem Gesellschaft am Kreis.
01:31:33: So hatten wir sehr schnell zuerst das Projekt des Glutquartier, dass ich gemeinsam mit meinen damaligen Kollegen als Freibäger machen durfte, vorentwickeln durfte.
01:31:44: Mittlerweile ist das fertig, um eine wirklich gemischte Quartier.
01:31:49: Da hat man schon das kooperative Baulandmodell weggenommen.
01:31:54: Und alle, die sich dort engagierten, ob Bauträger, ob Wohnungsgesellschaften, hatten erfolgreiche Projekte.
01:32:03: Dazu kam dann die neue Mitte Ports.
01:32:07: Es war ein echter Problemfall in Ports und der Einzelhandel immer weiter untergegen und wir hatten mit der neuen Mitte Ports.
01:32:15: dann auch eine Lösung angeboten, wie man den einsteinander einerseits aktivieren kann und andererseits städtebaulich eine Maßstäblichkeit dort setzen kann, die dann auch bautsattraktiv macht.
01:32:27: Und das größte Projekt, wo modern statt sich im Moment mit beschäftigt, ist der Neuzerhafen.
01:32:34: Als ich zur modernen Stadt kam, hatte ich die erste Gremien-Sitzung und ich habe sofort in dieser ersten Gremien-Sitzung mich zum Deutsche Hafen positioniert mit möglichen Umsetzungsmodellen, die man demgangbar machen kann.
01:32:50: Und dieser Wille und dieser Beharrlichkeit führte dann auch dazu, dass wir ein Jahr später im Grundsatzbeschluss bekamen für die Entwicklung des Deutsche Hafens.
01:33:00: und im Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum.
01:33:16: Das war letztlich der Urknall, den Deutschlandhafen wirklich in der Realisierung, in der Umsetzung, in einer realistischen Phase zu bringen.
01:33:22: Man hatte den Jahr sehr lange diskutiert.
01:33:26: Ich stehe für solche Dinge, ich stehe für diese Beständigkeit zwischen dem Weitblick, also wirklich über zehn Jahre denken einerseits, viele Dinge, die man macht, kann man wahrscheinlich gar nicht mehr an der Stelle selber erleben.
01:33:42: und andererseits aber auch nach Bodenständigkeit das Machbare.
01:33:47: Wichtig ist mir immer einen drei Hundertsechzig Grad Blick einzunehmen, also auf verschiedenste Perspektiven dazu bekommen und die Dinge dann auch zueinander zu bringen, um nicht zu zerlegen in Teilaspekte.
01:33:58: Also die Finanzierung muss genauso gelingen wie die politischen Rahmenbedingungen genauso wie natürlich auch Marktentwickler und Führstattentwicklungsprojekte sehr wichtig sind.
01:34:11: Und diese Beständigkeit, da stehen Personen zu.
01:34:16: Jetzt hätte ich ungefähr fünfhundert Fragen, was das Thema Stadtentwicklung angeht.
01:34:22: Trotzdem haben Sie sich ja vor allen Dingen auf den Aufruf gemeldet zum Thema Ehrlichkeit in der Immobilienbranche, was sagen zu können und zu wollen.
01:34:28: Ich mache das Feld ein bisschen weiter und sage Ehrlichkeit.
01:34:30: Daher ist auch Verbindlichkeit und Vertrauen verbunden.
01:34:34: Warum glauben Sie, ist das so ein großer Triggerpunkt in der Immobilienwelt?
01:34:41: Also Immobilienprojekte sind langartig und haben zahlreiche wirtschaftliche Abhängigkeiten und auch inhaltliche Abhängigkeiten.
01:34:50: Das sind hoheitliche Abhängigkeiten, Baugängungsrisiken, das sind Finanzrisiken, auch so Langfristigkeit der Finanzierung.
01:34:59: Das sind Nutzerentwicklungen in der Marktentwicklung.
01:35:03: Und Menschen, die in dieser Welt sich bewegen, diese Position einnehmen, die begegnen sich regelmäßig.
01:35:11: Man begegnet sich regelmäßig an die Themen, die sich weiterentwickeln.
01:35:17: Und dafür brauchen sie Vertrauen,
01:35:18: Eingrenzung.
01:35:20: Dafür brauchen sie Wohnständigkeit, dafür brauchen sie auch die Integrität, dass ihre Ausnahmen, die sie machen, eingeraten werden.
01:35:30: Ein Beispiel, wir hatten beim Klut ein letztes Baufeld an einen Projektentwickler gegeben, der das über eine Konzertauschreibung gewonnen hat.
01:35:40: Und dann kam die Immobilienkrieg.
01:35:42: Und dann geht es nicht darum, diesen Entwickler alleine zu lassen, sondern ihm auch zu helfen.
01:35:48: Und so haben wir Mitte Investoren gemeinsam besucht.
01:35:51: Es ist auch schnell entwickelt, Bestandsentwickler, hohe Rüsten, die nicht am Finanzierungsmarkt hängen.
01:35:56: Und das bringt man zueinander.
01:35:58: Und das festigt einfach die Beziehung zueinander.
01:36:02: Und festigt auch natürlich, dass das gesagt worden auch was gilt.
01:36:07: Jetzt sind die Projekte, mit denen sie sich beschäftigen, haben einen sehr langen Zeithorizont.
01:36:13: Zehn Jahre ist da nichts und das heißt jedes Projekt, das sie angehen, ist ja auch eine kleine Wette auf die Zukunft.
01:36:20: Sie wissen ja quasi gar nicht, was passiert denn wirklich irgendwann beim Verkauf oder bei der Verwertung oder wie entwickeln sich einzelne Märkte, niemand weiß es.
01:36:29: Er hat sich im Laufe ihrer Karriere das Verhältnis dann zum Thema Ehrlichkeit und Vertrauen verändert, weil die die Einschlagspunkte in so einem lang laufenden Projekt sind immer größer und vielfältiger geworden.
01:36:41: Also werden Sie immer wager, müssen Sie immer wager werden in Ihren Aussagen?
01:36:45: Ich selber habe ja mein Leben berufliches Leben auch auf die Seite positioniert, zwischen der in der Grauzung und zwischen öffentlichen und privaten Aktuellen.
01:36:56: Das heißt, ich hatte damit auch Das Glück, aber auch mein Beitrag.
01:36:59: findest du, dass die Projekte, wo ich mitteiligt war, auch zu Ende gemacht worden sind.
01:37:05: Mit veränderten Rahmenbedingungen, möglicherweise, aber das schon.
01:37:09: Da muss man auch Luft zum Atmen haben, aber sie wohnen zu Ende.
01:37:12: Und wichtig ist dann, welche Partneratmen dann in diesen Projekten?
01:37:16: Wie verbindlich sind diese Partner?
01:37:18: Welche Geschäftsmodelle sind das?
01:37:20: Und ich finde, dieser Blick, die Analyse von Geschäftsmodellen in der Immobilienwelt.
01:37:26: Das ist ein wichtiger Beitrag, damit man weiß, wen tut man da zu wollen.
01:37:30: Dieser Blick, zehn Jahre plus, was ist da hinaus?
01:37:33: Heißt aber auch eine strategische Fähigkeit, Projekte so aufzustellen, dass sie diesen Weitblick auch haben.
01:37:39: Der Deutsche Hafen zum Beispiel, den haben wir kalkuliert mit zwei Immobilienkrisen.
01:37:44: Da gibt es kundliche Schwäche im Stadt und die Immobilienkrisen werden nicht so lang wie im Moment.
01:37:48: Das ist absolut richtig.
01:37:51: Aber wir hatten schon anders auf dem Schirm.
01:37:53: dass mindestens irgendwann der Einschlag kommt und wir auch zwei, drei Jahre im Immobilienmarkt hängen.
01:38:00: Und wir haben das Projekt dann so aufgestellt, dass trotz dieser Krisen wir weitermachen.
01:38:05: Wir haben eine Vollfinanzierung für die Infrastruktur.
01:38:09: Sprich, da wird jetzt der öffentliche Raum gebaut.
01:38:11: Das gibt wieder Sicherheit in den Immobilienmarkt, dass da geniefert wird.
01:38:15: Und zukünftig die Investoren bekommen dann auch Klarheit, was für eine Adresse da steht.
01:38:20: Diese Verwendlichkeit, diese Ja, Wahrhaftigkeit dazu.
01:38:25: Das ist ein wichtiges Element zu den Akteuren.
01:38:28: Und so ist es uns zum Beispiel auf solchen Grundlagen genommen, jetzt bei der letzten Expo mit Artemis, wenn wir gemeinsam mit Vereinbarungen zutragen, dass wir für einen Baufeld auch gemeinsam in den Nutzer übrigen.
01:38:39: Da ist auf Artemis Seite uns bekannte, alte Akteure, genauso wie auf unserer Seite.
01:38:44: Und dann machen sie solche Vereinbarungen.
01:38:47: Wenn Sie solche exogenen Shocks, sagen wir mal, kalkulieren, gehen Sie... Sind Sie konkret bei Ihnen?
01:38:52: Also sagen Sie, wir haben mindestens eine massive Zinswende drin und eine gesellschaftliche Turbulenz drin?
01:38:58: Oder sind das, wie konkret sind diese Shocks, auf die Sie da ansprechen?
01:39:02: Ja, bei uns werden die dann in der Städte Bauschenkalkulation natürlich mit Schwachzeiten in der Formatung abgestellt.
01:39:11: Bei den Standorten gehen wir schon davon aus, dass es nicht den totalen Preisverfahren gibt.
01:39:17: Da haben wir auch sicherlich in Köln Das große Glück, dass wir durch die Flächenknappheit immer werthaltige Standorte machen.
01:39:26: In der Deutschlandhabe noch die Paarstadt ist blöd.
01:39:29: Auch das Grut, das sind ja alles Innenstadtlagen, also innerstädtische Lage, wo einfach die Bedarfe den Grunde nachviel da sind.
01:39:37: Wo nun eine Werbe, das sind die Bedarfe da nach diesen Flächen.
01:39:41: Und wir gehen dann davon aus, dass es Wenn es diese Schwächen gibt, dass wir dann einfach zwei, drei Jahre haben, wo wir keine realistische Verkäufe haben.
01:39:49: In der Finanzierung haben wir das dann auch so gemacht, dass wir keine Projektfinanzierung aufgelegt haben für den Deutze Hafen, sondern eine Unternehmensfinanzierung.
01:39:58: Und da haben wir die Stärke, dass mit unseren Gesellschaftern, Stadtwerke und Stadtköln wir natürlich sehr laubwürdige
01:40:06: Gesellschaften
01:40:07: haben, die die
01:40:09: Bürgschaften liefern können.
01:40:11: Und das führt dann dazu, dass die Projekte auch umgesetzt werden.
01:40:15: Das ist ja oftmals der Klur in der Geschichte.
01:40:17: Ich rede relativ viel mit Wirtschaftsförderungsgesellschaften.
01:40:21: Gerade gestern war ich in Stuttgart beim Herrn von Apen, der da in Stuttgart tätig ist.
01:40:26: Und man hat so das Gefühl, nach der Finanzkrise und nach dem die Trading Developer so ein bisschen verschwunden sind, sind auch die Städte, die Kommunen, die Verwaltung so ein bisschen gebrannt.
01:40:36: markt von den, von den Developern, was das Thema Ehrlichkeit und Vertrauen angeht und muss das erst wieder aufgebaut werden.
01:40:43: oder sagen sie, das hat gar nicht so einen großen Impact gehabt auf die Städte, dass die Trading Developer jetzt quasi verschwunden sind, dass man sich dann trotzdem die gleiche Vertrauensbasis hat wie vor der Krise.
01:40:56: Also es sind sicherlich Geschäftsmodelle, die nicht nachhaltig waren.
01:41:00: Das weiß man eigentlich.
01:41:02: Wir wissen das auch.
01:41:04: Wir haben auch keine einzige Vertragbeziehung bei unseren Projekten mit solchen Geschäftsmodellen, was dann auch wieder den Erfolg bestätigt für unsere
01:41:15: Projekte.
01:41:18: Und da muss man dann schon genau gucken, wie nachhaltig sind denn mögliche Geschäftsmodelle zu machen.
01:41:25: Ich glaube, wir haben jetzt eine Zeit, wo die Bestandshalter insbesondere aus dem Genossenschaftlichen eine sehr große Rolle einlegen werden, weil sie noch etwas klarer sind und entkoppelter sind bei der Finanzierung von den Finanzinstituten und mehr für diese Genossenschaften liegen.
01:41:45: Im Büromarkt, im gewerblichen Büromarkt, werden die Neuberprojekte auch kommen, um neue Arbeitswelten zu kreieren.
01:41:52: Da haben wir aber trotzdem noch eine Phase der Konsolidierung gehabt.
01:41:56: Und was mich eigentlich vielmehr prägt, ist der gesamtwirtschaftliche Zustand von Deutschland und dieses Misstrauen in der Gesamtentwicklung von Deutschland.
01:42:07: Wir sehen das an den Umfragen.
01:42:09: Und das prägt auch den Immobilienmarkt.
01:42:11: Ich glaube, wenn dieser Optimismus wieder zurückkehrt, wenn wir in vielen Jahren hätten und wir auch im Weltmarkt wieder mehr Erfolge hätten.
01:42:20: dass dann auch in den innerstädtischen Immobilienmärkte wirklich zu diesen nachhaltigen Geschäftsmodellen vertrauen kommt und auch dann noch gebaut und entwickelt wird.
01:42:31: Das sehen Sie ja immer schön an den Investmentvolumen, dass erst die Angelsachsen und die Ausländer kommen, bevor die Deutschen ihren eigenen Immobilienmarkt wieder vertrauen.
01:42:38: In der Phase sind wir ja so ein bisschen gerade, muss man sagen.
01:42:42: Gibt es für Sie Geschäftsmodelle oder Marktmechanismen, wo Sie sagen, die behindern diese Transparenz, die alle Beteiligten brauchen, um miteinander vertrauensvoll agieren zu können?
01:42:53: Gibt es für Sie da so Geschäftsmodelle?
01:42:56: Für mich ist zum Beispiel mal ein Beispiel, gehört eine Wohnmobile wirklich in eine Aktiengesellschaft, wenn Sie zwei gegenseitig laufende Interessen eigentlich haben.
01:43:07: Gibt es für Sie sowas auch so ein Beispiel dafür?
01:43:10: Ja, natürlich.
01:43:11: Also die Weiterverkäufe, die wir auch bei großen Projekten in Köln hatten, wo Grundstücke innerhalb weniger Jahre mehrfach weiterverkauft worden ist, ohne dass inhaltlich was passiert ist, sondern nur der Preis größer wurde, dann kann das nicht nachhaltig sein.
01:43:25: Und dann wird das auch irgendwann zum Kollaps bei diesem Projekt führen.
01:43:29: Und so ist es auch passiert.
01:43:30: Und das haben wir ja an vielen Stellen gesehen, was dann auch um diese Trading in Developer entstanden
01:43:37: ist.
01:43:38: Das konsolidiert sich gerade wieder, weil die Lagen eigentlich nachhaltig sind.
01:43:43: Aber bis es dahin kommt, dauert
01:43:47: es.
01:43:47: Benko wäre ja auch ein Beispiel.
01:43:49: Genialer Vertriebler, aber die Immobilien-Deals, der er gemacht hat, der hätte jeder Immobilienfachmann eigentlich gesagt, das kann eigentlich sogar gar nicht funktionieren.
01:43:55: Aber da waren auch andere Beteiligten am Werk.
01:43:58: Sie sind jetzt lang am Markt.
01:44:00: Sie haben viel erlebt und viel Erfahrung gesammelt, hat sich das... Verhältnis zu Ehrlichkeit und Vertrauen verändert im Laufe der Zeit oder ist das genauso ein Zyklus wie der Markt?
01:44:11: Also was sich verändert hat, ist die Kurzlebigkeit und die Reite der politischen Entwicklung.
01:44:20: So und da war früher zu meinen Anfängen viel mehr Beständigkeit drin.
01:44:25: In der demokratischen Mitte war mehr Beständigkeit drin.
01:44:29: Verlässlichkeit auch von der Seite.
01:44:31: und auch bei den Akteuren.
01:44:32: Das waren alles jahrzehntelang Akteure, die mit ihrem Geschäftsmodell über viele Jahre schon Erfolg hatten.
01:44:40: Bestandshalter, Entwickler, Bau- und Landentwickler gab es damals auch noch stärker.
01:44:46: Und dann die Öffnung zu der totalen Kapitalmarktorientierung im Mobilmarkt.
01:44:53: Das war so ein Sinnfall.
01:44:54: Also, zum Beispiel kritisiere ich es im Wohnungsbereich.
01:45:00: dass man die Gemeinnützigkeit bei den
01:45:01: Wohnungsunternehmen aufgelöst hat.
01:45:04: Es waren alles Wohnungsunternehmen, die in Deutschland in Wirtschaft und im Geld aufgebaut worden sind, die diesen Steuervorstand der Gemeinnützigkeit in ihre Bestände gestellt hat.
01:45:16: Und als man dann das abgeschafft hat und man die Tür geöffnet für die Kapitalmärkte und kapitalmarktorientiertes Wohnen führte natürlich dazu, dass man Rendite betrieben ist.
01:45:27: Und heizt natürlich dann auch Solche Themen an, wie geht es mit Mietenpolitik?
01:45:33: Diese Unternehmen können alles was, sind auch sehr wichtig für Deutschland.
01:45:38: Und dieses Geldorientierte ist auch wichtig gewesen.
01:45:42: Das waren ja auch beständene Kriminalerhandwerke, wo wenig investiert wurde und man quasi auf Kriminaler Seite verkauft hatte, weil man gar nicht mehr Kriminaler Geld dafür hatte, diese Modernisierung zu finden.
01:45:54: Was ich da kritisiere, ist die Internationalisierung.
01:45:58: Also wenn man dort ein Regulativ eingeführt hätte, dass das doch in Deutschland bleibt und man damit auch diese Immobilie, die ja faktisch in Deutschland ist, behält und auch das Geld, was dort erwirtschaftet wird, da wären mir doch einige Solardromen auch um die Wohnungsnärme, dass diese Bindung gibt.
01:46:22: Das waren die berühmten Morgenständy-Zeiten mit Salzgitter-Portfolien, die aus irgendwelchen Hubschraubern herausgekauft wurden.
01:46:28: Das hörte man das.
01:46:30: Unsere Meinlützigkeit, das wird man über Jahrhunderte aufgebautes Vermögen.
01:46:38: Ich glaube, heute weiß keiner mehr, was früher VHW heißt.
01:46:42: Es gibt noch den VHW.
01:46:44: Das waren die alten Volksheimstättenwerke.
01:46:47: in der Geschichte.
01:46:48: Und da hat man sehr regional, sehr kommunales Vermögen aufgebaut, in verschiedenen öffentlichen Strukturen und letztlich Beteil in den neunzehntzwarzen Jahren einen großen Stil privatisiert.
01:47:00: Würden
01:47:01: Sie den Kommunen dann auch einen Vorwurf machen, die quasi ihr Tafelsilber verkauft haben, ihre Stadtgasse zu sanieren?
01:47:09: Anders.
01:47:10: Ich glaube, es fehlt dann der politische Weitblick.
01:47:13: Was heißt das denn, wenn man Wohnungsmärkte der kurzfristigen Marktentwicklung Und wenn wir im Moment haben wir die Zeit, dass die politische Käfte wirklich sehen, wir müssen da was machen, so eine Zeit, wie in den Zweitausendern mit den hohen Privatisierungsanteilen, würde, glaube ich, heute kann die demokratische Kraft mehr befürbergen, die haben die Wünsche ab.
01:47:40: Und da entsteht gerade der Weitblick.
01:47:43: Aber auch dieser Weitblick bitte in Maßen, nicht mit... Polarisierung, sondern in Maßen mit dem, was möglich ist.
01:47:50: Und dass man da was machen muss.
01:47:52: Dass das ein echtes Problem ist, der Metropolen, der wachsende Städte, auch der mittelgrößte Städte.
01:47:59: Das wissen wir.
01:48:00: Also zu meiner Zeit, als ich studierte, er ging mal in eine Stadt zum Kludung und bekam eine Wohnung.
01:48:06: Man hat sich dann gar keine Wohnung.
01:48:08: Das war nicht groß, das war nach Atmen, das war dann aus dem Zimmer in einem Einfamilienhaus, aber es kam etwas.
01:48:14: Das ist heute undenkbar.
01:48:17: Da hat man Notsituationen, wo die Leute dann bei Freunden unterkommen, auf den Zeltplatz gehen, ein Camper mieten, etc.
01:48:25: Das gab es damals nicht.
01:48:27: Und da muss ein Wohnungsmarkt auch für gemacht sein, dass dieses Atmen im Wohnungsmarkt, dieses Vorhalten, möglich ist.
01:48:37: Dazu heißt es auch, Stadtentwicklung aktiv zu betreiben,
01:48:41: mitweiten.
01:48:42: möchte ich ein bisschen noch über die Zukunft sprechen, nämlich die Regulatorik und die Einflussgrößen auf die Entscheider werden immer vielfältiger.
01:48:51: Deswegen ist wahrscheinlich auch die Entscheidungsfreudigkeit und die Verbindlichkeit nicht mehr so, wie sie eben der Vergangenheit mal war, zumindest wie sie sie beschrieben haben.
01:48:59: Glauben Sie, dass es für die Zukunft nicht einfacher wird angesichts steigender regulatorischer Auflagen, auch Unsicherheit bei Politik, kaum einer steigt mehr durch, was sich eigentlich wie, wo, wann machen muss, um eine Genehmigung zu bekommen, anschließend für ein Bauprojekt.
01:49:12: Also, uns muss es gelingen, wieder mehr, um dreihundertseßig Grad nicht zu bekommen.
01:49:18: Wir sehen das gerade bei der ESG-Problematik, die von der EU kam.
01:49:24: Da versucht man dann sehr schnell, eine neue Regulatorik einzusetzen und merkt dann, oh, das geht alles gar nicht so schon immer gut, nimmt dann auch wieder drei Schritte zurück, also setzt sich wieder zurück.
01:49:37: Und dieses Langfristige, das wäre gut, wenn unsere Verwaltung, unsere ebenen EU-Bund Land und letztlich dann auch Kommune wieder mehr mit Grundsatzbeschlüssen belegt, anstatt diese kurze Artigkeit dazu haben.
01:49:52: Und da haben wir natürlich mit der EU auf die Schnittstelle erhöht.
01:49:57: Das ist so.
01:49:58: Und da kommen wir auch immer wieder länger, die man fast vor Ort gar nicht mehr auf Schirm hat.
01:50:07: Da ist es auch wichtig, dass man diese Verbindung sieht.
01:50:11: dass aber auch diese Verwaltungsebenen, diese Verbindung sieht und dann noch nahezu den Bürgern kommen.
01:50:17: Also eine auch die EU-Menschen, die in Brüssel ihre Arbeit machen, den Straßburg ihre Arbeit machen, dass sie trotzdem noch die Nähe zu den Auswirkungen ihrer Werke vor Ort herstellen.
01:50:32: Jetzt habe ich auch noch eine Stadtentwicklungsfrage.
01:50:34: Ich habe mein zweites Studium an der IPZ in Bochum gemacht, weil ich nochmal was wohnungswirtschaftlich machen wollte.
01:50:39: Und da waren noch ganz viele Leute in den Bereich Praktikentwicklung, Stadtentwicklung gegangen.
01:50:44: Und ich bewundere diese Fähigkeit, die man ja als Mensch mitbringen muss, zu sagen, ich packe jetzt erst was an, was vielleicht in meiner beruflichen Laufbahn überhaupt nicht fertig wird.
01:50:54: Ist das nicht manchmal, wie frustrierend ist manchmal Ihr Drop, Herr Röhrich?
01:50:59: Anders, anders.
01:51:01: Also ich nenne, es ist ein Werkstolz, wenn man an den Projekten vorbeigekommt, die gebaut sind und man sieht da, man durfte dort mitmachen.
01:51:12: Also wenn ich am Rheinerhafen vorbeifahre oder das wir den Deuzerhafen gekauft haben, dann haben wir auf der Rheinerhafenseite und gucken dann drüber, das ist Werkstolz, dass man dabei war.
01:51:22: Und wir haben ja auch eine Generation verantwortet.
01:51:27: Ich selber bin mittlerweile schon ober.
01:51:30: Und wenn ich dann meine Enkelin zum Schwimmen fahre, zum Kinder schwimmen, und sehe, wie die Augen leuchten, und man darf seinen Beitrag leisten, dass diese Generation auch demnächst in solchen Quartieren arbeiten, dann ist das höchste Motivation, um nicht frustrieren, sondern Werksturz, dass man mit dabei sein durft.
01:51:50: Ist der Reinauhafen genauso geworden, wie Sie sich ihn damals vorgestellt haben?
01:51:56: Also der Reinauhafen hat eine besondere... Bedeutung für die Stadtentwicklung in Köln, das ist unbestritten.
01:52:03: Alleine die Postkartenansicht, wenn ein Tartort, ein Kölner Tartort gesendet wird, haben Sie jetzt immer den Kameradwenk mit Rheinerhafen zum Dom.
01:52:13: Das gab es dort, weiß ich ja noch nicht.
01:52:16: So, und wenn man jetzt weiß, dass der Rheinerhafen letztlich eine Zeile ist, mit einer harten Variere der Rheinuferstraße, dann muss man wissen, dass dann nicht automatisch die Südstadt angenommen ist.
01:52:28: Insofern finde ich den Rheinauhafen total gelungen, denn er war mal projektiert als reines Businessquartier ohne so viel Gastronomie.
01:52:38: Wirklich wie die Business Parks, die wir auch zum Beispiel in Frankfurt und woanders kennen.
01:52:43: Also ein Kind der damalige Zeit und das hat sich weiterentwickelt.
01:52:46: Und wenn sie heute am Wochenende durch den Rheinauhafen gehen, dann ist an der Promenade kein Platz mehr bei guten Wettbewerben.
01:52:54: Da ist richtig Business.
01:52:55: Und wenn jetzt noch das große Brückenprojekt kommt, mit einer Fuß- und Radwinkelbrücke vom Deuzer Hafen über den Rheinauhafen in die Südstadt rein, dann wird man auch einen Gravitationswechsel in Köln haben.
01:53:09: Nämlich dann wird rechts und links reinig wirklich eine neue Gravitation für die Stadtmitte von Köln definieren.
01:53:15: Und da kann man sich nur darauf freuen.
01:53:17: Und da sind dann natürlich Ausschreibungseffekte, wenn sie in der Südstadt wohnen und sind in fünf Minuten mit dem Fahrrad am Leuzerhafen, im Rheinerhafen dann sowieso von der Haustür und umgekehrt vor allen Dingen genauso, dann wächst hier wirklich vielfältiges Nähen zueinander.
01:53:36: Absolut.
01:53:37: Meine letzte Frage, die ich immer stelle, was wünschen Sie sich von der Immobilienbranche und vielleicht auch der Politik?
01:53:43: Also von der Immobilienbranche.
01:53:45: wünsche ich mir weiter Beständigkeit, dass sie ihre Geschäftsmodelle auch so machen, dass sie auch Verantwortung haben, wenn eine Immobilie errichtet ist.
01:53:56: Was passiert danach damit?
01:53:58: Also Geschäftsmodelle, die Aspekt
01:54:01: danach
01:54:01: kommen.
01:54:02: Von der Politik wünsche ich mir Verständnis für die Gesamtzusammenhänge der wirtschaftlichen Anhängigkeit.
01:54:09: Man kann nicht nur regulatorisch etwas vorgeben, ohne diese Gesamtzusammenhänge.
01:54:15: herzustellen.
01:54:17: Und
01:54:18: ich finde es auch wichtig, dass man eine gewisse Dynamikpolitik beibehält, dass man nicht mit regulatorischen Dingen auf Ewigkeit festlegt, sondern sie sehr in den Entwicklungen auch anpasst.
01:54:30: Im Moment haben wir einen ganz schwierigen Immobilienmarkt mit Wohninvestitionen und da sollte es auch ruhig mal an der einen oder anderen Seite Verständnis dafür geben, dass Unternehmen dann nicht investieren können, wenn die regulatorisch so viel abfordert.
01:54:47: Jean-Marc Weih, Geschäftsführer Cube Real Estate aus Leverkusen.
01:54:51: Du bist seit Februar Geschäftsführer bei Cube, im großen Projektentwickler, im reinischen Raum.
01:54:57: Finde toll, dass du dich gemeldet hast auf meinen LinkedIn-Aufruf zum Thema Ehrlichkeit.
01:55:01: Was ich erstaunlich finde übrigens ist, es haben sich viel mehr Leute zum Thema Ehrlichkeit gemeldet als zum Thema Diversität.
01:55:06: Unter anderem auch
01:55:07: du.
01:55:07: Deswegen meine erste Frage.
01:55:09: Warum?
01:55:10: Also offensichtlich besteht ja ein Bedarf über das Thema Sprechen zu wollen.
01:55:13: Ja, definitiv.
01:55:15: Ich glaube, dass wir in der Immobilienwirtschaft und das merke ich im Alltag auch so ein Riesenthema haben, was Verbindlichkeit und Ehrlichkeit auch angeht.
01:55:25: Gerade, wenn man so historisch bedingt auf Projektentwickler und Immobilien-Deals schaut, auch wenn ich das nicht mehr erleben durfte, aber der gute, alter Handshake-Beal, den es in der Vergangenheit mal gegeben hat.
01:55:36: Der ist sehr, sehr weit zurückgerückt und deswegen habe ich, als ich dann Aufruf gelesen habe, mir gedacht, boah, komm, da musste ich aber bei dem Anrieber hat melden und ihm sagen, so, hey, da habe ich auch einen Redebedarf, insbesondere gerade in Bezug auf die komplette Kette, die wir als Entwickler abdecken, zum Nachunternehmer, zur Bank, zum potenziellen Käufer, aber vielleicht auch zum Privatkunden.
01:55:58: Das ist ein sehr großes Potpourri, wo man Verbindlichkeit und Ehrlichkeit wiederfindet.
01:56:04: Wie versuchst du das einzuordnen in deinem Geschäft, weil ihr macht eine Wette auf die Zukunft.
01:56:09: Das ist jetzt gar nicht böse gemeint, aber das, was ihr entwickelt, ihr wisst überhaupt nicht, wie entwickelt sich das, wenn das Ding wirklich fertig ist.
01:56:14: Wo steht der Markt?
01:56:16: Welche Exogenenfaktoren gab es da vielleicht?
01:56:18: Welche Shocks gab es vielleicht auch am Markt?
01:56:21: Wie geht ihr damit dem Thema um?
01:56:23: Euren Stakeholdern auch gegenüber.
01:56:27: Ja, also das ist tatsächlich, ich sage mal, ein größter Vorteil hat man in Anführungszeichen als Entwickler noch.
01:56:35: Das ist ein sehr negatives Thema, nämlich die Wohnungsnot, die sich aber in dem Fall die Zukunft nimmt auf deine Frage als ein positives Widerspiegel, weil ja, es ist in gewisser Art und Weise eine Wette auf die Zukunft.
01:56:47: Ich glaube aber gerade im Wohnungsbau eine sehr skalierbare Wette und eine sehr gut bewertbare Wette, weil wir eben eher in großeren Bedarf reinlaufen, wie das wir es irgendwie schaffen den jährlichen Bedarf zu reduzieren.
01:57:02: Trotz dessen sieht man ja, wenn man durch die Städte Deutschlands läuft, ganz, ganz viele Baustellen, die still stehen oder noch nicht angelaufen sind oder ähnliches, sodass wir da einfach die Herausforderungen haben, dass sich der Markt des eingeschlafen eine relativ große Zeit.
01:57:20: Jetzt wacht er so langsam aus seinem Schlaf wieder auf.
01:57:23: Und jetzt geht es eben darum, das Produkt auf dem Markt zu platzieren, was dann auch der Kunde, das heißt, sowohl der Mieter als auch der potenzielle Käufer, sei es ein Kapitalanleger oder ein institutioneller Anleger, auch sucht und auch das hat mit sehr großer Offenheit zu tun, zu sagen, da sind wir, das machen wir, das bekommst du von uns, aber vielleicht auch das einfach nicht.
01:57:47: Wo ist gerade bei euch der größte Painpoint?
01:57:49: Ist es im Ankauf bei der Finanzierung im Exit?
01:57:53: Wo bist du gerade?
01:57:54: Auf Verkaufsebene.
01:57:56: Definitiv ist ein sehr großer Painpoint.
01:57:59: Das liegt einfach daran, dass die Renditeer-Erwartungen der institutionellen Forst und Co.
01:58:08: recht hoch sind.
01:58:10: früher recht hoch waren, aber gerade auf Basis der Herausforderungen natürlich die Faktoren nicht mehr da sind, wo wir sie früher mal hatten.
01:58:17: Das heißt, da gibt es so eine Diskrepanz zwischen Erwartungshaltung eines Investors versus Realität.
01:58:23: Was kann der Entwickler liefern?
01:58:24: Das betrifft aber insbesondere alte Projekte, nenn ich es mal, die vor Corona und Ukraine-Krise gekauft und dann auch entwickelt worden sind oder gleich noch gar nicht entwickelt worden sind.
01:58:37: Das läuft langsam wieder an auf einer Privatkundenebene, also Einzelvertrieb von Wohnungen, sowohl als Kapitalanlage als auch zur Eignutzung etwas besser.
01:58:48: Und der zweite Painpoint ist definitiv das Thema der Finanzierung, dass Beleihungswerte für Objekte andere sind, wie sie in der Vergangenheit waren und somit der Eigenkapitalbedarf einfach deutlich angestiegen ist.
01:59:03: Und das muss natürlich irgendwo herkommen.
01:59:07: Das ist jetzt vielleicht das falsche Wort dafür, aber mehr Ehrlichkeit bei den Banken, weil es ist immer ganz lustig, wenn Banken, wenn man sich mit denen unterhält, dann sagen die sie wünschen sich mehr Innovationen und sie wünschen sich mehr Mut bei den Entwicklern.
01:59:18: Andererseits haben die Banken gar nicht die Möglichkeit Mut zu fördern.
01:59:26: Ehrlichkeit ist zumindest bei den Partnern, mit denen wir zusammenarbeiten, definitiv gegeben.
01:59:33: Das muss man sagen, das pflegen wir in die eine sowie in die andere Richtung.
01:59:37: und wenn es eine Herausforderung und Probleme gibt, dann habe ich zumindest das Gefühl, dass es zu einem gewissen Zeitpunkt vielleicht nicht ad hoc, aber das ist, glaube ich, auch menschlich und normal, dann auf den Tresen oder auf den Tisch kommt.
01:59:51: Ich finde die Forderung von Banken auch absolut legitim, nach mehr Mut und nach mehr Innovationen zu gehen.
01:59:58: Ich glaube, auf der anderen Seite muss aber der Schritt dann mitgegangen werden mit einem Entwickler.
02:00:04: Also man muss dann auch als Bank auf einer gewissen Ebene mutig sein, dass man das irgendwie entsprechend hinbekommt.
02:00:11: Und dann kriegt man das, glaube ich, auch gemeinschaftlich einigermaßen gut hin.
02:00:20: Ja, um deine Frage zu beantworten, ich glaube, die Mut muss auch die Bank zeigen.
02:00:27: Jetzt ist Ehrlichkeit, Vertrauen, das sind auch Unternehmenswerte, die du irgendwie auch in deinen Unternehmen tragen musst, damit man Cube auch als das wahrnimmt.
02:00:39: Wie geht man mit seinen Mitarbeitern auch entsprechend, um damit die diesen Wert auch nach draußen tragen?
02:00:49: Auch da ist offen und Ehrlichkeit recht wichtig.
02:00:51: Also wir haben in regelmäßigen Abständen bei uns so einen Jufix im Montagsmorgen, das war.
02:00:58: Früher mal digital, mittlerweile ist es wieder physisch und wir quetschen uns alle in unseren Konferenzraum rein, teilweise sitzen, teilweise stehen und geben Informationen seitens von uns, vom Vorstand und von der Führungsebene.
02:01:13: Wie ist es gerade?
02:01:14: Welche Herausforderungen haben wir?
02:01:15: Wo gibt es vielleicht irgendwelche Punkte, die wir... die wir erreichen wollten, die wir nicht geschafft haben, wo es irgendwas nicht so eingetreten, wie wir es erwartet haben, wo gibt es Risiken etc.
02:01:26: pp.
02:01:26: Da gehen wir sehr transparent mit um.
02:01:30: Und das haben wir auch nicht immer so gemacht.
02:01:35: In der Vergangenheit, wo viele Dinge sehr, sehr gut gelaufen sind, gab es dann eher so den Case, dass man sagt, wenn es was zu feiern gab oder eine positive Rückmeldung, dann hat man die gegeben.
02:01:46: Wenn es vielleicht ein bisschen negativer war, dann hat man das nicht gemacht.
02:01:51: Da nehme ich mich auch mit ein und sage, man hat sich natürlich mehr darüber gefreut, wenn man eine positive Nachricht an die Mitarbeiterschaft kommunizieren konnte.
02:02:00: Wenn aber in Zeiten von Ukraine-Krise und Corona die negativen Nachrichten überwiegen, dann hat man entweder nichts mehr zu erzählen.
02:02:08: und lässt den Jofic sein.
02:02:10: Oder man erzählt nur die positive Dinge, die dann sehr rudimentär und auf einer ganz falsche Flugkür sind.
02:02:17: Beides führt zum selben Ergebnis, dass Misstrauen entsteht.
02:02:21: Und das ist der einzige Grund, den man da verhindern muss.
02:02:24: Jetzt gehört zum Thema Ehrlichkeit auch das Thema Transparenz.
02:02:27: Auch mit Themen umzugehen, die vielleicht nicht immer eitel Sonnenschein sind.
02:02:31: Gibt es für dich aber auch Geschäftsmodelle oder Marktmechanismen, die diese Transparenz verhindern.
02:02:37: Also ein Beispiel ist für mich zum Beispiel gehört eine Wohnimmobilien-Aktien-Gesellschaft, wenn ich verschiedene Stakeholder habe und Shareholder habe, die irgendwie konträre Interessen haben, zudem eigentlich ein gut Wohnimmobilie.
02:02:53: Ja, ich finde es ist ein sehr schwieriges Thema, gerade in Bezug auf Wohnimmobilien, weil natürlich für jeden Entwickler die Herausforderung ist, die ganzen Forderungen in Bezug auf Sozialgeförderung und Co.
02:03:08: auch zu erfüllen.
02:03:12: Das ist natürlich sehr schwierig an der einen oder anderen Stelle, weil sie herausfordern sind und auf der anderen Seite auch problematisch, weil ich natürlich unterschiedliche Interessen habe, wie du es sagst.
02:03:24: Ich habe jemanden, der damit Geld verdienen will und ich habe auf der anderen Seite irgendjemanden, der da wohnen möchte und eine möglichst geringe Miete erreichen will.
02:03:35: Und das ist natürlich ein Punkt, wo man mit umgehen muss.
02:03:39: Jetzt pauschalier ich mal so ein bisschen.
02:03:42: Ihr Projektentwickler, vor allem die Trader, die es in der Vergangenheit gab, die haben mit dem Thema Ehrlichkeit und Verbindlichkeit bei der einen oder anderen Kommune ein bisschen was verspielt.
02:03:52: Ich weiß, das ist jetzt eine pauschale Aussage, trotzdem muss man ja sagen, Welcher Phase empfindest du ihr eure Branche ans Projektentwickler, wenn es darum geht, Ehrlichkeit und Transparenz auch gegenüber den Auftrag Gebern, die vielleicht in der Kommune sitzen, irgendwie zu haben, ist das, war das eine gängige Praxis und damit konnten die Kommunen gut umgehen?
02:04:11: oder sagt der Ne, wir haben da schon was verspielt beim Thema Ehrlichkeit und aber wir sind auf einem guten Weg das wieder aufzubauen.
02:04:18: Ja, also ich würde sagen, wie du richtig gesagt hast, es gibt einige, die haben das verspielt.
02:04:25: einige wenige, die dann natürlich, wie es immer so ist, das Bild auf die breite Masse geworfen haben.
02:04:32: Ich kann das nicht bestätigen, dass das jetzt eine sehr, sehr große Herausforderung ist, weil ich glaube, wenn man sich aktuell... Und auch in der Vergangenheit, und da sind wir wieder beim Thema Offenheit und Fairness, klar gegenüber den Kommunen äußert und das, was man gemeinsam versucht zu erledigen, auch so hinbekommt, dann hat man sehr, sehr gute Standing.
02:04:51: Und wir merken das in allen möglichen Bereichen und in allen möglichen Städten, wo wir aktiv sind, sei es in Köln, wo wir viele Bebauungsplanverfahren machen, sei es in Düsseldorf, dass wir sehr, sehr zügig und sehr sauber und straight mit der gesamten Verwaltung und der Politik Ergebnisse erzielen können.
02:05:09: Und die sind nicht immer die besten für uns.
02:05:11: Das ist ganz klar.
02:05:12: Da muss man auch an der einen oder anderen Stelle vielleicht nochmal eine Runde drehen.
02:05:16: Aber die sind gegenüber uns in den letzten Monaten und Jahren sehr, sehr verbindlich gewesen.
02:05:22: Und wir haben auch das Gefühl, dass die nach wie vor sehr, sehr verbindlich sind.
02:05:26: Aber und das ist, glaube ich, ein wichtiger Kern, der in der Vergangenheit nicht so gut ankam.
02:05:31: Man sollte natürlich auch als Entwickler nicht nur der Anentwickler sein.
02:05:38: Wer sagt, ich kaufe Brachflächen, Developer und wenn dann, sag ich mal, ein großes Stück vom Kuchen für mich übrig ist, dann verkaufe ich das sehr hochpreisig an den Nächsten und der kann sich dann darum kümmern, dass es vielleicht gebaut wird und ziemlich komplett aus dem Risiko.
02:05:53: Das ist Gift gegenüber Städten, dass das mal passiert, weil sich Prioritäten ändern oder man irgendwie eine Opportunität bei einem anderen Projekt hat und vielleicht dafür das Projekt verkaufen muss.
02:06:05: Das kann sein.
02:06:06: Ich glaube, auch dann muss man das offen und ehrlich an die Stadt kommunizieren.
02:06:10: Wenn das aber zum Usus wird, dann macht man in zumindest hier in der Region Köln und Umgebung, also im Rheinland, dann gar kein B-Plan-Geschäft mehr in Städten.
02:06:20: Und das ist in Düsseldorf auch genauso passiert, dass es da einfach Entwickler gibt, die sozusagen eine Person an einem Grater sind, wo die Verwaltung, glaube ich, auch dann sagt, nee, also da sehen wir jetzt nicht viel Zukunft für das Projekt.
02:06:32: Ja, Füster, er mag doch einfach zu klein.
02:06:35: Begegnet euch dann doch das öfteren Mal.
02:06:37: Und euch eint natürlich auch das gleiche Interesse.
02:06:40: Die Kommune will bauen, ihr wollt bauen, alle brauchen Wohnraum.
02:06:43: Wenn man das gemeinsame kriegt, ist natürlich umso besser.
02:06:47: Meine letzte Frage, dann bist du mich auch schon fast los.
02:06:50: Was wünscht du dir von Immobilienbranche und Politik?
02:06:53: Ich wünsche mir von der Immobilienbranche und von der Politik mehr Gemeinschaft.
02:07:01: Ich bin sehr, sehr gespannt, wie sich der aktualisierte Bau-Tobo, auch wenn ich nur nicht feststellen konnte, dass es den unaktualisierten, also den ersten Bau-Tobo überhaupt gab, wie der sich macht.
02:07:13: Trotz dessen finde ich es sehr interessant, dass Entwickler in diesem Prozess eines Bau-Tobos sehr wenig integriert worden sind.
02:07:24: Also die Sache an sich ist super.
02:07:28: Aber es ist, wie es zu häufig in der Politik ist, an manche Stellen nicht sehr praxisnah.
02:07:34: Und das ist mein Wunsch für die Zukunft.
02:07:36: Das kann man auf kommunaler Ebene deutlich einfacher gestalten, wie auf bundespolitischer Ebene, dass gerade bei der Entwicklung von solchen Gesetzgebungen und Co.
02:07:45: deutlich intensiver zusammengearbeitet wird, um zu sagen, hey, das, was sich der Entwickler wünscht, kann man das umsetzen.
02:07:53: Genau auf der anderen Seite auch das, was sich die Politik wünscht und in ein Gesetz gießt, ist das denn.
02:07:59: überhaupt ein Vorteil in vielerlei Hinsicht.
02:08:02: Sachen gehen schneller und alles gut.
02:08:04: Da freuen sich alle drüber.
02:08:06: Wenn ich dann aber feststelle, dass die Kommunen, in der ich bauen will, überhaupt gar nicht die Gegebenheiten dazu hat, das in dieser Geschwindigkeit umzusetzen wegen Personalmangel, wegen Mangel der Digitalisierung oder ähnliches, dann habe ich eher einen größeren Unmut an der einen oder anderen Stelle geschafft, wie ich einen Vorteil geschaffen habe.
02:08:21: Und deswegen was wünsche ich mir?
02:08:23: mehr Partnerschaftlichkeit, mehr Zusammenarbeit zwischen Politik und Entwickler.
02:08:29: und auch ganz klar mehr Weitblick in die Zukunft.
02:08:37: Vielen Dank, meine Herren.
02:08:38: Das war sie, eine etwas ausgedehntere Vögel zur Thema Ehrlichkeit, was ich aber, wie gesagt, ein sehr wichtiges Thema finde in dieser Branche und was mich bestimmt seit zwanzig Jahren beschäftigt, seitdem ich eigentlich Teil dieser Branche bin und ich kann mich an diverse
02:08:51: Vorteile erinnern.
02:08:52: Am Anfang, da ging es, haben wir noch sehr viel über Ethik, Moral, Wertvorstellung
02:08:56: gesprochen.
02:08:58: Mittlerweile machen wir das ein bisschen weniger.
02:09:00: Schauen wir mal, wie sich das in Zukunft entwickelt.
02:09:02: Vielen Dank fürs Zuhören und bis bald.
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